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Knapp ein Fünftel Zuwachs

Der vorliegende Core i7-6820K wird mit einer Spannung von 1,09 Volt für den All-Core-Turbo von 3,2 GHz betrieben. Mit Blick auf die Notebook-Kühlung war uns damit klar, dass die 4.700 MHz des Core i7-6700K unerreichbar sind, da hierfür satte 1,36 Volt notwendig waren. Erste Versuche mit 1,3 Volt und 4,4 GHz bei einem Power-Limit von 75 statt 45 Watt ließen das Schenker-Notebook sofort einfrieren. Wir reduzierten daher die Spannung und die Taktrate solange, bis das Encoding eines 1080p-Videos (x264-Benchmark) stabil lief.

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Ein erster Zwischenschritt waren 4,1 GHz bei 1,25 Volt - allerdings überhitzte der Chip hier innerhalb weniger Minuten und unter Prime95 stürzte das System ohnehin ab. Als stabiles Endresultat erreichten wir schlussendlich glatte 4 GHz für die CPU-Kerne und den Uncore bei 1,225 Volt - real lagen allerdings 1,231 Volt an. Als einziges Problem blieben noch die zu hohen Temperaturen von immer wieder 100 Grad Celsius, weshalb wir das Power-Limit schrittweise auf 60 Watt reduziert haben. Dann läuft der Core i7-6820K fast durchgehend mit 4 GHz und erhitzt sich maximal bis in den niedrigen 90-Grad-Bereich.

  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das 120-Watt-Netzteil wird hinten angeschlossen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kühlung des Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um die Geforce GTX 980M kümmern sich drei Heatpipes und zwei Lüfter (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Core i7-6820HK wird von zwei Wärmerohren und einem Lüfter gekühlt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bios-Batterie befindet sich unter der Tastatur (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 4 GHz bei 1,225 Volt und 60 Watt Power-Target (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der L3-Cache läuft mit Kerntakt (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der RAM verkraftet DDR4-2666 bei 1T (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Im Control Center justieren wir die Lüfterdrehzahl (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Die Bios-Batterie befindet sich unter der Tastatur (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Vorsicht übrigens beim Speicher-Overclocking: Die Spannung ist nicht anpassbar, es bleibt also beim Ausloten des Taktes und der Latenzen. Die beiden Samsung-Module verkraften DDR4-2666 statt DDR4-2133, bei DDR4-2800 wollte das System nicht mehr booten. Wer auf der Rückseite des Schenker H506 aber zwei Schrauben löst, kann die Tastatur anheben und die Bios-Batterie für einige Minuten entfernen, dann startet das Notebook auch wieder.

Mit 4 GHz und DDR4-2666 erreicht der Core i7-6820HK ein Leistungsplus von bis zu 25 Prozent, und zwar beim realen Packen mit 7-Zip. Wir komprimieren 10 GByte gemischte Dateien per LZMA2-Algorithmus mit 12 Threads, wobei neben der gesteigerten CPU-Frequenz vor allem der höhere Speichertakt hilft. Statt in rund 17 Minuten läuft der Packvorgang in knapp 14 Minuten durch. Eine geringere Skalierung zeigt der Cinebench R15, der auf allen Kernen um +16 Prozent und beim Singlethread-Test noch um +12 Prozent zulegt.

Der x264-Benchmark profitiert im ersten Pass überraschend etwas mehr als im zweiten, wir messen +22 Prozent und +19 Prozent. Ein Blick in die Log-Dateien zeigt den Grund: Von Haus aus benötigt der Core i7-6820HK nur 40 Watt Package-Power, mit Overclocking rennt er ins Limit von 60 Watt und reduziert den Takt gelegentlich auf 3,85 GHz. Statt 74 Watt für das Notebook bei maximaler Helligkeit messen wir 109 Watt, was uns plausibel erscheint.

  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das 120-Watt-Netzteil wird hinten angeschlossen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kühlung des Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um die Geforce GTX 980M kümmern sich drei Heatpipes und zwei Lüfter (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Core i7-6820HK wird von zwei Wärmerohren und einem Lüfter gekühlt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bios-Batterie befindet sich unter der Tastatur (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 4 GHz bei 1,225 Volt und 60 Watt Power-Target (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der L3-Cache läuft mit Kerntakt (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der RAM verkraftet DDR4-2666 bei 1T (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Im Control Center justieren wir die Lüfterdrehzahl (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Das 120-Watt-Netzteil wird hinten angeschlossen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

In Spielen rentiert sich die Übertaktung: The Elder Scrolls Online ist in Städten CPU-limitiert, als mittelgroßes Beispiel haben wir Velynhafen hergenommen. In 1080p mit maximalen Details steigt die Bildrate von 34 auf 41 fps - durchaus ein spürbarer Unterschied. In Szenen, in denen die Geforce GTX 980M limitiert, reduziert das Overclocking die Leistung nicht, die Grafikeinheit erreichte auch nach 30 Minuten noch den gleichen Boost wie ohne Übertaktung.

Fazit

Wer einen Notebook-Chip außerhalb der Spezifikationen betreiben möchte, muss deutlich mehr Faktoren beachten als bei einem Desktop-System und wird im Regelfall einen viel geringeren Leistungszuwachs erreichen. Dennoch fällt das Plus je nach Anwendung oder Spiel so hoch aus, dass sich eine Übertaktung lohnen kann - und uns hat das Tüfteln Spaß gemacht.

 Viel hilft nicht immer viel
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Crass Spektakel 18. Aug 2016

Der i7-2720qm taktet niedrig und vor allen Dingen taktet sehr oft runter. Die meiste...

bla 30. Jul 2016

mit dieser CPU und ohne diskretem Grafikchip geben und die CPU müsste das...

Moe479 23. Jul 2016

sofern man es leicht reinigen kann ist das okay, pustest ja auch mehr staub damit in das...

Quantium40 22. Jul 2016

Passt doch - da hat er 1x16GB RAM und erhöht den Multiplikator auf 2 und hat damit...

Komischer_Phreak 22. Jul 2016

Sehe ich ähnlich. Ich kann mir zwar Szenarien ausmalen, wo so etwas hilfreich wäre. Aber...


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