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Coradia iLint: Hessen bestellt Brennstoffzellenzüge von Alstom

Der hessische Verkehrsverbund RMV will künftig Brennstoffzellenzüge auf nicht-elektrifizierten Strecken im Taunus einsetzen. Die Züge wird der französische Hersteller Alstom liefern.

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Brennstoffzellenzug Coradia iLint (bei der ersten öffentlichen Fahrt in Wiesbaden im April 2018): Wasserstoff tanken in Höchst
Brennstoffzellenzug Coradia iLint (bei der ersten öffentlichen Fahrt in Wiesbaden im April 2018): Wasserstoff tanken in Höchst (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wasserstoffzüge für Hessen: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat 27 Brennstoffzellenzüge vom Typ Coradia iLint bei dem französischen Hersteller Alstom bestellt. Die Züge sollen ab Ende 2022 im Einsatz sein.

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Die Züge wird die RMV-Tochter betreiben. Sie sollen auf vier Linien im Taunus eingesetzt werden, die nicht elektrifiziert sind. Bisher verkehren dort Dieselzüge. Tanken werden die Brennstoffzellenzüge im Industriepark Frankfurt-Höchst, einem großen Chemie- und Pharmaindustriestandort. Dort fällt Wasserstoff als Nebenprodukt an. Der Industriepark Höchst betreibt bereits eine Wasserstofftankstelle für Brennstoffzellenautos.

Im vergangenen Jahr fuhr der Zug erstmals mit Passagieren an Bord von Wiesbaden nach Frankfurt. Bei der Veranstaltung hatte RMV-Chef Knut Ringat angekündigt, dass sein Unternehmen die Brennstoffzellenzüge anschaffen wolle.

Der Coradia iLint ist elektrisch angetriebener Triebwagenzug, der von zwei Brennstoffzellen auf dem Dach mit Strom versorgt werden. Alstom hatte den Zug 2016 auf der Fachmesse Innotrans in Berlin vorgestellt. Er basiert auf dem mit Diesel betriebenen Coradia Lint - Lint steht für "leichter innovativer Nahverkehrstriebwagen". Gebaut werden die Züge im Alstom-Werk in Salzgitter.

Die Brennstoffzellen liefern jeweils eine Leistung von 200 Kilowatt (kW). Das reicht zum Fahren mit annähernd konstanter Geschwindigkeit. Zum Anfahren oder bei Steigungen benötigt der Zug jedoch mehr Leistung - beim Anfahren das Doppelte dessen, was die Brennstoffzellen bereitstellen. Der Zug verfügt deshalb über Lithium-Ionen-Akkus, die die fehlende Leistung liefern. Die Akkus werden durch Rekuperation der Bremsenergie geladen.

  • Der Brennstoffzellenzug Coradia iLint vor dem Start der ersten öffentlichen Fahrt in Wiesbaden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Zug basiert auf Alstoms Dieselzug Lint, hat aber einen Brennstoffzellenantrieb. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die beiden Brennstoffzellen sind auf dem Dach angebracht. Außer den Lüftern ist nicht viel davon zu sehen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Brennstoffzellen erzeugen aus einer Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff Strom. Sie emittieren Wasserdampf. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf Treibstoff und Emission wird im Design der Sitze hingewiesen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Premienfahrt startete am Hauptbahnhof in Wiesbaden ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und endete in Frankfurt-Höchst. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Der Brennstoffzellenzug Coradia iLint vor dem Start der ersten öffentlichen Fahrt in Wiesbaden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

In Niedersachsen sind zwei Coradia iLints seit September vergangenen Jahres zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude im regulären Einsatz. 14 weitere sollen 2021 hinzukommen. Daneben planen weitere Bundesländer, den Wasserstoffzug anzuschaffen, darunter Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen.



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Dwalinn 22. Mai 2019

Also der Hyundai Nexus hat ein 2kWh Akku um das mal mit dem 100 kWh des Tesla zu...

Rolf Schreiter 22. Mai 2019

In niedrigen Tunneln besteht mitunter die Möglichkeit das Gleisbett tiefer zu legen, dann...

Anonymer Nutzer 22. Mai 2019

Du hast Recht, lass uns auf Akkutechnik setzen, die entlädt sich nämlich im Gegensatz...


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