Core i7-5960X: Schnellster Haswell-E nur mit 3 GHz Basistakt und 140 Watt
Nachdem auf den viel teureren Xeon-Plattformen mehr als sechs Kerne schon seit Jahren zu haben sind, will Intel mit den im dritten Quartal 2014 erwarteten Haswell-E endlich auch acht Kerne für günstigere Desktop-PCs samt Übertaktungshilfe anbieten. Das hatte das Unternehmen bereits bekanntgegeben. Nun gibt es aber von der gewöhnlich gut unterrichteten Seite Coolaler detailliertere Daten(öffnet im neuen Fenster).
Demnach ist nur das Spitzenmodell, Core i7-5960X, mit acht Kernen ausgestattet. Die kleineren CPUs, Core i7-5930K und 5820K sollen nur sechs Cores besitzen, wie sie schon mit Sandy-Bridge-E und Ivy-Bridge-E zu haben waren. Das lässt, auch wenn die Informationen noch inoffiziell sind, darauf schließen, dass Intel nicht wie bisher eine günstigere CPU für rund 500 Euro mit allen Kernen anbieten will.
Zudem soll der Core i7-5960X auch nur einen Basistakt bei Last auf allen Cores von 3,0 GHz erreichen, die Sechskerner der Serie kommen auf 3,5 und 3,3 GHz. Zu beachten ist aber, dass die Turbo-Takte aller Haswell-E auch bei Coolaler noch nicht bekannt sind. Wenn der 5960X beispielsweise 3,5 GHz per Turbo erreicht, kann er bei gut gemachten Multithreading-Anwendungen immer noch deutlich schneller als die bisherigen Sechskerner sein.
Alle drei CPUs unterstützen DDR4-Speicher, genauer: Sie erfordern neue DIMMs. Ein Umstieg auf die neue Plattform mit nur einem Drittel mehr Kernen wird also in jedem Fall teuer, auch weil durch den anders beschalteten Sockel 2011-3 neue Mainboards nötig sind. Aufwendiger wird auch die Kühlung, denn statt bisher 130 Watt TDP sind alle drei neuen CPUs mit 140 Watt TDP angegeben. Schon für den 3960X und 4960X bot Intel eine Wasserkühlung an, es gibt aber auch halbwegs leise Luftkühler. Die sollten auch bei 10 Watt mehr noch genügend kühlen.
Die beiden größten Modelle des Haswell-E bieten wie bisher auch 40 PCI-Express-Lanes in Version 3.0. Damit lassen sich zwei Grafikkarten mit voller x16-Beschaltung anbinden, eine dritte läuft noch mit 8 Lanes. Das ist beim Spielen kaum ein Nachteil, kann aber Rechenanwendungen etwas bremsen. Der kleinste Haswell-E, Core i7-5820K, kann ebenfalls drei Steckkarten mit PCI-Express-3.0 ansteuern, dann aber nur mit je 16, 8 und 4 Lanes.
Angaben zu den Preisen der neuen CPUs gibt es noch nicht. Typischerweise sind die drei Extreme-Modelle von Intel aber um 1.000, 500 und 300 Euro angesiedelt. Ebenso gibt es zur Leistungsaufnahme ohne Last noch keine Angaben, hier ist wie bei den Quad-Core-Haswells eine Verbesserung gegenüber Ivy Bridge zu erwarten.
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