Corona-App: Apple will Bluetooth-Schnittstelle früher bereitstellen

Die Bluetooth-API für die Corona-Tracing-App soll eher als geplant vorliegen. Apple will nur wenige Apps mit dieser Funktion zulassen.

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Apple-Chef Tim Cook wird von der EU unter Druck gesetzt.
Apple-Chef Tim Cook wird von der EU unter Druck gesetzt. (Bild: Eduardo Munoz/Reuters)

Der US-Computerkonzern Apple will bis Ende April sein Smartphone-Betriebssystem iOS für eine Corona-Tracing-App öffnen. Das sagte der EU-Digitalkommissar Thierry Breton nach einem Gespräch mit Apple-Chef Tim Cook der französischen Zeitung L'Echo. "Tim Cook sagte mir, dass eine erste Version der Technik, die Apple zusammen mit Google vorbereitet, am 28. April zur Verfügung gestellt werde", zitiert das Blatt den EU-Kommissar.

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Google und Apple hatten ihre Kooperation bei der Entwicklung von Corona-Apps am 10. April angekündigt. Um mit Hilfe von Bluetooth die Kontakte zwischen Nutzern besser messen zu können, wollen beide US-Konzerne "eine umfassende Lösung auf den Markt bringen, die Schnittstellen (API) und Technologien auf Betriebssystemebene umfasst". Damals war geplant, die APIs im Mai zu veröffentlichen. Die Behörden könnten dazu ihre zertifizierten Apps über die jeweiligen Appstores zur Verfügung stellen.

Streit über zentrale Datenspeicherung

Es gibt jedoch Druck aus den EU-Staaten, die Entwicklung zu beschleunigen. So will Frankreich seine Ausgangsbeschränkungen am 11. Mai aufheben und zu diesem Zeitpunkt über eine App verfügen, die eine Kontaktverfolgung ermöglicht. Bislang ist es auf Apple-Geräten jedoch nicht möglich, eine Bluetooth-Anwendung permanent im Hintergrund laufen zu lassen, die eine Kommunikation mit anderen Geräten ermöglicht.

Zudem wollen die EU-Staaten erreichen, dass die Bluetooth-Technik auch mit zentralen Systemen zum Sammeln und Auswerten der Kontaktdaten kompatibel ist. Apple und Google haben sich hingegen dafür ausgesprochen, dass die Daten möglichst dezentral in den Geräten gespeichert und ausgewertet werden sollen. Dieser Ansatz wird auch von dem europäischen Konzept DP-3T verfolgt. Der aktuell von der Bundesregierung präferierte Ansatz PEPP-PT hingegen will das Infektionsrisiko zentral auf einem Server auswerten und dazu auch die flüchtigen Bluetooth-IDs der Nutzer verwalten.

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Breton hat nach eigenen Angaben im Gespräch mit Cook auf die Verantwortlichkeit von Anbietern wie Apple verwiesen, "äußerste Anstrengungen zu unternehmen, damit die technischen Lösungen ein Funktionieren der nationalen Anwendungen ermöglichen". Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums hatte am Mittwoch zu dem Thema gesagt: "Wir unterhalten uns jetzt gerade darüber, wie die Schnittstelle zu gestalten ist und wo die Informationen gespeichert werden müssen. (...) Das sind Gespräche, die geführt werden, und wir sind zuversichtlich, dass sie zu einer Lösung führen."

Dem Magazin 9to5Mac.com zufolge will Apple jedoch nur ausgewählte Apps mit der Bluetooth-Schnittstelle in seinem Appstore zur Verfügung stellen. Es werde lediglich eine App in einer bestimmten Region zugelassen, die von der zuständigen Gesundheitsbehörde bereitgestellt werde. In Deutschland arbeitet derzeit das Robert-Koch-Institut zusammen mit dem Heinrich-Hertz-Institut an der Entwicklung einer solchen App auf Basis des PEPP-PT-Konzeptes. Der Tagesspiegel berichtete unter Berufung auf Bundestagskreise, dass das Kanzleramt derzeit auf höchster Ebene Verhandlungen mit Apple führe, um möglichst schnell eine technische Kompatibilität mit dem PEPP-PT-Standard zu erreichen.

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PitSchnass 26. Apr 2020

Der US-Computerkonzern Apple will bis Ende April sein Smartphone-Betriebssystem iOS für...

gentux 24. Apr 2020

Stimme zu, würde man es in Lumen ausdrücken wäre es hier wohl nicht viel heller als...

Micha_T 24. Apr 2020

Bloß eine neue Methode um an noch mehr Daten zu kommen. Die Ausrede, corona, mag evtl...

masel99 23. Apr 2020

Dann werden diese 10 Leute, sofern sie als Risikokontakte gelten (also z.B. lange genug...



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