Verdoppelte Leistungsaufnahme

Um mit Cinebench R15 ein Drittel mehr Rechenleistung zu erhalten, ist doppelt so viel elektrische Energie nötig - das ist die schlechte Nachricht. Statt 176 Watt beim Rendern nahm unser System 355 Watt auf. Die gute Nachricht ist aber: Dieser Unterschied ist nur unter Last so extrem. Selbst wenn man die C-States des Prozessors so weit abschaltet, wie die Firmware des Mainbaords das zulässt, bleibt die Absenkung des Takts, wenn wenig zu tun ist, aktiv.

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Beim Core i7 5960X ist dafür ein Multiplikator von 12 vorgesehen, was 1.200 MHz entspricht. Diesen Wert erreichte der Rechner auch zuverlässig, wenn er nicht belastet wurde. Durch die Abschaltung einiger Energiesparfunktionen der CPU ist das System dann aber nicht so sparsam wie ohne die Übertaktungsmaßnahmen. Wenn wir alle Werte dem UEFI überließen, also die werksseitigen Einstellungen des Prozessors nutzten, brauchte der Rechner auf dem Windows-Desktop nur 72 Watt. Schon für 4,0 GHz Maximaltakt waren es 95 Watt, bei 4,5 GHz dann 102 Watt.

  • 30 Prozent mehr Rechenleistung sind machbar. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
  • Ohne C1E auch ohne Last mehr Energie. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
  • Die Leistungsaufnahme verdoppelt sich. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
  • Die Nepton 280L kühlt auch bei über 4 GHz einen 5960X. (Bild: Cooler Master)
  • 4,5 GHz sind recht einfach machbar. (Screenshot: Golem.de)
  • 1,35 Volt reichen, zuvor waren instabile 1,36 Volt eingestellt. (Screenshot: Golem.de)
  • 8 Module mit je 8 GByte ergeben 64 GByte. (Foto: Nico Ernst)
Die Leistungsaufnahme verdoppelt sich. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)

Bei manchen Mainboards lässt sich das durch eigene Energieverwaltung von Teilen des Systems wohl noch drücken, deutlich unter diesen Wert dürfte man bei übertakteten Haswell-E aber nur selten kommen. Die Grafikkarte hat in unseren Tests nur einen sehr geringen Einfluss, denn wir haben eine Radeon HD 6450 verwendet, die laut AMD ohne 3D-Last nur 7 Watt benötigt.

Je ein Watt Anteil an der Leistungsaufnahme hat jedes Speichermodul, wie wir durch Entfernen der DIMMs Stück für Stück ausprobiert haben. Mit den getesteten 4,5 GHz klappte das auch mit acht Hyper-X Predator von Kingston (DDR4-2400) bei standardmäßigen 1,2 Volt. Jedes der Module besitzt 8 GByte, wir konnten sie ohne Eingriffe an den Speichertimings zu acht betreiben, so dass auch 64 GByte mit Übertaktung als stabil gelten dürfen.

  • 30 Prozent mehr Rechenleistung sind machbar. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
  • Ohne C1E auch ohne Last mehr Energie. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
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  • 1,35 Volt reichen, zuvor waren instabile 1,36 Volt eingestellt. (Screenshot: Golem.de)
  • 8 Module mit je 8 GByte ergeben 64 GByte. (Foto: Nico Ernst)
8 Module mit je 8 GByte ergeben 64 GByte. (Foto: Nico Ernst)
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Insgesamt stellt der 5960X damit nun eine gute Basis für eine kleine Workstation dar - dass Intel den Desktop-PCs immer noch ECC-Speicher vorenthält, ist ärgerlich, aber für die meisten Anwendungen nicht tragisch. Das Übertakten ist leichter als bei früheren CPUs, woran aber auch die inzwischen ausgefeilten Automatiken der Mainboard-Firmware Anteil haben.

Wie bei allem Multi-Core-CPUs hat der Nutzer von der großen Zahl der Kerne und dem hohen Takt nur etwas, wenn seine Anwendungen gut in Threads aufgeteilt sind. Die Single-Thread-Leistung steigt zwar auch mit dem Takt, doch dafür lohnt sich der erhöhte Energiebedarf kaum. Und Spiele brauchen nur in extremen Ausnahmen die 16 Threads eines 5960X. Anders als beworben ist dieser Prozessor eher ein Gerät zum Arbeiten.

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 Eine Frage der Spannung
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Anonymer Nutzer 12. Nov 2014

Also mein i5 760 läuft mit 3.66GHz statt mit 2.8 seit 4 Jahren ohne spezielle Kühlung...

Ach 06. Nov 2014

Wer hätte das gedacht, dass der OC Sport mal nicht mehr durch die mögliche Taktrate...

Ach 05. Nov 2014

Für Gamer den 4790, für 3D Artisten den 5820.

HubertHans 04. Nov 2014

ECC gibt's nur beim Xeon. Punkt! Die CPU hats uebrigends auch drin. ist halt nicht...



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