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Der Brennstoffzellenzug ist wirtschaftlich

Anders als in der Schweiz sind die Streckennetze in anderen europäischen Ländern nicht durchgehend mit einer Oberleitung ausgestattet. In Deutschland sind es etwa 60 Prozent. Bis zum Jahr 2025 sollen es 70 Prozent sein. Dass das ganze Netz elektrifiziert wird, ist eher unwahrscheinlich: Ein Kilometer Oberleitung kostet über eine Million Euro. Das lohnt sich nicht für alle Strecken. Auf anderen ist es beispielsweise aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht möglich.

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"Wir haben zu wenig elektrifizierte Strecken in Deutschland", sagte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen, der bei der Jungfernfahrt dabei war. "Wenn man weiß, dass man mit der Elektrifizierung vor über 100 Jahren angefangen hat, sieht man: Das Tempo ist nicht schnell genug. Und das wird nicht überall so schnell klappen." Bis dahin sei ein Brennstoffzellenzug "die richtige Lösung".

Eine nichtelektrifizierte Strecke in Norddeutschland wird die erste sein, auf der Brennstoffzellenzüge regulär eingesetzt werden: Zwei Coradia iLints werden ab diesem Sommer zwischen Cuxhaven und Bremervörde verkehren. Der Streckenbetreiber, die Elbe-Weser-Verkehrsbetriebe (EVB), haben 14 der Brennstoffzellenzüge bestellt, die ab Dezember 2021 im Einsatz sein sollen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) plant, ab 2022 die Strecken im Taunus mit 26 Brennstoffzellenzügen zu befahren.

Für einen Verkehrsbetrieb zählt aber nicht nur die Umweltbilanz, auch die wirtschaftliche muss stimmen. Doch laut Alstom ist der iLint gegenüber dem konventionellen Lint und anderen Dieselzügen konkurrenzfähig, auch wenn er in der Anschaffung teurer ist und dazu noch die Wasserstofftankstellen gebaut werden müssen.

Diesel wird teurer

Über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren - die übliche Betriebsdauer für einen Zug - rentiere sich der Brennstoffzellenzug jedoch. Grund sei, dass der Preis für Diesel stärker steige als der für Wasserstoff, sagt Projektleiter Schrank. Durch die niedrigeren Betriebskosten werde der Brennstoffzellenzug nach etwa einem Drittel der Betriebsdauer die Gewinnschwelle erreichen, prognostiziert er.

Was aber ist mit dem Wasserstoff? Das Element ist ein sehr guter Energieträger - und damit auch gefährlich.

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 Coradia iLint: Alstoms Brennstoffzellenzug ist "erschreckend unspektakulär"Grüner Wasserstoff 
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Sharra 07. Mai 2018

Wasserstoff an sich explodiert nicht. (Wasserstoffbomben sind Fusion). Was du meinst...

elidor 03. Mai 2018

Jo, in einem Vakuum mit kugelförmigen Zügen.

elidor 03. Mai 2018

Für mich klingt das nach einem Risiko unwirtschaftlicher zu sein, nicht nach einem...

AndyO 29. Apr 2018

Realitäten in Wiesbaden: Al-Wazir lässt sich feiern! Auf der Strecke fährt aus Limburg...

RvdtG 25. Apr 2018

Ja, wenn man Netz und Betrieb trennt ist die Frage die logische Konsequenz. Sie stellt...


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