Die Krux mit den Power-Limits

Intel nennt für Prozessoren diverse Werte, was die kurzfriste und langfristige thermische Verlustleistung anbelangt. Diese Power-Limits werden vom Hersteller als Empfehlungen betrachtet, müssen also weder von OEM-Partnern für Komplett-PCs noch von DIY-Anbietern für Gaming-Mainboards übernommen werden.

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Auch sagt Intel, dass ein Power-Limit oberhalb der eigenen Empfehlung nicht als Overclocking gewertet wird, da die (maximalen) Taktraten gleich bleiben. Praktisch bewirken Änderungen, welche die Limits weniger restriktiv gestalten, effektiv teils deutlich höhere Frequenzen in der Praxis.

Der Core i5-11400F fällt nominell in die 65-Watt-Klasse: Hier sieht Intel vor, dass das langfristige Power-Limit (PL1) ergo bei 65 Watt liegt. Für kurzfristige Boosts ist ein erweitertes Power-Limit (PL2) vorhanden, das 119 Watt (Base Recommendation) oder 154 Watt (Performance Recommendation) gestattet. Die Turb-Zeit (TAU) weist Intel mit 28 Sekunden aus, optional dürfen es 54 Sekunden sein.

Im Komplett-PC nur mit 65 Watt

OEM-Partner wie Dell oder HP orientieren sich größtenteils an den Intel-Empfehlungen, beim Core i5-11400F läuft das zumeist auf 154 Watt für 28 Sekunden hinaus - danach sinkt das Limit auf 65 Watt und auch die Taktraten fallen deutlich. Die 28 Sekunden sind explizit als "bis zu" aufzufassen, denn neben PL1/PL2/TAU gibt es noch das EWMA (Exponentially Weighted Moving Average).

  • Core i5-11400F (Bild: Golem.de)
  • Ohne Power-Limits genehmigt sich der Core i5-11400F in Blender über 170 Watt. (Bild: Golem.de)
  • Empfohlene PL1/PL2/TAU-Werte (Bild: Intel)
Ohne Power-Limits genehmigt sich der Core i5-11400F in Blender über 170 Watt. (Bild: Golem.de)
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Dieser exponentiell gewichtete gleitende Mittelwert sorgt dafür, dass die Leistungsaufnahme innerhalb des TAU-Zeitfensters den PL1-Wert im Durchschnitt nicht überschreiten darf. Je nach Workload und realer Verlustleistung schrumpfen die 28 Sekunden rasant zusammen, wie unsere Benchmarks zeigen: In einem ersten Blender-Durchgang ist das EWMA aufgrund von rund 150 Watt schon nach unter 10 Sekunden erschöpft, beim zweiten und dritten praktisch sofort.

Intel® Core i5-11400F Desktop Prozessor 6 Kerne bis zu 4,4 GHz LGA1200 (Intel® 500 Series & Select 400 Series Chipsatz) 65W

Soll dieses Verhalten unterbunden werden, muss das PL1 erhöht werden - beispielsweise schlicht auf 1.000 Watt, damit die CPU sich frei entfalten kann. Bei 4,2 GHz Boost auf allen sechs Kernen geht das allerdings mit einer drastischen Steigerung der Verlustleistung einher: Im Cinebench R20 messen wir bereits 155 Watt, im Blender schon über 170 Watt und in Prime95 horrende 235 Watt.

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 Core i5-11400F im Test: Intels PreisleistungsraketeUnschlagbar im 200-Euro-Segment 
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matzems 24. Apr 2021

Ich habe den I5 10400f und zocke pro Woche ca. 3h. Stromverbrauch interessiert mich daher...

Ach 22. Apr 2021

Jap. womit Maxons Cinebench hauptsächlich Aussagen über die pure und zu Grunde liegende...

ms (Golem.de) 22. Apr 2021

Vll solltest du erst zuhören bevor du auf einer falschen Meinung beharrst ;-) Aus Sicht...

DieTatsaechlich... 22. Apr 2021

Ja, Golem liefert mal wieder Profi-IT-Fakten-Fachzahlen. Bin auch völlig entzückt. Jeden...

voidyvoid 21. Apr 2021

die Seite ist bei mir eben zwei mal gecrasht ( aktueller Chrome auf Android 9) und dann...



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