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Trotzdem eine Enttäuschung für Spieler?

Intel hat offenbar selbst eingesehen, dass Arrow Lake keine Spitzenleistungen in Spielen erbringen wird. Als Vergleichsmodelle sieht Intel den preislich ähnlich angesiedelten AMD Ryzen 5 9600X sowie den AMD Ryzen 7 9700X. In Spielen sind beide Prozessoren ein fairer Vergleich, während die Core-Ultra-Prozessoren in Anwendungen, etwa beim 3D-Rendering in Cinebench fast die doppelte Performance bieten. Effektiv verliert man also keine Leistung bei Spielen, hat aber insgesamt einen erheblich schnelleren PC.

Dabei darf berücksichtigt werden, dass die AMD-Prozessoren wie auch Intels Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus in Spielen keinesfalls langsam sind, alles andere wäre bei aktuellen Prozessoren mit DDR5 auch verwunderlich. AMD hat in diesem Fall allerdings mit der X3D-Serie einen klaren Vorsprung, so dass die Entscheidung für ein reines Gaming-System fast immer zugunsten AMDs ausfallen dürfte. Zumindest, wenn es das Budget zulässt.

Arrow Lake bietet zwar eine hohe Rechenleistung pro Kern, die verbesserten Latenzzeiten im Cache- und Speicher-Subsystem reichen aber nicht aus, um eine nennenswerte Verbesserung gegenüber älteren Core-Ultra-Prozessoren zu erzielen. Zwar lässt sich die geringere Speicherlatenz in Tests wie Aida 64 messen, die Auswirkungen auf die Leistung in Spielen ist aber überschaubar.

Für ein reines Gaming-System kann Intel also trotz Verbesserungen keinen klaren Sieg für sich beanspruchen. Sobald wir aber den Kaufpreis und die Gesamtleistung berücksichtigen, liefert Intel mitunter das bessere Paket.

Das gilt allerdings nur, wenn der PC mehrere Jahre genutzt wird und ein CPU-Upgrade ohnehin nicht vorgesehen ist. Denn für Mainboards mit Sockel LGA-1851 wird es keine neueren Prozessoren geben, die Plattform ist damit effektiv eine technologische Sackgasse.


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