Abo
  • IT-Karriere:

Core i9-9900K: Intels Achtkerner ist verlötet

Bei dem im Herbst erscheinenden Octacore-Chip von Intel wird der Heatspreader wieder verlötet sein. Das verringert die Temperatur unter Last verglichen mit Wärmeleitpaste deutlich, weshalb der Core i9-9900K mit satten 5 GHz Turbo-Takt auf mehreren Kernen antritt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein geköpfter Core i7-8086K
Ein geköpfter Core i7-8086K (Bild: Roman 'der8auer' Hartung)

Wenige Wochen vor der Veröffentlichung des Core i9-9900K sickern immer mehr technische Details zum Achtkern-Chip durch: Intel wird erstmals seit der Sandy-Bridge-Generation (2011) den Heatspreader seiner Mittelklasse-Prozessoren wieder verlöten. Seit den Ivy-Bridge-Ablegern (2012) wurde Wärmeleitpaste verwendet, was zu 15 bis 20 Kelvin höheren Temperaturen und daher eingeschränkten Frequenzen führt, besonders wenn die CPUs durchweg im Turbo-Modus betrieben werden.

Stellenmarkt
  1. ec4u expert consulting ag, Böblingen bei Stuttgart, Düsseldorf, Karlsruhe, München
  2. RUAG Defence Deutschland GmbH, Wedel bei Hamburg

Mehrere Intel-nahe Quellen haben uns unabhängig voneinander bestätigt, dass Intel die Metalldeckel per Lot mit dem Prozessor verbindet. Das ist allerdings offenbar nur bei den beiden Octacores der Fall, also dem Core i9-9900K und dem Core i7-9700K. Für die kleineren Modelle mit sechs Kernen wie dem Core i5-9600K scheint der Hersteller weiterhin die klassische Wärmeleitpaste zu verwenden. Die als Coffee Lake Refresh bezeichneten Chips folgen auf die Coffee Lake wie den Core i7-8700K (Test) und passen in Mainboards mit Sockel LGA 1151 v2.

Von 2011 bis 2016 hatte Intel in der Mittelklasse nur Prozessoren mit bis zu vier Kernen veröffentlicht, die in immer kleineren Fertigungsverfahren bei immer höheren Basis-Taktraten hergestellt wurden: Der Core i7-2600K mit 32-nm-Node etwa erreicht 3,4 GHz wohingegen der Core i7-4770K mit 22-nm-Technik auf 4 GHz und der Core i7-7700K mit 14-nm-Prozess auf 4,2 GHz kommen. Das bedeutete mehr Hitze auf ähnlicher oder gar weniger Fläche und ergo höhere Temperaturen, was wiederum die Taktraten begrenzt. Intel argumentierte in den vergangenen Jahren, dass sich die kleinen Dies weniger gut zum Verlöten eignen würden. Zudem sind diverse Schritte wie zusätzliche Metallschichten auf der CPU notwendig, einfach nur Indium auftragen funktioniert nicht.

Laut einem üblicherweise gut informierten Nutzer im Coolaler-Forum läuft der Core i9-9900K mit 4,7 GHz auf allen Kernen und mit 5 GHz auf zwei Cores. Der Core i7-9700K hat ebenfalls acht Kerne, muss aber auf Hyperthreading verzichten - das ist untypisch für einen i7 - und läuft angeblich mit 3,6 GHz bis 4,9 GHz. Darunter folgt noch der Core i5-9600K mit sechs Kernen ohne HT und einem Intel-Dokument zufolge 3,7 GHz bis 4,5 GHz. Der Erscheinungstermin dürfte der September oder der Oktober 2018 sein, da Ende August erst einmal die neuen Ultrabook-Chips, Whiskey Lake (4C @ 15 Watt) und Amber Lake (2C @ 5 Watt), veröffentlicht werden.

Später im Jahr sollen dann noch die Cascade Lake X für den Sockel LGA 2066 in den Handel kommen, sie folgen auf die Skylake X wie den Core i9-7980XE (Test) mit 18 Kernen und bis zu 4,4 GHz. Die neuen Chips sollen bis zu 22 Cores aufweisen und dürften etwas höher takten - denn anders als bei den Skylake X könnte Intel bei den Cascade Lake X wieder den Heatspreader verlöten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 189€
  2. 319€/429€
  3. 469€ (Bestpreis!)
  4. (aktuell u. a. SteelSeries Arctis Pro Wireless Bundle inkl. Etui für 249€ + Versand statt 282...

ms (Golem.de) 28. Jul 2018

Ja.

Cyber1999 27. Jul 2018

Echt??? Youtube Video or it didn't happen.... Natürlich KANN man Plastik mit Hitze zum...

ichbinsmalwieder 27. Jul 2018

Blödsinn.

Sharra 26. Jul 2018

Das würde schon daran scheitern, dass Intel die Fertigung, in der die VEGA-Chips...

Sharra 26. Jul 2018

Naja, das gleiche dachte man vor Jahren bei 28nm, dass man dann nicht mehr weiter runter...


Folgen Sie uns
       


Smarte Wecker im Test

Wir haben die beiden smarten Wecker Echo Show 5 von Amazon und Smart Clock von Lenovo getestet. Das Amazon-Gerät läuft mit dem digitalen Assistanten Alexa, auf dem Lenovo-Gerät läuft der Google Assistant. Beide Geräte sind weit davon entfernt, smarte Wecker zu sein.

Smarte Wecker im Test Video aufrufen
Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

Manipulierte Zustimmung: Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal
Manipulierte Zustimmung
Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal

Nur die wenigsten Cookie-Banner entsprechen den Vorschriften der DSGVO, wie eine Studie feststellt. Die Datenschutzbehörden halten sich mit Sanktionen aber noch zurück.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Chrome & Privacy Google möchte uns in Zukunft anders tracken
  2. Tracking Google und Facebook tracken auch auf vielen Pornoseiten
  3. Android Apps kommen auch ohne Berechtigung an Trackingdaten

Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet
Galaxy Fold im Hands on
Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet

Ifa 2019 Samsungs Überarbeitungen beim Galaxy Fold haben sich gelohnt: Das Gelenk wirkt stabil und dicht, die Schutzfolie ist gut in den Rahmen eingearbeitet. Im ersten Test von Golem.de haben wir trotz aller guten Eindrücke Bedenken hinsichtlich der Kratzempfindlichkeit des Displays.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orbi AX6000 Netgears Wi-Fi-6-Mesh-System ist teuer
  2. Motorola Tech 3 Bluetooth-Hörstöpsel sind auch mit Kabel nutzbar
  3. Wegen US-Sanktionen Huawei bringt Mate 30 ohne Play Store und Google Maps

    •  /