• IT-Karriere:
  • Services:

Nur drei Einstellungen für 4,5 GHz

Wie bereits in einem früheren Artikel beschrieben, sind die Turbo-Boost-Frequenzen von Intel-CPUs nicht auf den ersten Blick verständlich. So ist der 5960X laut Datenblatt auf einen Basistakt von 3,0 GHz ausgelegt, bei Belastung von nur einem Kern sind per Turbo 3,5 GHz erreichbar. Für unsere angepeilten 4,5 GHz unter voller Last wären also 50 Prozent mehr Takt nötig, was ohne extreme Maßnahmen wie Stickstoffkühlung und Umbauten am Mainboard, sogenannte Voltage-Mods, schwer erreichbar scheint.

Stellenmarkt
  1. Allianz Versicherungs-AG, München Unterföhring
  2. Hays AG, Bayern

Intels Werte sind aber sehr konservativ gewählt, in der Praxis erreicht der 5960X auch ohne Overclocking 3,3 GHz dauerhaft auf allen Kernen, und das mit Luftkühlung. Zudem haben die Prozessoren recht hohe Reserven, laut Daten von Mainboardherstellern sind 4,4 bis 4,5 GHz meist zu erreichen. Diese Unternehmen testen für Übertaktungswettbewerbe oft Dutzende Prozessoren, so dass diese Angaben als brauchbarer Mittelwert zu betrachten sind.

Unsere Ergebnisse beziehen sich dagegen nur auf ein einziges Exemplar des 5960X, was auch für die meisten Anwender zutreffen dürfte. Es ist zwar möglich, sich bei Hardwareversendern mehrere CPUs zu bestellen und dann die beste zu behalten und bei den anderen vom Kauf zurückzutreten. Das ist aber nicht nur unfein, sondern auch ein bei den Händlern bekannter Trick. Leser berichten uns, dass auf solche Bestellungen von Privatpersonen schon einmal rückgefragt werde, warum man denn gleich mehrere der teuren Prozessoren brauche.

  • 30 Prozent mehr Rechenleistung sind machbar. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
  • Ohne C1E auch ohne Last mehr Energie. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
  • Die Leistungsaufnahme verdoppelt sich. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)
  • Die Nepton 280L kühlt auch bei über 4 GHz einen 5960X. (Bild: Cooler Master)
  • 4,5 GHz sind recht einfach machbar. (Screenshot: Golem.de)
  • 1,35 Volt reichen, zuvor waren instabile 1,36 Volt eingestellt. (Screenshot: Golem.de)
  • 8 Module mit je 8 GByte ergeben 64 GByte. (Foto: Nico Ernst)
Ohne C1E auch ohne Last mehr Energie. (64 GByte RAM, Radeon 6450, 1000-Watt-Netzteil)

Das Overclocking-Potenzial der einzelnen CPUs ist allein schon deswegen verschieden, weil die Prozessoren bei ihrer Herstellung Kennlinien und Daten für die Spannungen fest eingebrannt bekommen, daran orientieren sich die automatischen Einstellungen eines Mainboards. Diese Werte lassen sich aber bei X99-Boards übergehen, was auch wiederum per Automatik oder manuell erfolgen kann.

Beim Rampage V Extreme sorgt schon der "Ai Overclock Tuner" im UEFI für 4.0 GHz. Diese Option muss nur angewählt werden, danach startet das System neu und stellt die entsprechenden Werte ein. Von diesen ausgehend sind manuell weitere Einstellungen möglich, was aber meist gar nicht kompliziert sein muss.

Drei Werte sind für eine Übertaktung des 5960X entscheidend: der Frequenzmultiplikator, der auch für den Turbo-Takt zuständig ist, die Kernspannung und die Energiesparfunktionen. Moderne Mainboards bieten Dutzende weitere Einstellungen, mit denen man die letzten Megahertz aus dem Prozessor kitzeln kann, für ein stabiles System zum Arbeiten sind sie aber nicht nötig.

Der Base-Clock des 5960X beträgt 100 MHz, bei einem Multiplikator von 40 ergeben sich also 4,0 GHz, und für 4,5 GHz müssen 45 eingestellt werden. Diese Optionen finden sich im UEFI meist als "CPU Core Ratio" oder "Turbo Boost Multiplier". Wichtig ist dabei, dass dieser Multiplikator für alle acht Kerne eingestellt wird, was oft "Sync All Cores" genannt wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Was man für 4,5 GHz brauchtEine Frage der Spannung 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 49,90€ neuer Bestpreis auf Geizhals
  2. (u. a. Red Dead Redemption 2 (PC) für 34,99€, Fallout 76 für 10,99€, FIFA 21 (PC) für 40...
  3. 479€ (Bestpreis!)
  4. 97,47€ (Bestpreis!)

Anonymer Nutzer 12. Nov 2014

Also mein i5 760 läuft mit 3.66GHz statt mit 2.8 seit 4 Jahren ohne spezielle Kühlung...

Ach 06. Nov 2014

Wer hätte das gedacht, dass der OC Sport mal nicht mehr durch die mögliche Taktrate...

Ach 05. Nov 2014

Für Gamer den 4790, für 3D Artisten den 5820.

HubertHans 04. Nov 2014

ECC gibt's nur beim Xeon. Punkt! Die CPU hats uebrigends auch drin. ist halt nicht...

exxo 04. Nov 2014

Vielleicht lassen Sie es lieber . Mit Prime und AVX geht die Temperatur jeder CPU nach...


Folgen Sie uns
       


Preiswerte Notebooks im Test - Acer vs. Medion vs. Trekstor

Golem.de hat preiswerte Geräte von drei Herstellern getestet. Es treten an: Acer, Medion und Trekstor. Die Bedingung: Der Kaufpreis soll unter 400 Euro liegen.

Preiswerte Notebooks im Test - Acer vs. Medion vs. Trekstor Video aufrufen
Bauen: Ein Hochhaus aus Holz für Hamburg
Bauen
Ein Hochhaus aus Holz für Hamburg

Die weltweite Zementherstellung stößt jährlich mehr CO2 aus als der Luftverkehr. Ein nachwachsender Rohstoff soll Bauen umweltfreundlicher machen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Transformation Söder will E-Auto-Gutschein beim Kauf von Verbrennern
  2. Kohlendioxidabscheidung Norwegen fördert Klimaschutzprojekt mit 1,5 Milliarden Euro
  3. Rohstoffe Kobalt-Kleinbergbau im Kongo soll besser werden

Differential Privacy: Es bleibt undurchsichtig
Differential Privacy
Es bleibt undurchsichtig

Mit Differential Privacy soll die Privatsphäre von Menschen geschützt werden, obwohl jede Menge persönlicher Daten verarbeitet werden. Häufig sagen Unternehmen aber nicht, wie genau sie das machen.
Von Anna Biselli

  1. Strafverfolgung Google rückt IP-Adressen von Suchanfragen heraus
  2. Datenschutz Millionenbußgeld gegen H&M wegen Ausspähung in Callcenter
  3. Personenkennziffer Bundestagsgutachten zweifelt an Verfassungsmäßigkeit

Artemis Accords: Mondverträge mit bitterem Beigeschmack
Artemis Accords
Mondverträge mit bitterem Beigeschmack

"Sicherheitszonen" zum Rohstoffabbau auf dem Mond, das Militär darf tun, was es will, Machtfragen werden nicht geklärt, der Weltraumvertrag wird gebrochen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Artemis Nasa engagiert Nokia für LTE-Netz auf dem Mond

    •  /