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Viel hilft nicht immer viel

Während an einem Desktop-System die thermische Verlustleistung des Prozessors nach oben hin nicht begrenzt ist und weitgehend die auf Wunsch starke Kühlung entscheidet, wie viel Takt der Chip mitmacht, gelten bei einem Notebook andere Spielregeln: Das fängt schon damit an, dass die Heatpipe-Lüfter-Konstruktion des Schenker H506 zwar Reserven hat, aber nicht mal eben zusätzliche 50 Watt verkraftet wie ein Desktop-Tower-Kühler.

  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das 120-Watt-Netzteil wird hinten angeschlossen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kühlung des Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um die Geforce GTX 980M kümmern sich drei Heatpipes und zwei Lüfter (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Core i7-6820HK wird von zwei Wärmerohren und einem Lüfter gekühlt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bios-Batterie befindet sich unter der Tastatur (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 4 GHz bei 1,225 Volt und 60 Watt Power-Target (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der L3-Cache läuft mit Kerntakt (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der RAM verkraftet DDR4-2666 bei 1T (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Im Control Center justieren wir die Lüfterdrehzahl (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Der Core i7-6820HK wird von zwei Wärmerohren und einem Lüfter gekühlt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
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Im Detail kommt hinzu, dass der Core i7-6820HK anders als Modelle wie der Core i7-6700K nicht per Baseclock übertaktbar ist, sondern nur per Multiplikator. Der Baseclock (BCLK) kann nur zwischen exakt 100 MHz und 99,5 MHz justiert werden. Somit fällt die Feinabstimmung weg, da einzig eine Übertaktung in 100-MHz-Schritten möglich ist. Das mag zwar eher ein Punkt sein, den sich Extrem-Overclocker für Suicide-Runs oder Weltrekorde wünschen, dennoch sollte bei einem OC-Produkt der Baseclock anpassbar sein. Hier war Clevo unserer Ansicht nach doch ein bisschen zu konservativ.

Unproblematisch sind die Multiplikatoren für den Prozessor, den Cache und den RAM: Wir können einstellen, wie viel Takt bei Nutzung von einem, von zwei, von drei oder von allen vier Kernen anliegt, und den Uncore-Bereich wie den L3-Cache und den Ringbus mit der gleichen Frequenz laufen lassen. Der Speichermultiplikator besteht aus zwei Variablen: dem Clock- und dem eigentlichen Memory-Multiplier. Ersterer liegt bei 1,0x oder 1,33x und Letzterer von Haus aus bei 16, was DDR4-2133 ergibt. Wer möchte, kann die Schaltzeiten anziehen - wir haben für unseren Test allerdings nur die Command Rate von 2T auf 1T gestellt, was die Latenz bei Zugriffen verkürzt.

Die beiden wichtigsten Stellschrauben im UEFI oder Intels Extreme Tuning Utility sind die CPU-Spannung und die Package-Power. Wird die Vcore stark erhöht, wird der Prozessor viel heißer und benötigt weitaus mehr Energie, wobei sich diese zwei Faktoren teils gegenseitig bedingen. Dadurch rennt der Core i7-6820HK ins Power-Limit und drosselt seine Taktrate, was ihn langsamer machen kann als ohne Übertaktung. Der Trick ist also, die CPU-Spannung und die Package-Power in Kombination mit der Kühlung auszubalancieren, so dass die Kerne mit voller Geschwindigkeit laufen können.

  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das 120-Watt-Netzteil wird hinten angeschlossen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kühlung des Schenker H506 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um die Geforce GTX 980M kümmern sich drei Heatpipes und zwei Lüfter (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Core i7-6820HK wird von zwei Wärmerohren und einem Lüfter gekühlt (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bios-Batterie befindet sich unter der Tastatur (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 4 GHz bei 1,225 Volt und 60 Watt Power-Target (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der L3-Cache läuft mit Kerntakt (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der RAM verkraftet DDR4-2666 bei 1T (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Im Control Center justieren wir die Lüfterdrehzahl (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
4 GHz bei 1,225 Volt und 60 Watt Power-Target (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)

Wie üblich bei Overclocking gilt: Auch wenn sich der Core i7-6820HK an Übertakter richtet, verfällt theoretisch die Garantie - wenngleich das kein Hersteller tatsächlich nachprüfen kann, sofern nicht gerade das Notebook mit modifiziertem UEFI zurückgeschickt wird. Verlötete statt gesockelte Chips reagieren allerdings tendenziell empfindlicher auf hohe Stromstärken und Temperaturen, weshalb mit Rücksicht auf den Dauerbetrieb das Power-Limit nicht übertrieben weit nach oben gesetzt werden sollte.

Als sinnvoller Wert hat sich bei unserem Schenker H506 eine maximale Package-Power von 60 Watt herausgestellt, denn so erreichen wir die höchsten Leistungsgewinne in den getesteten Anwendungen und Spielen.

 Core i7-6820HK: Das bringt CPU-Overclocking im NotebookKnapp ein Fünftel Zuwachs 
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Crass Spektakel 18. Aug 2016

Der i7-2720qm taktet niedrig und vor allen Dingen taktet sehr oft runter. Die meiste...

bla 30. Jul 2016

mit dieser CPU und ohne diskretem Grafikchip geben und die CPU müsste das...

Moe479 23. Jul 2016

sofern man es leicht reinigen kann ist das okay, pustest ja auch mehr staub damit in das...

Quantium40 22. Jul 2016

Passt doch - da hat er 1x16GB RAM und erhöht den Multiplikator auf 2 und hat damit...

Komischer_Phreak 22. Jul 2016

Sehe ich ähnlich. Ich kann mir zwar Szenarien ausmalen, wo so etwas hilfreich wäre. Aber...


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