Copperhead OS im Test: Ein sicheres Android für wenige

Schluss mit zu späten Sicherheitspatches für Android: Mit Copperhead OS können Nexus-Nutzer auf ein neues Custom-ROM mit schnellen Sicherheitsupdates und zahlreichen Verbesserungen setzen. Nur Google-Services haben wir nicht zum Laufen gebracht.

Ein Test von veröffentlicht am
Copperhead OS soll Android endlich sicher machen.
Copperhead OS soll Android endlich sicher machen. (Bild: Copperhead)

Android-Nutzer sind Kummer gewohnt: fehlende Sicherheitsupdates, kaputter Medienserver und Googles Play-Dienste im Hintergrund. Zum Glück gibt es zahlreiche Custom-ROMs, mit denen Powernutzer die Geräte besser auf ihre Bedürfnisse zuschneiden können.

Die kanadische Sicherheitsfirma Copperhead hat unter diesem Namen das beliebte Cyanogenmod weiterentwickelt. Dabei soll vor allem die Sicherheit im Vordergrund stehen. Wir haben die Mod auf einem Nexus 5 installiert und ausprobiert.

  • Der Copperhead-Startbildschirm. Das System basiert auf dem Cyanogen Mod. (Screenshot:Golem.de)
  • Die App-Übersicht. Wir haben zum Test noch den Stagefrigth-Detector installiert. (Screenshot:Golem.de)
  • Das Sicherheitsniveau lässt sich per Schieberegler anpassen. (Screenshot:Golem.de)
  • Weitere Sicherheitseinstellungen von Copperhead-OS (Screenshot:Golem.de)
Der Copperhead-Startbildschirm. Das System basiert auf dem Cyanogen Mod. (Screenshot:Golem.de)

Optisch unterscheidet Copperhead sich kaum vom klassischen Cyanogenmod. Das ROM basiert auf der aktuellen Android-Version 6.0.1 und hat den aktuellen Patchlevel von Google. Wir haben uns die vorinstallierten Apps angeschaut, uns an der Installation der Google-Services versucht und beschreiben Copperheads Maßnahmen zur Absicherung des Systems.

Apps, Dienste und Co.

Copperhead hat keine Google-Play-Services, Nutzer können also in der Standardeinstellung keine Apps aus dem Play Store installieren. Als Appstore ist F-Droid vorinstalliert. Eine manuelle Installation der Services gelang uns nicht ohne weiteres, mit viel Arbeit ist sie aber möglicherweise machbar.

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Als SMS-Anwendung kommt Silence zum Einsatz, eine App zum verschlüsselten Versenden von Textnachrichten, die zuvor unter dem Namen Smssecure bekannt war. Silence verschlüsselt die SMS-Nachrichten der Nutzer, ohne dass eine Internetverbindung zum Versand erforderlich ist. Es wird das Axolotl-Protokoll von Signal eingesetzt. Die Verschlüsselung von Signal ist robust und wird auch von Whatsapp und bald dem Facebook-Messenger genutzt. Auch MMS-Verschlüsselung wird unterstützt, dieses Feature dürfte jedoch kaum genutzt werden.

Signal selbst wird nicht von Haus aus unterstützt, weil es die Google Play-Services zwingend voraussetzt, was ebenso kritisiert wird, wie dass die App die Kontakte der Nutzer auf andere Signal-Nutzer hin überprüft. Ansonsten sind nur Standardanwendungen dabei: Kamera, Kalender, Kontakte, Taschenrechner, der Open-Source-Browser Chromium, Musik, die Galerie und natürlich eine Telefon-App.

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MKar 04. Apr 2017

Warum ist es Deiner Meinung nach eine gute Entscheidung, bzw. was wäre deiner Meinung...

HSB-Admin 03. Aug 2016

https://silence.im/

FreiGeistler 19. Jul 2016

Warum "immer"? Stichwort "sudo" ~= "Anwendung vorübergehend root-Rechte gewähren." Wie...

Anonymer Nutzer 19. Jul 2016

schlechthin ;-)

hululullu123 18. Jul 2016

Dazu muss man erstmal USB Debugging aktivieren. Wer das Aktiviert sollte sich auch der...



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