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Verfügbarkeit und Fazit

Intel verkauft den Core i9-10980XE zum Listenpreis von 979 US-Dollar vor Steuern. Hierzulande resultiert das in deutlich über 1.000 Euro, bisher führt den Chip aber kein Händler. Zum Vergleich: Der Ryzen 9 3950X kostet offiziell 750 US-Dollar (820 Euro), die Sockel-AM4-Plattform ist zudem wegen des Dualchannel- statt Quadchannel-Interfaces und weniger PCIe-Lanes günstiger.

Fazit

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Vor ein paar Jahren undenkbar, heute Realität: Intels neues 18-kerniges Topmodell für Highend-Desktop, der Core i9-10980XE, wird von AMDs schnellstem und günstigeren Mittelklasse-Prozessor eingeholt. Der 16-kernige Ryzen 9 3950X (Test) liegt im Durchschnitt fast gleichauf mit dem 10980XE, ohne eher auf Intel-Chips optimierte Software reicht es sogar für einen kleinen Vorsprung.

Auch verglichen zu seinen Vorgängern, dem 7980XE und dem 9980X, überzeugt der Core i9-10980XE nicht wirklich: Die Architektur ist identisch, wenngleich die Taktfrequenzen von CPU und RAM steigen - was nicht immer hilft, denn alle drei Chips sind auf 165 Watt limitiert. Die einzige echte Neuerung ist VNNI alias Deep Learning Boost, um INT8-Berechnungen zu beschleunigen. Im HEDT-Segment (Highend Desktop) profitiert davon aber bisher nahezu keine Anwendung, auch das Quadchannel-Interface bringt abseits von Adobe-Software selten deutliche Performance-Zuwächse.

Die Sockel-LGA-2066-Plattform des Core i9-10980XE ist zudem veraltet, sie unterstützt nativ kein USB 3.2 Gen2 und weist nur PCIe-Gen3-Lanes auf. Davon gibt es allerdings gleich 44 seitens der CPU statt 24 PCIe-Gen4-Lanes wie beim Ryzen 3950X, weshalb Sockel LGA 2066 sich besser dafür eignet, viele Grafikkarten und NVMe-SSDs anzubinden. Zumindest hier sehen wir eine Nische für den Core i9-10980XE, denn die Threadripper v3 wie der 3960X kosten gleich 1.500 Euro und halbwegs günstige Platinen fehlen.

Bei wenigstens 250 Euro für das Mainboard und über 200 Euro für 64 GByte DDR4-Arbeitsspeicher plus restliche Komponenten macht es schließlich kaum einen großartigen Unterschied, ob der Prozessor nun theoretisch 820 Euro (Ryzen) oder 1.000 Euro (Core i9) kostet. Dadurch wird der Core i9-10980XE nicht zu einem besseren Produkt, preislich jedoch zumindest eine Überlegung wert, wenn Lanes ein wichtiges Kriterium sein sollten.

Was Intel dabei in die Hände spielen könnte, ist die schlechte Verfügbarkeit des Ryzen 3950X und der beiden Threadripper v3, das hören wir zumindest aus Distributor-Kreisen. Sofern die AMD-Prozessoren jedoch einigermaßen lieferbar sein sollten, sehen wir keinen Grund, den ebenfalls wohl kaum erhältlichen Core i9-10980XE zu empfehlen, denn er hat für den höheren CPU-Preis abseits der höheren Lane-Anzahl keine signifikanten Vorteile verglichen zum Ryzen 3950X.

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 Intel wird von AMD eingeholt
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Harry_Hurtig 08. Dez 2019

"Vor ein paar Jahren undenkbar, heute Realität: Intels neues 18-kerniges Topmodell für...

Fakula 02. Dez 2019

Ich würd dennoch zu AMD greifen. Einfach weil hier, sollte ne neue CPU fällig werden, der...

Achranon 02. Dez 2019

Nun Spielebenchmarks lässt man meist in 1080p laufen weil nur hier die CPU gestresst...

lenox 27. Nov 2019

was für eine "schlechte Preispolitik" ? die waren Marktführer und so haben sie auch die...

Bosancero 27. Nov 2019

Fast jedes Jahr die gleiche CPU, paar MHz mehr und Preis immer weiter nach oben...


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