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Coreutils for Windows: Microsoft bringt 75 Linux-Befehle in CMD und Powershell

Mit Coreutils for Windows sollen Entwickler ihre Gewohnheiten und bestehende Skripte aus anderen Systemen in Windows beibehalten können.
/ Mike Faust
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Der Befehl grep lässt sich mit Coreutils jetzt auch direkt in der Windows-Powershell ausführen. (Bild: Microsoft)
Der Befehl grep lässt sich mit Coreutils jetzt auch direkt in der Windows-Powershell ausführen. Bild: Microsoft

Microsoft hat auf der hauseigenen Entwicklermesse Build 2026 ein Tool vorgestellt, das 75 Linux-Befehle in der Windows-Powershell und -Kommandozeile verfügbar macht. Das Coreutils genannte Tool(öffnet im neuen Fenster) kann auf Github heruntergeladen werden(öffnet im neuen Fenster) und ermöglicht es, Befehle wie cat, ls, grep und head in Windows auszuführen.

Der Standard-Linux-Befehl ls zum Auflisten von Verzeichnisinhalten funktioniert damit auch unter Windows und kann parallel zum Dos-Befehl dir eingesetzt werden. Es gibt allerdings auch Konflikte zwischen etablierten Linux-Befehlen sowie bestehenden CMD- und Powershell-Kommandos mit demselben Namen.

Für diese stellt Microsoft eine Liste bereit, in der die Befehle aufgeführt sind, bei denen es zu Konflikten kommen kann. Sie sind danach unterteilt, ob sie in CMD, in Powershell oder in beidem funktionieren. Beispiele sind rmdir und date, bei denen sich der Vorrang zwischen Linux- und Windows-Befehl je nach verwendeter Shell, der Reihenfolge im Systempfad (PATH) oder der Alias-Tabelle unterscheiden kann.

Reibungsloser Wechsel zwischen verschiedenen Betriebssystemen

Microsoft will es Entwicklern mit Coreutils ermöglichen, in Windows die gleichen Befehle zu verwenden, die sie auch von MacOS, Linux und WSL (Windows-Subsystem für Linux) kennen. Das soll Reibungen beim Wechsel zwischen verschiedenen Betriebssystemen reduzieren, indem vorhandene Skripts und Gewohnheiten weiter genutzt werden können.

Die Befehle werden in Windows als Multicall-Binärdatei bereitgestellt, die jedes Dienstprogramm unter seinem Standardnamen verfügbar macht. Coreutils erfordert die Powershell-Version 7.4 oder höher, um darin zu funktionieren.

Der Golem-Blick

Für den früheren Microsoft-Chef Steve Ballmer war Linux einst(öffnet im neuen Fenster) "ein Krebsgeschwür, das alles befällt, was es berührt". Jetzt, 25 Jahre später, hat sich die damalige Bedrohung für das Geschäftsmodell zu einem festen Bestandteil in Microsofts Betriebssystem gewandelt. Anscheinend hat der Konzern gelernt, dass einer nützlichen Funktion auch dann der Vorzug gegeben werden sollte, wenn sie aus einer externen Quelle stammt.


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