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CoreWeave-Rechenzentrum in Schottland: Großbritannien hat keine Energie für KI

Ein Projekt hat die Versorgung eines KI-Rechenzentrums komplett aus erneuerbaren Energien versprochen. Es fehlt aber bereits an herkömmlichem Strom.
/ Mike Faust
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Die Projektentwickler wollten 800 Megawatt aus Windkraftanlagen beziehen. (Bild: Pexels / Peechie247)
Die Projektentwickler wollten 800 Megawatt aus Windkraftanlagen beziehen. Bild: Pexels / Peechie247

Ein Projekt in Schottland hat die Versorgung eines KI-Rechenzentrums komplett aus erneuerbaren Energien versprochen. Der Insel fehlt es aber bereits an herkömmlichem Strom.

Projektentwickler mussten bei der Planung zum Bau eines KI-Rechenzentrums in Großbritannien einräumen, dass die versprochene komplette Versorgung der Einrichtung mit erneuerbaren Energien vor Ort nicht möglich ist.

Wie der Guardian schreibt(öffnet im neuen Fenster), hatten die britische Regierung und die Projektentwickler zuvor versprochen, dass der Standort im ländlichen Lanarkshire in Schottland mit einer neuen Energieinfrastruktur mit mehr als einem Gigawatt Leistung versorgt werden würde.

Acht bis zehn Jahre Wartezeit für Netzanschluss

In internen Dokumenten, die der Guardian über das britische Informationsfreiheitsgesetz einsehen konnte, räumen die Projektentwickler allerdings ein, dass es Probleme mit der Stromversorgung gebe und dieses Vorhaben nicht umsetzbar sei.

Auf Anfrage des Guardian erklärte die britische Regierung, dass das Rechenzentrum an das bestehende Stromnetz angeschlossen und der Energiebedarf überwiegend aus erneuerbaren Energien gedeckt werden solle.

Laut der Zeitung würde dies aber entweder dazu führen, dass das Rechenzentrum auf einer jahrelangen Warteliste platziert wird, oder Hunderte anderer Objekte, die ebenfalls auf einen Anschluss an das Stromnetz warten, benachteiligt würden. Für den Netzanschluss neuer Bauvorhaben gibt es in Großbritannien eine Wartezeit von acht bis zehn Jahren.

Geplant, als stünden die Energiequellen bereits zur Verfügung

Sowohl Wissenschaftler als auch als Berater beteiligte Ingenieure bezeichnen die Energieversorgung bei Plänen zum Ausbau von KI-Rechenzentren der britischen Regierung als mangelhaft. Die zugrunde liegenden Zahlen seien bestenfalls grobe Richtwerte, "im schlimmsten Fall grober Unfug", sagte einer der befragten Ingenieure.

Das KI-Rechenzentrum in Schottland wird von Coreweave in Zusammenarbeit mit Data Vita geplant und soll bis zum Jahr 2030 fertiggestellt sein. Data Vita gab in den Projektunterlagen an, dass etwa 400 Megawatt der benötigten Leistung aus Solarenergie und 800 Megawatt aus Windenergie stammen sollen. Laut dem Guardian wurde dabei der Eindruck erweckt, als stünden diese Energiequellen bereits zur Verfügung.

Ein ähnliches Projekt, das den Bau eines umweltfreundlichen KI-Rechenzentrums versprach, wurde von den Stadträten im schottischen Edinburgh abgelehnt, weil die Umweltauswirkungen nicht ausreichend von den Planern berücksichtigt wurden.


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