• IT-Karriere:
  • Services:

Copter: Dobrindts neue Drohnenverordnung tritt in Kraft

Mehr Sicherheit und Schutz für die Privatsphäre soll die neue Verordnung für den Betrieb von Drohnen und Modellflugzeugen bringen. Die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt initiierte Verordnung ist in Kraft getreten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Hexacopter mit Kamera: Keine Kamerdrohne über Wohngrundstücken
Hexacopter mit Kamera: Keine Kamerdrohne über Wohngrundstücken (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Verbotszone, maximale Flughöhe, Drohnenführerschein: Eine neue Verordnung regelt, was mit unbemannten Fluggeräten (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) erlaubt und vor allem, was verboten ist. Die Bundesregierung hatte die vom Bundesverkehrsministerium erarbeitete Verordnung Anfang des Jahres beschlossen.

Stellenmarkt
  1. Stadt Ingolstadt, Ingolstadt
  2. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bonn-Röttgen

Für alle UAVs und Modellflugzeuge, die schwerer sind als 250 Gramm, gilt eine Kennzeichnungspflicht: Am Fluggerät muss eine Plakette mit dem Namen und der Adresse des Besitzers angebracht werden. Auf Modellflugplätzen dürfen die Drohnenpiloten ihren Copter ohne weitere Einschränkungen fliegen lassen. Dort gilt auch keine Beschränkung der Flughöhe.

Der Bundestag darf nicht überflogen werden

Außerhalb gelten Einschränkungen: So dürfen die Copter nicht in der Nähe von Einsätzen von Polizei und Rettungskräften aufsteigen. Auch das Überfliegen von Hauptverkehrswegen, Industrieanlagen, Naturschutzgebieten sowie verschiedener sicherheitsrelevanter Einrichtungen wie etwa des Bundestages oder diverser Verfassungsorgane ist verboten. Ein generelles Flugverbot gilt zudem in den Kontrollzonen von Flughäfen. Schließlich dürfen Drohnen nicht höher als 100 Meter aufsteigen - für Ausnahmen muss die zuständige Landesluftfahrtbehörde eine Genehmigung erteilen.

Einschränkungen gibt es auch, wo Menschen betroffen sind: So dürfen etwa größere Ansammlungen nicht überflogen werden - vor einigen Jahren wurde dafür schon einmal eine Geldstrafe gegen einen Drohnenpiloten verhängt. Copter, die schwerer sind als 250 Gramm oder die Bilder und Töne übertragen oder aufzeichnen, dürfen nicht über Wohngrundstücken geflogen werden. Ausnahme ist, dass der Eigentümer das explizit erlaubt.

Große Drohnen brauchen eine Aufstiegsgenehmigung

Wer ein Modellflugzeug oder ein UAV steigen lassen will, das schwerer ist als zwei Kilogramm, muss nachweisen, dass er sein Fluggerät auch beherrscht. Den Kenntnisnachweis stellt eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle nach Ablegen einer Prüfung aus. Für Fluggeräte ab einem Gewicht von mehr als fünf Kilogramm braucht der Pilot zusätzlich eine Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde.

Welche Stellen die Kenntnisse vermitteln und prüfen, ist noch nicht klar. "Diese Stellen werden noch zu definieren sein", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums der Deutschen Presseagentur (dpa). Der Kenntnisnachweis muss deshalb erst ab dem 1. Oktober 2017 vorgelegt werden. Dann erst tritt auch die Kennzeichnungspflicht in Kraft.

Die Privatsphäre soll geschützt werden

"Das sind aus meiner Sicht hochvernünftige Maßnahmen, um den Masseneinsatz von Drohnen möglich zu machen", sagte Dirk Stenkamp, Leiter der Prüfgesellschaft TÜV Nord, der dpa. "Denn der Einsatz dieser Fluggeräte kann nicht nur hochgradig gefährlich sein, sondern auch die Privatsphäre vieler Menschen beeinträchtigen."

In einer Broschüre informiert das Bundesverkehrsministerium über die neue Verordnung. Derzeit wird die Zahl der Drohnen in Deutschland auf rund 500.000 geschätzt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Acer Predator XB273UGS für 48643€, Sennheiser GSP 350 für 78€ und Logitech G935 für...
  2. 80,61€ (mit 12,90€ Direktabzug)
  3. 86,20€ (mit 13,79€ Direktabzug)
  4. mit 112,06€ inkl. Versand (MediaMarkt) neuer Tiefpreis bei Geizhals

ChriDDel 08. Mai 2017

Interessant. In Naturschutzgebieten ist das Fliegen verboten. Das Trifft eine ganze Menge...

MSandmann 15. Apr 2017

Absolut richtig! Es gibt Menschen, die in Chancen denken und andere... :-)

MSandmann 15. Apr 2017

Hi, vielen Dank für Deine Antwort, und Du hast Recht, insofern der Copter weniger als 5...

mainframe 11. Apr 2017

Danke DEOS für den Link.

css0099 11. Apr 2017

" So dürfen die Copter nicht in der Nähe von Einsätzen von Polizei und Rettungskräften...


Folgen Sie uns
       


Drohnenflug am Strand mit Google Earth Studio - Tutorial

Wir zeigen im kurzen Tutorial, wie man in Earth Studio eine einfache Animation erstellt.

Drohnenflug am Strand mit Google Earth Studio - Tutorial Video aufrufen
The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
The Secret of Monkey Island
"Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


    Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
    Pinephone im Test
    Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

    Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
    Ein Test von Sebastian Grüner

    1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
    2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
    3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

    Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
    Vivo X51 im Test
    Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

    Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
    2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
    3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

      •  /