• IT-Karriere:
  • Services:

Core i5-10400F im Test: Intels Sechser für Spieler

Hohe Gaming-Leistung und flott in Anwendungen: Ob der Core i5-10400F besser ist als der Ryzen 5 3600, wird zur Plattformfrage.

Artikel veröffentlicht am ,
QS eines Core i5-10400F auf einem Gigabyte Z490 Aorus Master
QS eines Core i5-10400F auf einem Gigabyte Z490 Aorus Master (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Neben dem zehnkernigen Topmodell namens Core i9-10900K (Test) und Übertakter-Chips wie dem sechskernigen Core i5-10600K (Test) hat Intel vor wenigen Wochen auch günstigere Prozessoren wie den Core i5-10400F vorgestellt. Der Hexacore kostet derzeit rund 165 Euro und tritt damit gegen den Ryzen 5 3600 (Test) von AMD an. Welcher der beiden Chips schlussendlich der bessere ist, bedarf einer genauen Abwägung, die unser Test liefern wird.

Inhalt:
  1. Core i5-10400F im Test: Intels Sechser für Spieler
  2. Benchmarks des Core i5-10400F
  3. Core i5-10400F: Verfügbarkeit und Fazit

Das fängt schon damit an, dass Kunden beim Kauf eines Core i5-10400F unterschiedliche Versionen erwischen können: Intel hat für die 10th Gen alias Comet Lake S zwei Dies aufgelegt, eines mit zehn Kernen und eines mit sechs Kernen. Wird das 10C-Die verwendet, deaktiviert Intel vier Cores und verlötet den Chip. Kommt hingegen das native 6C-Die zum Einsatz, wird Wärmeleitpaste verwendet. Auf den ersten Blick wirkt es so, also ob das 10C-Die die cleverere Wahl wäre, jedoch fallen hier die Kern-zu-Kern-Latenzen schlechter aus.

Zwar sorgt eine Verlötung statt Wärmeleitpaste prinzipiell für niedrigere Temperaturen, beim Core i5-10400F ist das mangels Übertaktungsmöglichkeit jedoch kaum relevant. Das sieht wohl auch Intel so, denn der Hersteller verteilt als Muster offenbar einzig Modelle mit 6C-Die. Bei unserem Muster des Core i5-10400F handelt es sich um ein QS (Qualification Sample) mit G0-Stepping, welches praktisch identisch mit der Retail-Revision ist. Kunden erkennen das native 6C-Die am G1- statt am Q0-Stepping in Tools wie Aida64 oder HW-Info, die gewünschte Sspec-Nummer auf dem Metalldeckel (IHS, Integrated Heatspreader) lautet SRH3D statt SRH79.

  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • CPUID des Core i5-10400F als G0-Stepping, weil Qualification Sample (Screenshot: Golem.de)
  • Turbo-Taktraten des Core i5-10400F (Screenshot: Golem.de)
CPUID des Core i5-10400F als G0-Stepping, weil Qualification Sample (Screenshot: Golem.de)
Kerne /ThreadsTaktTVBL3-CacheGrafikSpeicherTDP
Core i9-10900K(F)10C/20T3,7 bis 5,3 GHzja20 MByteUHD 620DDR4-2933125 Watt
Core i9-10900(F)10C/20T2,8 bis 5,2 GHzja20 MByteUHD 620DDR4-293365 Watt
Core i9-10900T10C/20T1,9 bis 4,6 GHzja20 MByteUHD 620DDR4-293335 Watt
Core i7-10700K(F)8C/16T3,8 bis 5,1 GHznein16 MByteUHD 620DDR4-2933125 Watt
Core i7-10700(F)8C/16T2,9 bis 4,8 GHznein16 MByteUHD 620DDR4-293365 Watt
Core i7-10700T8C/16T2,0 bis 4,5 GHznein16 MByteUHD 620DDR4-293335 Watt
Core i5-10600K(F)6C/12T4,1 bis 4,8 GHznein12 MByteUHD 620DDR4-2667125 Watt
Core i5-106006C/12T3,3 bis 4,8 GHznein12 MByteUHD 620DDR4-266765 Watt
Core i5-10600T6C/12T2,4 bis 4,0 GHznein12 MByteUHD 620DDR4-266735 Watt
Core i5-105006C/12T3,1 bis 4,5 GHznein12 MByteUHD 620DDR4-266765 Watt
Core i5-10500T6C/12T2,3 bis 3,8 GHznein12 MByteUHD 620DDR4-266735 Watt
Core i5-10400(F)6C/12T2,9 bis 4,3 GHznein12 MByteUHD 620DDR4-266765 Watt
Core i5-10400T6C/12T2,0 bis 3,6 GHznein12 MByteUHD 620DDR4-266735 Watt
Core i3-103204C/8T3,8 bis 4,6 GHznein8 MByteUHD 620DDR4-266765 Watt
Core i3-103004C/8T3,7 bis 4,4 GHznein8 MByteUHD 620DDR4-266765 Watt
Core i3-10300T4C/8T3,0 bis 3,9 GHznein8 MByteUHD 620DDR4-266735 Watt
Core i3-101004C/8T3,6 bis 4,3 GHznein8 MByteUHD 620DDR4-266765 Watt
Core i3-10100T4C/8T3,0 bis 3,8 GHznein8 MByteUHD 620DDR4-266735 Watt
Comet Lake S *F-Modelle ohne iGPU
Intel® Core i5-10400F, Prozessor

Intels Empfehlung wird ignoriert

Beim Core i5-10400F bedeutet das F-Suffix, dass die eigentlich physisch vorhandene integrierte Grafikeinheit deaktiviert ist. Wer den Chip kauft, benötigt also zwingend eine dedizierte Grafikkarte. Die thermische Verlustleistung des Core i5-10400F beziffert Intel mit 65 Watt, genauer gesagt empfiehlt der Hersteller diesen Wert als das dauerhafte Power-Limit (PL1) unter Last. Kurzfristig darf der Chip laut Intel für 28 Sekunden bis zu 134 Watt aufnehmen (PL2), allerdings spielt in diese Rechnung noch ein exponentiell gewichteter gleitender Mittelwert (EWMA) hinein. Unser Muster des Core i5-10400F benötigt maximal 88 Watt an Package Power, selbst mit Prime95-Small-FFTs.

Stellenmarkt
  1. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim
  2. über duerenhoff GmbH, Stuttgart

In diesem Kontext ist wichtig zu wissen, das nahezu alle Z490- und B460-Platinen so eingestellt sind, dass Intels Empfehlungen ignoriert werden. Der Core i5-10400F läuft also nicht gedeckelt mit 65 Watt, sondern darf sich mehr Energie genehmigen, was die effektiven Boost-Taktraten innerhalb der Spezifikation erhöht. Heutige Spiele reizen die 65 Watt nicht aus, wohl aber profitieren Anwendungen wie Blender im einstelligen Prozentbereich vom erweiterten Power-Target und steigenden Frequenzen.

Bei einer Z490-Platine kommt hinzu, dass der Core i5-10400F mit einem höheren Speichertakt als den offiziellen DDR4-2666 betrieben werden kann. Auf einem B460-Board hingegen ist eine Speicherübertaktung nicht möglich, egal ob mit einem K- oder einem F-Prozessor. Der CPU-Multiplikator des Core i5-10400F lässt sich generell nicht nach oben hin öffnen. Anders sieht es bei AMDs Chips wie dem Ryzen 5 3600(X) aus, hier sind CPU- und RAM-Takt auch bei einem günstigen B350/B450-Brett steigerbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Benchmarks des Core i5-10400F 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 5 5600X für 359€, Ryzen 7 5800X für 489€)

ms (Golem.de) 02. Jul 2020

Von welchem HT-losen 6-Kerner für 1200 Euro sprichst du?

ms (Golem.de) 26. Jun 2020

PL1 kann ich anheben (was kein OC ist!) - aber RAM nicht.

ms (Golem.de) 26. Jun 2020

Nein, ist die (scherzhafte) Antwort auf die Aussage, dass Intel eine neue CPU-Generation...

ms (Golem.de) 25. Jun 2020

Das steht "erachten" und nicht "wissen".

wurstdings 25. Jun 2020

Eine "vielfädige Zentraleinheit" wäre die perfekte Übersetzung ^_^


Folgen Sie uns
       


Canon EOS R5 - Test

Canons spiegellose Vollformatkamera EOS R5 kann Fotos mit 45 Mpx aufnehmen und Videos in 8K - aber Letzteres nur mit Einschränkungen.

Canon EOS R5 - Test Video aufrufen
IT-Unternehmen: Die richtige Software für ein Projekt finden
IT-Unternehmen
Die richtige Software für ein Projekt finden

Am Beginn vieler Projekte steht die Auswahl der passenden Softwarelösung. Das kann man intuitiv machen oder mit endlosen Pro-und-Contra-Listen, optimal ist beides nicht. Ein Praxisbeispiel mit einem Ticketsystem.
Von Markus Kammermeier

  1. Anzeige Was ITler tun können, wenn sich jobmäßig nichts (mehr) tut
  2. IT-Jobs Lohnt sich ein Master in Informatik überhaupt?
  3. Quereinsteiger Mit dem Master in die IT

Star auf Disney+: Erstmal sollten Fehler korrigiert werden
Star auf Disney+
Erstmal sollten Fehler korrigiert werden

Statt zunächst Fehler zu beheben, bringt Disney+ lieber neue Inhalte - und damit auch neue Fehler.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. Neue Profile von Disney+ im Hands-on Gelungener PIN-Schutz und alte Fehler
  2. Netflix-Konkurrenz Disney+ noch zum günstigeren Abopreis zu bekommen
  3. Raya und der letzte Drache Zweiter VIP-Film kostet bei Disney+ 22 Euro zusätzlich

Wissen für ITler: 11 tolle Tech-Podcasts
Wissen für ITler
11 tolle Tech-Podcasts

Die Menge an Tech-Podcasts ist schier unüberschaubar. Wir haben ein paar Empfehlungen, die die Zeit wert sind.
Von Dennis Kogel


      •  /