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Coradia iLint: Wasserstoffzug wird im Regelbetrieb getestet

Wie zuverlässig sind Züge mit Wasserstoffantrieb im Vergleich zu Diesel? Dies soll nun im Regelbetrieb überprüft werden.
/ Sebastian Grüner , dpa
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Brennstoffzellenzüge wie der Coradia iLint könnten Dieselloks ersetzen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Brennstoffzellenzüge wie der Coradia iLint könnten Dieselloks ersetzen. Bild: Werner Pluta/Golem.de

Der erste Wasserstoffzug im Regelbetrieb fährt im Südwesten vom 12. Juli 2021 (10:15 Uhr) an auf den Zollernalbbahnen. Der Zug Coradia iLint der Firma Alstom werde voraussichtlich bis Ende Februar fahrplanmäßig vor allem auf den Strecken zwischen Sigmaringen, Hechingen und Eyach unterwegs sein, teilte die landeseigene Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) als Betreiberin des Netzes mit. Das Verkehrsministerium erhofft sich(öffnet im neuen Fenster) aus dem Projekt Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit von Zügen mit Wasserstoffantrieb.

Der Probebetrieb hätte nach Angaben des Verkehrsministeriums eigentlich schon Anfang Mai beginnen sollen. Der Start habe sich aber verzögert, weil Lastwagen zur Lieferung und Lagerung des Wasserstoffs fehlten, sagte eine Ministeriumssprecherin. Der mit erneuerbaren Energien hergestellte Treibstoff für den Zug wird demnach nicht vor Ort produziert, sondern von einer Firma per Lastwagen geliefert.

Der neue Wasserstoffzug soll nach Angaben des Verkehrsministeriums trotz Probebetriebs von Anfang an so zuverlässig sein wie der Dieselzug, den er vorübergehend ersetzt. Dazu seien mehrere Testfahrten auf den Strecken der Zollernalbbahnen erfolgt, sagte eine Sprecherin. Ob der iLint auch dauerhaft dort zum Einsatz kommen könnte, soll nach dem Probebetrieb entschieden werden. Ein externer technischer Sachverständiger soll das Projekt dazu begleiten.

Zahlreiche Tests für Alternativen zum Dieselzug

Seit einigen Jahren setzen Bundesländer und auch Verkehrsverbünde vermehrt auf alternative Antriebe für Streckenabschnitte ohne Oberleitungen. Dazu gehören etwa Baden-Württemberg , Brandenburg , Hessen oder auch Thüringen .

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Dabei werden vor allem Wasserstoff-Antriebe von verschiedenen Herstellern sowie auch klassische Triebwagen mit E-Motor getestet, die kürzere Strecken ohne Oberleitung per Akku überbrücken können.


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