Corona: Apotheken erstellen Genesenenzertifikate
In vielen Apotheken lässt sich nun auch eine überstandene Covid-19-Infektion digital bescheinigen. Entsprechende Zertifikate könnten mit dem Nachweis eines positiven PCR-Tests in Verbindung mit einem Personaldokument erstellt werden, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)(öffnet im neuen Fenster) am 24. August 2021 mit.
Da das Zertifikat nur 180 Tage lang gültig ist, darf der PCR-Test nicht länger als sechs Monate zurückliegen. Statistiken zufolge(öffnet im neuen Fenster) haben sich rund 1,46 Millionen Menschen in Deutschland in diesem Zeitraum mit dem Coronavirus infiziert.
Einem ABDA-Sprecher zufolge ist ein Genesenenzertifikat erst 28 Tage nach dem positiven Coronatest gültig. Nach vier Wochen gilt die Infektion als überstanden und der Betroffene nicht mehr als infektiös. Wer weiterhin Symptome zeige, solle sich kein solches Zertifikat ausstellen lassen. Der Nachweis eines negativen Coronatests sei nicht erforderlich.
Laut Pressemitteilung kann der positive PCR-Test unter anderem mittels ärztlicher oder behördlicher Bescheinigung nachgewiesen werden. Das Zertifikat lässt sich dann in die Corona-Warn-App oder die Covpass-App einlesen. Über das Portal www.mein-apothekenmanager.de(öffnet im neuen Fenster) lassen sich Apotheken in der Umgebung finden, die Genesenenzertifikate ausstellen.
Mehr als 35 Millionen Impfzertifikate ausgestellt
Nach Angaben der ABDA haben die Apotheken in den vergangenen zwei Monaten schon mehr als 35 Millionen digitale Impfzertifikate für Geimpfte und Genesene ausgestellt. "Aber für die Patientinnen und Patienten, die eine SARS-CoV-2-Infektion erst kürzlich durchgemacht haben und laut Stiko-Empfehlung erst nach sechs Monaten geimpft werden sollen, war ein Genesenenzertifikat bisher technisch noch nicht möglich" , sagte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands (DAV), Thomas Dittrich. Für die Patienten sei die Ausstellung des Zertifikats kostenfrei. Die Apotheke erhalte eine Vergütung von 6 Euro.
Zwischenzeitlich hatten die Apotheken wegen eines Sicherheitsproblems die Ausstellung von digitalen Impfzertifikaten gestoppt . Nach einer Überprüfung der ausgestellten Zugänge zum Zertifikatssystem wurde das Verfahren wieder fortgesetzt . Es ist technisch nicht möglich, dass fälschlicherweise ausgestellte Zertifikate einzeln zurückgezogen werden können .
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