Copilot und Bing: Microsoft will Zuvielnutzer der Windows-KI drosseln
Microsoft hat die Nutzungsbedingungen für KI angepasst. Eine Klausel behält dem Unternehmen vor, Datenverkehr bei Bedarf zu drosseln.
Microsoft hat ein paar kleinere aber merkliche Änderungen an den Nutzungsbedingungen für die KI-Dienste des Unternehmens vorgenommen. Dabei fällt vor allem ein Teil auf: Das Unternehmen will künftig KI-Dienste für User drosseln, die diese im Überfluss und zu häufig verwenden. Das berichtet das Magazin The Register mit Bezug auf Microsofts Nutzungsbedingungen.
"Die übermäßige Nutzung eines Microsoft Generative-AI-Dienstes kann zu einer vorübergehenden Einschränkung des Zugriffs des Kunden auf den jeweiligen Microsoft Generative AI-Dienst führen.", schreibt Microsoft in den Nutzungsbedingungen. Die Änderung wurde laut dem Blog Cloudy with a chance of licensing Anfang November 2023 vorgenommen.
Viel Traffic für Copilot zu erwarten
In der Änderung wird zudem Microsoft 365 Copilot hinzugefügt. Dieses KI-Tool soll innerhalb von Microsoft 365 Unterstützung leisten, Dateien durchsuchen und passende Vorschläge über Textprompts geben können. Eine andere Version von Copilot, der Windows Copilot, wird im Betriebssystem selbst integriert. Dort kann die Software Teile des OS steuern oder angepasste Suchanfragen im Internet direkt aus der Windows-Suche durchführen.
Durch die steigende Anzahl an KI-Diensten steigt auch die Anzahl der User, die darauf zugreifen werden. Da die meisten der Microsoft-Tools in der Cloud gehostet werden, ist eine stabile Internetverbindung Voraussetzung. Heavy User, also Menschen mit übermäßigem Datenbedarf, können da zu einem Problem für Microsoft werden – vor allem, wenn das Unternehmen die KI-Dienste weiterhin möglichst kostenlos anbieten will.
Das Unternehmen gibt allerdings nicht an, was als übermäßige Nutzung definiert wird. Möglicherweise werden Dienste auch dynamisch gedrosselt, so dass Heavy User davon erst einmal nicht viel mitbekommen. Im Mobilfunkbereich werden Dienste hingegen abrupt und sofort auf meist unbenutzbar niedrige Datenraten gedrosselt, wenn ein bestimmtes Datenvolumen erreicht wurde.