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Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis

Nur wenige Stunden vor AMDs Threadripper v3 veröffentlicht Intel den i9-10980XE: Der hat 18 Kerne und beschleunigt INT8-Code für maschinelles Lernen. Vor allem aber kostet er die Hälfte seines Vorgängers, weil der günstigere Ryzen 3950X trotz weniger Cores praktisch genauso schnell ist.

Ein Test von veröffentlicht am
Core i9-10980XE im Test
Core i9-10980XE im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Man könnte fast meinen, Intel habe kurzfristig Angst bekommen: Um dem direkten Vergleich mit AMDs 24- und 32-kernigen Threadripper v3 zu entgehen, zog der Hersteller die Sperrfrist für den Core i9-10980XE um ein paar Stunden nach vorne. Denn der 18-kernige Prozessor ist von der Performance her keine Konkurrenz für beide Threadripper, weshalb Intel schon vor Wochen damit warb, der Chip überzeuge durch sein Preisleistungsverhältnis.

Inhalt:
  1. Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis
  2. Intel wird von AMD eingeholt
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Das mag bei knapp 1.000 US-Dollar für die CPU kurios anmuten, bei AMD gehen die Threadripper allerdings erst bei 1.400 US-Dollar (1.500 Euro) los. Der Core i9-10980XE schiebt sich damit preislich zwischen den 24-kernigen Threadripper 3960X und den ab heute verfügbaren Ryzen 9 3950X (Test) mit 16 Cores, der für 750 US-Dollar (820 Euro) angeboten wird. Und soviel sei gesagt: Intels neues Topmodell landet dort, wo wir es aufgrund des Preises vermutet hatten.

Beim Core i9-10980XE handelt es sich um einen sogenannten Cascade Lake X, denn der Chip ist eine Abwandlung der Cascade Lake SP, die Intel als 2nd Gen Xeon Scalable Processors vermarktet. Die basieren auf einem von drei Dies - dem Low Core Count (LCC) mit 10 Kernen, dem HCC (High Core Count) mit 18 auf und dem Extreme Core Count (XCC) mit 28. Der Core i9-10980XE nutzt das HCC-Die, denn er hat wie schon der 9980XE und der 7980XE volle 18 Kerne. Anders als die Server-Versionen gibt es bei den HEDT-Ablegern (Highend Desktop) jedoch nur vier statt sechs DDR4-Speicherkanäle.

  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
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  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • RTX 2080 Super, 32 GB DDR4, Seasonic TX-1000, Win10 v1909, GF 441.20 (Bild: Golem.de)
  • Qualification Sample des Core i9-10980XE (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Qualification Sample des Core i9-10980XE (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Technisch hat sich vom 7980XE (Test) über den 9980XE hin zum 10980XE wenig getan: Alle drei basieren auf erweiterten Skylake-CPU-Kernen, die über eine Mesh-Struktur miteinander verknüpft sind. Somit kann jeder Core mit jedem Core vergleichsweise latenzarm kommunizieren, was beim vorherigen doppelten Ringbus-System bis Broadwell EP durch die vielen Kerne problematisch geworden war. Die Server-Skylake-Cores haben zudem mit 1 MByte statt 256 KByte einen sehr großen L2-Cache, die dritte Stufe arbeitet jedoch nicht mehr inklusiv und wurde auf bis zu 1,375 MByte statt bis zu 2,5 MByte pro Kern reduziert. Hinzu kommt eine FMA-Einheit für AVX-512-Vector-Berechungen, die bei Cascade Lake für beschleunigten INT8-Code erweitert wurde, dazu gleich mehr.

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Intel behält den Sockel LGA 2066 bei, der 10980XE läuft nach einem Firmware-Update also in bisherigen X299-Platinen. Wer ein Hardware-seitig erneuertes Board kauft, kann bei Cascade Lake X nun 48 statt 44 PCIe-Gen3-Lanes verwenden. Die thermische Verlustleistung (TDP) der CPUs beläuft sich weiterhin auf 165 Watt, daher müssen Anwender beim Aufrüsten auch den Kühler nicht wechseln. Durch Binning (Vorabselektion) und ein gereiftes 14++ nm Verfahren konnte Intel den Basistakt und Boost steigern, um so die Performance zu erhöhen. Der Turbo v3 unter Windows 10 schafft 4,7 GHz auf vier Kernen und 4,8 GHz auf zwei Cores, was mäßig parallelisierte Anwendungen schneller macht. Hinzu kommt ein Speichertakt von DDR4-2933 statt DDR4-2667.

KerneL3-CacheBasistaktBoostSpeicherTDPLaunch-Preis
Core i9-10980XE18 + SMT24,75 MByte3,0 GHz4,8 GHzDDR4-2933165W979 USD
Core i9-10940X14 + SMT19,25 MByte3,3 GHz4,8 GHzDDR4-2933165W784 USD
Core i9-10920X12 + SMT19,25 MByte3,5 GHz4,8 GHzDDR4-2933165W689 USD
Core i9-10900X10 + SMT19,25 MByte3,7 GHz4,7 GHzDDR4-2933165W590 USD
Spezifikationen von Cascade Lake X

Was Seitenkanalangriffe anbelangt, sagte Intel ursprünglich, dass alle Cascade Lake über Hardware-Mitigationen gegen V2 (Branch Target Injection), V3 (Rogue Data Cache Load), V3a (Rogue System Register Read), V4 (Speculative Store Bypass), L1TF (L1 Terminal Fault) und Microarchitectural Data Sampling (u.a. Zombieload) verfügen. Seit November 2019 ist aber bekannt, dass die Chips per TSX Asynchronous Abort (Zombieload v2) dennoch angreifbar sind. Bis zum Testzeitpunkt des 10980XE war kein passender Microcode-Schutz verfügbar, das zeigt auch das aktualisierte MDS Tool auf.

Bisherige Mitigationen in Hardware und Firmware sorgen für leichte Performance-Rückgänge bei diversen Anwendungen, manche Software wie der y-Cruncher warnt sogar explizit bei Meltdown-Patches. Wie schnell der Core i9-10980XE trotzdem noch ist, zeigen wir auf der nächsten Seite.

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Intel wird von AMD eingeholt 
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Harry_Hurtig 08. Dez 2019 / Themenstart

"Vor ein paar Jahren undenkbar, heute Realität: Intels neues 18-kerniges Topmodell für...

Fakula 02. Dez 2019 / Themenstart

Ich würd dennoch zu AMD greifen. Einfach weil hier, sollte ne neue CPU fällig werden, der...

Achranon 02. Dez 2019 / Themenstart

Nun Spielebenchmarks lässt man meist in 1080p laufen weil nur hier die CPU gestresst...

lenox 27. Nov 2019 / Themenstart

was für eine "schlechte Preispolitik" ? die waren Marktführer und so haben sie auch die...

Bosancero 27. Nov 2019 / Themenstart

Fast jedes Jahr die gleiche CPU, paar MHz mehr und Preis immer weiter nach oben...

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