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Coreboot: Linux-Firmware-Dienst könnte alte Laptops weiter pflegen

Nach einigen Jahren stellen OEMs und CPU-Hersteller den Support für ihre Produkte ein. Ein Linux-Dienst könnte dann Coreboot ausspielen.
/ Sebastian Grüner
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Das Coreboot-Maskottchen ist ein Hase. (Bild: Andrew Redington/Getty Images)
Das Coreboot-Maskottchen ist ein Hase. Bild: Andrew Redington/Getty Images

Dank des Linux Vendor Firmware Service (LVFS) können Linux-Nutzer schnell und einfach Firmware-Updates für ihre Geräte einspielen. Das umfasst etwa Updates für UEFI oder Intels ME ebenso wie die Firmware bestimmter Controller wie von SSDs. Doch wie bei fast allen anderen Geräten auch, stellen die Hersteller irgendwann den Support und die Pflege dafür ein. Der LVFS könnte in diesem Fall künftig einfach alternative Updates bereitstellen.

Das deutet der Hauptentwickler und Betreuer des Dienstes Richard Hughes auf Twitter an. Dort fragt Hughes(öffnet im neuen Fenster) : "Hypothetisch, wie fühlt sich das an, wenn eine juristische Person (wie der LVFS) damit beginnt, Coreboot-Firmware-Sicherheitsupdates für EOL-Hardware wie das Thinkpad X220 (mit dem Segen des Anbieters) zu verteilen? Sie müssten sich ausdrücklich anmelden und es wäre klar, dass alle OEM-Garantien weg sind."

Tatsächlich ist es bisher oft so, dass Geräte auch nach dem Auslaufen des Hersteller-Supports zwar weiter verwendet werden könnten, nur eben ohne Sicherheitsupdates. Darüber hinaus ist das Aufspielen von alternativer Firmware wie Coreboot trotz Werkzeugen wie etwa Flashrom bisher oft nicht leicht umzusetzen und die Verbreitung bei Privatanwendern hält sich in Grenzen. Der LVFS könnte dies aber über eine einheitliche Quelle und Software-Integration in die GUIs der Linux-Distributionen vereinfachen.

In einer zu der möglichen Neuerung erstellten Dokumentation schreibt Hughes(öffnet im neuen Fenster) , dass diese Wechsel etwa auf Coreboot ein expliziter Opt-in bleiben sollen. Zusätzlich zu dem X220 nennt der Entwickler hier als Beispiel außerdem GPL-Firmware für Broadcom-Chips. Die alternative Firmware selbst soll dabei von vertrauenswürdigen Beitragenden erstellt, getestet und letztlich auch über den LVFS verteilt werden. Hier könne auch eine weitere Organisation wie etwa Coreboot selbst infrage kommen, so Hughes.


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