Corona-App: Google und Apple lassen Bluetooth-Schnittstelle testen

Für Android und iOS liegen erste Versionen der Schnittstelle für die Corona-App vor. Nur wenige Entwickler dürfen sie vorerst testen.

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Die Kooperation zwischen Google und Apple bei der Corona-App macht Fortschritte.
Die Kooperation zwischen Google und Apple bei der Corona-App macht Fortschritte. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Die US-amerikanischen IT-Konzerne Google und Apple haben erste Versionen für ihre Bluetooth-Schnittstelle zur Kontaktverfolgung bereitgestellt. Wie das US-Magazin The Verge berichtete, erhalten vorerst nur ausgewählte App-Entwickler den Zugang zum Code, um ihn in den kommenden Wochen testen zu können. Die eigentliche API für die Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS solle dann in größerem Umfang Mitte Mai veröffentlicht werden.

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Beide Firmen wollen demnach am Freitag Beispielcode bereitstellen, der Entwicklern zeigt, wie Apps auf der Basis des Systems entwickelt werden können. In der zweiten Phase des Projekts soll die Schnittstelle dann direkt in Android und iOS integriert werden.

Dem Bericht zufolge veröffentlicht Apple noch am Mittwoch eine Betaversion für die Entwicklungsumgebung Xcode 11.5 und eine dritte Betaversion von iOS 13.5. Die neue XCode-Version soll Entwicklertools enthalten, um iOS-Apps mit der neuen API bauen zu können. Das neue iOS verfüge über den erforderlichen Code, um die von den Gesundheitsbehörden bereitgestellten Apps nutzen zu können. Google habe vergleichbare Updates über Google Play Services und Android Studio veröffentlicht.

Google und Apple hatten ihre Kooperation bei der Entwicklung von Corona-Apps am 10. April 2020 angekündigt. Um mit Hilfe von Bluetooth die Kontakte zwischen Nutzern besser messen zu können, wollen beide US-Konzerne "eine umfassende Lösung auf den Markt bringen, die Schnittstellen (API) und Technologien auf Betriebssystemebene umfasst". Damals war geplant, die APIs im Mai zu veröffentlichen. Die Behörden könnten dazu ihre zertifizierten Apps über die jeweiligen Appstores zur Verfügung stellen. Auf Druck der EU versprach Apple-Chef Tim Cook, den Code früher bereitzustellen.

Dezentraler Ansatz bevorzugt

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Beide US-Firmen haben dabei dem sogenannten dezentralen Ansatz den Vorzug gegeben. So verwiesen sie in einer Telefonkonferenz darauf, dass sie einen dezentralen Ansatz bevorzugten, um eine staatliche Überwachung möglichst einzuschränken. Zudem mache es ein solches Konzept Hackern deutlich schwerer, auf die dezentral verteilten Daten zuzugreifen.

Laut Google und Apple sollen sämtliche Kontaktverfolgungsdaten im Endgerät der Nutzer verarbeitet werden und dieses erst dann verlassen, wenn der Nutzer die Daten teilen wolle. Dies ist erst dann möglich, wenn bei diesem eine Erkrankung festgestellt wurde und er von den Gesundheitsbehörden einen Freischaltcode zum Hochladen der Daten bekommt. Die anderen Nutzer laden wiederum die IDs der Infizierten regelmäßig vom Server herunter. Dann kann die App lokal auswerten, ob sich der Nutzer über einen bestimmten Zeitraum in unmittelbarer Nähe des Infizierten aufgehalten hat.

Beide Firmen wollen jedoch nicht die Infrastruktur bereitstellen, um die Daten hochzuladen und den anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Dazu hat die Bundesregierung inzwischen die Deutsche Telekom und SAP beauftragt. Allerdings befindet sich die Entwicklung noch im Anfangsstadium. Nach Darstellung der Regierung gibt es derzeit noch keinen genauen Zeitplan, noch erfolgte eine Auftragsvergabe an die Telekom und SAP.

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