Die GPU holt RDNA3 ein
Die Grafikeinheit von Meteor Lake ist einer der größten Fortschritte. Intels Xe-LPG-Architektur soll grob die doppelte Performance sowie auch Performance pro Watt der Vorgängergeneration bieten. Dazu kommt DirectX-12-Ultimate-Kompatibilität, Media Encoder für AV1, H.264, H.265 und VP9 für bis zu 8K-Auflösung bei 10-Bit-HDR.
Die Display-Engine kann bis zu vier Bildschirme per HDMI 2.1, Displayport 2.1 20 GBit/s und e-Displayport 1.4b anbinden. KI-Features übernehmen die DP4A-Kerne, die bereits von Intel Arc Alchemist bekannt sind. Effektiv handelt es sich auch um eine Arc GPU, weshalb sie bei Meteor Lake auch so genannt wird. XeSS-Upscaling wird ebenfalls unterstützt, allerdings per DP4A, denn XMX-Kerne haben nur Intels Desktop-Grafikchips.
Software soll auf allen Kernen funktionieren
Wie bei Intel Arc üblich, hängt die Performance stark vom verwendeten Titel ab. Ältere DirectX-9-Spiele werden nicht im gleichen Maße schneller, wie es bei aktuellen Spielen wie Baldurs Gate 3 der Fall ist, was die beworbene doppelte Geschwindigkeit bieten soll. Eine Arc-GPU mit acht Xe-Kernen soll im Mittel sogar etwas schneller sein als AMDs Radeon 780M, die in aktuellen Notebook-APUs zu verbaut ist.
Dabei verbaut Intel nur in der Core-Ultra-H-Serie eine Arc-GPU. Die U-Serie kann im 15 Watt Leistungsbudget offenbar keine so große Architektur unterbringen. Schade ist das vor allem, weil damit vor allem der Support für XeSS wegfällt. Die neuen Schnittstellen und Media-Encoder bleiben aber erhalten. Zusätzlich zur integrierten Grafikeinheit kann wie üblich eine dedizierte GPU per PCI-Express-5.0 angebunden werden, dafür stehen acht Lanes zur Verfügung.
Intel Evo soll für garantierte Performance-Standards sorgen
Unter dem Intel-Evo-Standard sollen alle zertifizierten Geräte mindestens 10 Stunden Akkulaufzeit unter realen Bedingungen erreichen. Außerdem sollen sie mit 30 Minuten Ladezeit für weitere vier Stunden einsatzbereit sein, eine kurze Ladephase in der Mittagspause oder am Flughafen soll also selbst an sehr langen Arbeitstagen ausreichen.
Erste Notebooks mit Intel-Core-Ultra-Prozessoren sollen ab sofort verfügbar sein, mindestens 30 verschiedene Modelle haben die Hersteller laut Intel noch für den Dezember vorbereitet. Gerüchte, nach denen es sich bei Meteor Lake um einen Paper-Launch handeln soll und erst zur CES 2024 erste Hardware im Handel sein soll, werden damit zurückgewiesen. Testmuster sind allerdings im Moment noch rar, ein Vorab-Test war daher nicht möglich.