Core Ultra 5 250K & Ultra 7 270K im Test: Großes Leistungsplus für Desktop-PCs
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Intel hat den Sockel 1851 noch nicht aufgegeben. Mit dem Refresh von Arrow Lake setzt der Hersteller die Konkurrenz von AMD deutlich mehr unter Druck als bislang, denn neben höheren Taktfrequenzen haben die Modelle Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus auch mehr Kerne als ihre Vorgängermodelle und schnellere Die-to-Die-Interconnect-Frequenzen. Zudem unterstützen sie schnelleren DDR5-Arbeitsspeicher. Bei der Gaming-Performance hilft das nur bedingt, trotz weiterer Bemühungen bei der Software-Optimierung. In Anwendungen hingegen kann Intel die Vorteile von Arrow Lake ausspielen.
Zwei neue Prozessoren stehen zum Launch am heutigen Montag bereit. Der Intel Core Ultra 9 285K bekommt zunächst keinen Refresh und bleibt das Topmodell mit 24 Kernen (8P + 16E). Mit dieser Kernzahl ist er jedoch nicht mehr allein, denn auch der neue Core Ultra 7 270K Plus hat 24 Kerne, lediglich die Boost-Taktfrequenzen der P-Cores sind im Vergleich zum Core Ultra 9 um 200 MHz reduziert, die E-Cores laufen dafür sogar 100 MHz schneller.
Auch beim Core Ultra 5 250K Plus aktivierte Intel ein zusätzliches E-Core-Cluster, bietet also vier zusätzliche Effizienz-Kerne gegenüber einem Intel Core Ultra 5 245K. Zusätzlich ist der Boost-Takt der P-Kerne um 100 MHz höher als zuvor, die E-Kerne bleiben bei 4,6 GHz für beide CPUs. Mehr Leistung soll die um bis zu 900 MHz schnellere D2D-Verbindung zur Kommunikation zwischen den CPU-Kernen bieten, bisher waren dafür 2,1 GHz der Standard, Intel hebt dies für beide Plus-Prozessoren auf 3 GHz an.
Intel setzt viel auf Optimierung
Der Speichercontroller unterstützt jetzt offiziell DDR5-7200, allerdings mit Einschränkungen. Das gilt nur für CUDIMMs und nur für Konfigurationen mit Single-Rank-Speicherriegeln. Effektiv ist also bei 48 GByte DDR5 Schluss, denn mehr Speicher gibt es nur mit vier Speicherriegeln oder Dual-Rank-Modulen. Ohne CUDIMMs ist vor allem das Mainboard ausschlaggebend für hohe Speicherfrequenzen, mehr als DDR5-6800 funktioniert unserer Erfahrung nach nur zuverlässig auf Mainboards mit zwei Speicherslots. Das sind vor allem High-End-Modelle und Platinen im Mini-ITX-Format.
| Modell | Kerne (P-Cores + E-Cores) | Basistakt P-Cores/E-Cores | max. Boost-Takt P-Cores/E-Cores | D2D-Takt | L3-Cache (MByte) | Speicher | Xe-Cores, max. Takt | Base Power (W) | max. Turbo Power (W) | empf. VK-Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core Ultra 5 225 | 6 + 4 | 3,3/2,7 GHz | 4,9/4,4 GHz | 2,1 GHz | 20 | DDR5-6400 | 2; 1,8 GHz | 65 | 121 | 236 US-Dollar |
| Core Ultra 5 235 | 6 + 8 | 3,4/2,9 GHz | 5,0/4,4 GHz | 2,1 GHz | 24 | DDR5-6400 | 3; 2,0 GHz | 65 | 121 | 247 US-Dollar |
| Core Ultra 5 245 | 6 + 8 | 3,5/3,0 GHz | 5,1/4,5 GHz | 2,1 GHz | 24 | DDR5-6400 | 4; 1,9 GHz | 65 | 121 | 270 US-Dollar |
| Core Ultra 5 245K | 6 + 8 | 4,2/3,6 GHz | 5,2/4,6 GHz | 2,1 GHz | 24 | DDR5-6400 | 4; 1,9 GHz | 125 | 159 | 309 US-Dollar |
| Core Ultra 5 250K Plus | 6 + 12 | 4,2/3,3 GHz | 5,3/4,6 GHz | 3,0 GHz | 30 | DDR5-7200 | 4; 1,9 GHz | 125 | 159 | 189 US-Dollar |
| Core Ultra 7 265 | 8 + 12 | 2,4/1,8 GHz | 5,3/4,6 GHz | 2,1 GHz | 30 | DDR5-6400 | 4; 1,95 GHz | 65 | 182 | 384 US-Dollar |
| Core Ultra 7 265K | 8 + 12 | 3,9/3,3 GHz | 5,4/4,6 GHz | 2,1 GHz | 30 | DDR5-6400 | 4; 2,0 GHz | 125 | 250 | 394 US-Dollar |
| Core Ultra 7 270K Plus | 8 + 16 | 3,7/3,2 GHz | 5,4/4,7 GHz | 3,0 GHz | 36 | DDR5-7200 | 4; 2,0 GHz | 125 | 250 | 289 US-Dollar |
| Core Ultra 9 285 | 8 + 16 | 2,5/1,9 GHz | 5,4/4,6 GHz | 2,1 GHz | 36 | DDR5-6400 | 4; 2,0 GHz | 65 | 182 | 549 US-Dollar |
| Core Ultra 9 285K | 8 + 16 | 3,7/3,2 GHz | 5,5/4,6 GHz | 2,1 GHz | 36 | DDR5-6400 | 4; 2,0 GHz | 125 | 250 | 589 US-Dollar |
Am weiteren Aufbau hat Intel nichts verändert, das Tile-Konzept, das die Grundlage für zukünftige CPU-Architekturen von Intel bietet, wird beibehalten. Compute-Tiles aus eigener Produktion gibt es damit auch im Refresh noch nicht, erst Nova-Lake könnte wieder in Intels eigenen Fabriken im 18A-Node produziert werden.
Große Neuerungen verspricht Intel bei der Software, die wir in einem eigenen Test näher beleuchten werden. Neben dem Hilfsprogramm zur besseren Lastverteilung von Spielen auf die verschiedenen CPU-Kerne unter dem Namen APO (Application Program Optimizer) hat Intel das Binary Optimization Tool ergänzt. Es erfordert allerdings eine Neuübersetzung von Anwendungen, da die Optimierung durch den Compiler anhand von Profiling-Daten erfolgt. Doch auch ohne Tricks zeigt sich, dass mehr CPU-Kerne einen klaren Vorteil bieten.
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