In Anwendungen sehr flott

Wir testen Alder Lake auf einem Asus ROG Maximus Z690 Hero für DDR5 (Firmware v0702) und auf einem Asus ROG Strix Z690-A Gaming WiFi D4 für DDR4 (Firmware v0702), für Rocket Lake kam ein Asus ROG Maximus XIII Hero (Z590, Firmware v1007) zum Einsatz. Für die Ryzen-CPUs wiederum haben wir ein Asus Crosshair VIII Hero WiFi (X570, Firmware v3801) verwendet.

Jegliche Apps sowie Windows 10 v21H2 und Windows 11 v21H2 (VBS an, HVCI aus) liegen auf einer Crucial P5 Plus, einer der schnellsten derzeit verfügbaren PCIe-Gen4-NVMe-SSDs. Als Grafikkarte nutzen wir eine Geforce RTX 3080 Ti (Test) samt rBAR von Nvidia, als Netzteil kommt ein Seasonic Prime TX mit 1.000 Watt zum Einsatz.

Getestete Anwendungen

  • 7-Zip (reales Packen)
  • Adobe Premiere Pro (PugetBench)
  • AV1 Encoding (Tears of Steel)
  • Blender (Cycles)
  • Cinebench R15/R20/R23
  • Digicortex Spike Bench
  • Faststone Image Viewer
  • UL Procyon Office (Microsoft 365)
  • Unreal Engine 4 (Light Baking)
  • y-Cruncher (AVX2/AVX-512)

Zunächst einmal das Offensichtliche: Mit Alder Lake vollführt Intel den größten Leistungssprung im Desktop-Segment seit dem Core 2 Duo, was neben der verdoppelten Kernzahl auf die IPC und den DDR5-Speicher zurückzuführen ist. Der Core i9-12900K ist stellenweise doppelt so schnell wie der Core i9-11900K, durchschnittlich sind es enorme 38 Prozent Vorsprung. Selbst viele Singlethread-Workloads legen anständig zu, rund 15 Prozent Zuwachs ergeben die Messwerte.

  • Asus Z690, Asus Z590, Asus X570, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4-3200-CL14/DDR5-4800-CL36, Windows 10 v21H2, *Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)
  • Asus Z690, Asus Z590, Asus X570, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4-3200-CL14/DDR5-4800-CL36, Windows 10 v21H2, *Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)
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  • Asus Z690, Asus Z590, Asus X570, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4-3200-CL14/DDR5-4800-CL36, Windows 10 v21H2, *Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)
Asus Z690, Asus Z590, Asus X570, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4-3200-CL14/DDR5-4800-CL36, Windows 10 v21H2, *Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)

Verglichen mit AMDs Ryzen 9 5950X rechnet Core i9-12900K in unserem App-Parcours etwa 10 Prozent flotter, zumindest bei 241 Watt, mit DDR5-Speicher und wenn Alder Lake unter Windows 11 läuft. Nutzen wir hingegen nur 125 Watt oder DDR4-Speicher, verringert sich der Vorsprung jeweils um 5 Prozentpunkte - und wenn dann noch Windows 10 verwendet wird, fällt der Core i9-12900K aufgrund einiger Scheduler-Probleme hinter die Vermeer-CPU zurück.

Schneller Speicher und Thread Director helfen

Ob DDR5-4800-CL36 oder DDR4-3200-CL14 eingesetzt wird, macht bei der Mehrheit der Software keinen Unterschied, da diese selten RAM-limitiert ist. Die einzigen Unterschiede zugunsten des neuen Speicherstandards messen wir beim Packprogramm 7-Zip (+24%), beim H.264-Encoding mit Adobe Premiere (+35%), beim Simulieren von Neuronen mit Digicortex (+51%) und beim Berechnen der Zahl Pi mit dem y-Cruncher (+31%).

Hier zeigt sich der einzige Ausfall des Thread Director von Alder Lake unter Windows 11, denn wenn wir das In-Memory-Computing mit einem Thread starten, landet dieser auf einem E-Core. Schalten wir jegliche Efficiency-Kerne ab und nutzen nur die P-Cores, läuft der y-Cruncher dank deren AVX-512 sehr viel schneller (auch wenn Intel offiziell behauptet, dass AVX-512 nicht verfügbar wäre). Auf diese Weise können wir auch prüfen, wie viel Leistung durch die E-Cores hinzukommt.

Klein, aber oho

Sofern eine Anwendung nicht RAM-limitiert ist, bringen die acht vermeintlichen Little-Kerne eine ganze Menge. Egal ob Adobe Premiere, Blender, Cinebench, Unreal Engine 4 oder y-Cruncher: Der Zuwachs beträgt beachtliche 40 Prozent. Anteilig parallelisierte Apps wie 7-Zip (+12%) oder AV1-Encoding (+18%) profitieren ebenfalls deutlich, gleiches gilt für einige Kalkulationen in Excel, da diese alle 24 Threads des Core i9-12900K nutzen.

Mit Windows 10 funktioniert Alder Lake derzeit weitestgehend rund, einzig die Unreal Engine 4 und der y-Cruncher werden fälschlicherweise auf den E-Cores ausgeführt. Hinzu kommt, dass der UL Procyon Office Productivity mit Microsoft 365 abstürzt, sich die Büro-Software abseits des Benchmarks aber problemlos einsetzen lässt. Intel ist über diese Erkenntnisse informiert, intern wird bereits an der Fehlerbehebung gearbeitet.

Weiter geht es mit der Spiele-Performance und so viel sei gesagt, hier ist Alder Lake ein Brett.

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ms (Golem.de) 17. Nov 2021

Ist typisch für Apple die Kühlung auf 100C einzustellen, damit eben vorher viel...

superdachs 08. Nov 2021

Und das ist ein Trugschluss. Parallelisierung geht IMMER auch mit einem enormen Overhead...

thrust26 07. Nov 2021

OK, U-Bahn ginge mobil evtl. (ist aber oft zu voll) Was ist mit der Bahn? Da kann ich...

ms (Golem.de) 06. Nov 2021

Bisher hat Intel keine solchen Pläne.



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