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Core i3-8121U: Cannon Lake ohne iGPU unterstützt LPDDR4

Still und heimlich hat Intel den Core i3-8121U in seine Datenbank aufgenommen, dabei ist er der erste mit 10-nm-Verfahren. Ein Blick zeigt, warum Intel schweigt: Der Cannon-Lake-Chip taktet niedrig, er hat keine integrierte Grafikeinheit und ein Listenpreis fehlt auch.

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Wafer von Broadwell mit 14 nm - das Verfahren bereitete einst auch große Probleme.
Wafer von Broadwell mit 14 nm - das Verfahren bereitete einst auch große Probleme. (Bild: Intel)

Nachdem Lenovo mit dem Ideapad 330-15ICN bereits ein erstes Notebook mit Intels Cannon Lake U vorgestellt hat, folgt nun die Listung des Chips in der Ark-Datenbank: Der Core i3-8121U ist damit offiziell. Eigentlich wäre das ein Grund für wenigstens eine Pressemitteilung. Denn bei dem Prozessor handelt es sich immerhin um die allererste in 10 nm gefertigte CPU von Intel, alle anderen basieren auf dem seit 2013 verwendeten 14-nm-Verfahren.

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Der Core i3-8121U hat zwei Kerne samt Hyperthreading und 4 MByte L3-Cache, also ein typischer i3 der 8th Gen, so wie auch der Core i3-8109U (Coffee Lake U) und der Core i3-8130U (Kaby Lake Refresh). Was ganz offensichtlich fehlt, ist die integrierte Grafikeinheit. Intel bereitet der 10-nm-Prozess derart Probleme, da die iGPU entweder erst gar nicht im Die integriert oder deaktiviert wurde - vermutlich Letzteres. Ein Dualcore mit GT2-Grafikeinheit ist zumindest geplant.

Auch die Taktraten sind für 10 nm statt 14 nm bei nominellen 15 Watt etwas dürftig: Der Core i3-8130U schafft 2,2 GHz bis 3,4 GHz und der neue Core i3-8121U mit 2,2 GHz bis 3,2 GHz sogar 200 MHz weniger in der Spitze. Immerhin unterstützt der Cannon Lake U erstmals LPDDR4-2400-Arbeitsspeicher, seine Vorgänger beherrschen nur LPDDR3-2133. Hinzu kommen 16 PCIe-Gen3-Lanes statt 12 Bahnen. Alle drei Core i3 nutzen AVX2, das neuere AVX-512 bietet der Core i3-8121U jedoch nicht, obgleich Intel in seinem ISA-Programmierleitfaden diese Befehlssatzerweiterung als vorhanden bei Cannon Lake nennt.

CodenameCore-GenerationFertigungsverfahrenVeröffentlichung
Nehalem (Clarksfield)1st Gen45 nm planar2008
Sandy Bridge2nd Gen32 nm planar2011
Ivy Bridge3rd Gen22 nm FinFet2012
Haswell4th Gen22 nm FinFet2013
Broadwell5th Gen14 nm FinFet2014
Skylake6th Gen14 nm FinFet2015
Kaby Lake7th Gen14+ nm FinFet2016
Kaby Lake Refresh8th Gen14++ nm FinFet2017
Cannon Lake8th Gen10 nm FinFet2018
Whiskey Lake9th Gen14++ nm FinFet2018
Comet Lake10th Gen (?)14++ nm FinFet2019
Ice Lake11th Gen (?)10+ nm FinFet2020 (?)
Tiger Lake12th Gen (?)10++ nm FinFet2021 (?)
Core-Generationen (Client Mobile) von Intel im Überblick

Mit 10 nm, gerade ohne iGPU, sollte der Chip eigentlich kompakter ausfallen als seine Vorgänger. Der Ark-Datenbank zufolge ist das Package mit 45 x 24 mm statt 42 x 24 mm aber größer, den BGA-Sockel nennt Intel erst gar nicht. Auch ein Preis fehlt im Eintrag, die offizielle Liste wurde zuletzt am 3. April 2018 aktualisiert. Wir sind gespannt, ob Intel die Einträge noch vervollständigt oder vielleicht sogar korrigiert.

Abseits des Ideapad 330-15ICN soll der Core i3-8130U auch in Intels eigenem NUC8 (Crimson Canyon) genannten Mini-PC stecken, dort wird er wie im Lenovo-Notebook mit einer Radeon-Grafikeinheit von AMD kombiniert.

Nachtrag vom 17. Mai 2018, 8:48 Uhr

Intel hat den Ark-Eintrag wie erwartet überarbeitet: Der Core i3-8121U beherrscht AVX-512.



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wonoscho 16. Mai 2018

Ja ja, die USA, die Weltmeister-Nation der Widersprüche: Zitat as dem im folgenden...

DY 16. Mai 2018

sollte. Auch ist wohl die iGPU nicht nutzbar, sonst wäre die Package kleiner. Für die...


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