Abo
  • Services:

Core i7-6820HK: Das bringt CPU-Overclocking im Notebook

Mehr Leistung für unterwegs ist seit Intels Skylake-Chips vom Hersteller vorgesehen: Wir haben mit dem Schenker-Notebook H506 ausprobiert, wie sich das Overclocking eines Core i7-6820HK auswirkt.

Ein Test von veröffentlicht am
Kühlung des Schenker H506 mit Core i7-6820HK
Kühlung des Schenker H506 mit Core i7-6820HK (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wer ein flottes Gaming-Notebook besitzt, hatte in der Vergangenheit wenig Optionen, um noch mehr Leistung per Übertaktung herauszuholen: Für Grafikeinheiten gibt es zwar allerhand Tools, dem Overclocking des Prozessors wurden aber enge Grenzen gesetzt. Viele Notebook-UEFIs sind sehr restriktiv und Intel gestattet keine Veränderungen der Baseclocks, weshalb einzig die sündhaft teuren XM-Versionen infrage kamen. Seit der Skylake-Generation hat sich das geändert, denn mit dem Core i7-6820HK existiert ein bezahlbarer Übertakter-Chip mit offenen Multiplikatoren für Notebooks.

Inhalt:
  1. Core i7-6820HK: Das bringt CPU-Overclocking im Notebook
  2. Viel hilft nicht immer viel
  3. Knapp ein Fünftel Zuwachs

Um herauszufinden, ob Overclocking in einem High-End-Notebook sinnvoll ist, welche Probleme auftreten können und was am Ende an Mehrleistung heraus kommt, haben wir uns ein Schenker H506 konfigurieren lassen: Das Testmuster des 15,6-Zoll-Geräts ist mit einem Core i7-6820HK ausgestattet, hinzu kommen 16 GByte DDR4-2133 im Dual-Channel-Betrieb und eine Geforce GTX 980M. Weitere Komponenten sind ein 1080p-Bildschirm mit IPS-Technik, eine PCIe-SSD (Samsung 950 Pro), eine WD-Blue-Festplatte mit 1 TByte und ac-WLAN per 8260-NIC. Diese Konfiguration kostet knapp 2.500 Euro.

  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das 120-Watt-Netzteil wird hinten angeschlossen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kühlung des Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um die Geforce GTX 980M kümmern sich drei Heatpipes und zwei Lüfter (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Core i7-6820HK wird von zwei Wärmerohren und einem Lüfter gekühlt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bios-Batterie befindet sich unter der Tastatur (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 4 GHz bei 1,225 Volt und 60 Watt Power-Target (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der L3-Cache läuft mit Kerntakt (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der RAM verkraftet DDR4-2666 bei 1T (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Im Control Center justieren wir die Lüfterdrehzahl (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Beim Core i7-6820HK handelt es sich um ein 4+2-Design auf Skylake-Basis: Der Chip nutzt vier CPU-Kerne mit Hyperthreading und eine integrierte GT2-Grafikeinheit, die Intel HD Graphics 530 nennt. Der Prozessor taktet mit 2,7 (Basis) über 3,2 (all core Boost) bis hin zu 3,6 GHz (single core Boost). Wie hoch die angelegte Frequenz ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Das Power-Limit des Chip-Package liegt bei 45 Watt und die maximale Temperatur bei 100 Grad Celsius. Innerhalb dieser Parameter taktet der Core i7-6820HK je nach Last zwischen 2,7 und 3,6 GHz. Prime95 mit AVX erzwingt die Basisfrequenz, in Spielen pendelt der Chip meist zwischen 3,2 und 3,4 GHz.

Gut gefällt uns die zweigeteilte Kühlung des Schenker H506, da der Prozessor von der dedizierten Grafikeinheit weitgehend entkoppelt ist. Die Abwärme des Core i7-6820HK wird von zwei Heatpipes zu einem Lamellen-Block mit einem Lüfter geleitet, die Geforce GTX 980M verfügt über eigene Triple-Heatpipe-Konstruktion und zwei Propeller. Ob sich bei längerer Last die steigende Innentemperatur des Notebooks durch Overclocking der CPU negativ auf den Boost-Takt der Grafikeinheit auswirkt, schauen wir uns später noch an.

  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das 120-Watt-Netzteil wird hinten angeschlossen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kühlung des Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um die Geforce GTX 980M kümmern sich drei Heatpipes und zwei Lüfter (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Core i7-6820HK wird von zwei Wärmerohren und einem Lüfter gekühlt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bios-Batterie befindet sich unter der Tastatur (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 4 GHz bei 1,225 Volt und 60 Watt Power-Target (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der L3-Cache läuft mit Kerntakt (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der RAM verkraftet DDR4-2666 bei 1T (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Im Control Center justieren wir die Lüfterdrehzahl (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Die Kühlung des Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Nürnberg
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Basis des H506 ist ein Barebone des taiwanischen Herstellers Clevo, der für das Schenker-Notebook das sonst recht eingeschränkte UEFI ein wenig geöffnet hat: Wir können dort eine statische CPU-Spannung einstellen, den Multiplikator für die Kerne, den Uncore-Bereich und den Arbeitsspeicher erhöhen, die RAM-Timings verschärfen und sogar das Power-Target steigern. Seitens Clevo ist auf dem H506 zudem das Control Center vorinstalliert, mit dem die Lüfterdrehzahl kontrolliert werden kann. Wer nicht ständig das System neustarten möchte, kann Intels XTU (Extreme Tuning Utility) nutzen.

Genug der Theorie - rein in die Praxis: Was gilt es zu beachten, wenn der Core i7-6820HK übertaktet wird? Sagen wir es mal so: Es gleicht einem Eiertanz, ihn zu meistern, lohnt sich aber für Anwendungen und einige Spiele.

Viel hilft nicht immer viel 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€
  2. 1,29€
  3. 8,49€

Crass Spektakel 18. Aug 2016

Der i7-2720qm taktet niedrig und vor allen Dingen taktet sehr oft runter. Die meiste...

bla 30. Jul 2016

mit dieser CPU und ohne diskretem Grafikchip geben und die CPU müsste das...

Moe479 23. Jul 2016

sofern man es leicht reinigen kann ist das okay, pustest ja auch mehr staub damit in das...

Quantium40 22. Jul 2016

Passt doch - da hat er 1x16GB RAM und erhöht den Multiplikator auf 2 und hat damit...

Komischer_Phreak 22. Jul 2016

Sehe ich ähnlich. Ich kann mir zwar Szenarien ausmalen, wo so etwas hilfreich wäre. Aber...


Folgen Sie uns
       


Always Connected PCs angesehen (Windows 10 on ARM)

Mit einer neuen Plattform will Microsoft noch einmal ARM-basierte Geräte als Notebook-Alternative auf den Markt bringen. Dieses Mal können auch zahlreiche alte Programme ausgeführt werden.

Always Connected PCs angesehen (Windows 10 on ARM) Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

    •  /