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Wie sieht es auf der Baustelle aus?

So nutzen etwa Öl- und Gasunternehmen beispielsweise die Daten von Eomap für die Planung von Pipelines oder Offshore-Anlagen. Schon weiter sind die Kunden des Münchner Unternehmens Building Radar, ebenfalls ein Preisträger der Copernicus Masters: Sie wollen sich über den Fortgang von Bauprojekten weltweit informieren, um den Bauherren Produkte oder Dienstleistungen dann anbieten zu können, wenn diese sie brauchen. Dabei kommen auch Satellitendaten zum Einsatz.

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Building Radar sei "eine Suchmaschine für Bauprojekte", beschreibt Marc Bickel, zuständig für das Satellitenprogramm bei dem Unternehmen. Die Daten stammen hauptsächlich aus Daten aus dem Internet, wo Crawler sie aufspüren.

Satellitendaten ergänzen Internetdaten

Diese Daten werden dann durch Satellitendaten ergänzt: In der Ausschreibung eines öffentlichen Bauvorhabens oder auf der Seite eines Architekten sei normalerweise die Adresse enthalten. "Die können wir in Geokoordinaten auflösen und dann relativ genau an der Stelle die Satellitendaten ausschneiden. Mit einem trainierten neuronalen Netz klassifizieren wir, was auf dem Bild zu sehen ist, in welcher Phase der Bau ist", sagt Bickel.

Die Crawler aktualisieren die Daten regelmäßig - vorausgesetzt, diese werden von Bauherren oder Architekten gepflegt. Falls nicht, können die Kunden anhand der Satellitendaten erkennen, wie der Bau voranschreitet.

Die Auflösung der Sentinels reicht nicht aus

Inzwischen nutzt das Münchner Startup jedoch hauptsächlich Daten anderer Anbieter. "Wenn wir bei einem normal großen Bauprojekt im Detail wissen wollen, was auf der Baustelle gerade passiert, brauchen wir deutlich höher auflösende Daten", erzählt Bickel. Handele es sich nicht gerade um ein Großprojekt wie eine Brücke, sei auf den Bildern der Sentinel-Satelliten zu wenig zu erkennen.

Die nötige Auflösung bieten die Satelliten des US-Anbieters Digitalglobe, das Unternehmen, das auch Bilder für Google Earth liefert. Auf dessen Satellitenbildern entspricht ein Pixel 30 Zentimetern auf der Erde. Das ist die beste derzeit erhältliche Auflösung.

Digitalglobe fotografiert vor allem Städte

Dennoch verzichtet Building Radar nicht vollständig auf die Sentinel-Aufnahmen. Digitalglobe deckt nicht die ganze Erdoberfläche ab. Das Unternehmen erfasse hauptsächlich urbane Regionen, und das auch nicht unbedingt in hoher zeitlicher Auflösung, sagt Bickel.

Städte würden im Rhythmus von mehreren Wochen erfasst, Gebiete außerhalb manchmal nur ein oder zwei Mal pro Jahr. Viele Bauprojekte, vor allem im gewerblichen Bereich, seien aber außerhalb von Städten angesiedelt. Hier sei Copernicus mit den kurzen Zyklen im Vorteil. "Wir hätten gern die zeitliche Auflösung von Sentinel mit der Bildauflösung von Digitalglobe", resümiert Bickel.

Die Nachfolger starten Anfang der 2020er Jahre

Dass Sentinel-2C und -2D, die wieder Airbus Defence and Space in Friedrichshafen bauen wird, in Bezug auf die Auflösung mit Digitalglobe konkurrieren, ist unwahrscheinlich. Die beiden Nachfolger sollen Anfang der 2020er Jahre ins All geschossen werden. Genug Gelegenheit also, um weitere Anwendungen für die Satellitendaten zu entwickeln und damit an den Copernicus Masters teilzunehmen. Für die diesjährige Auflage können sich Interessenten bereits vormerken.

In wenigen Tagen wird das DLR die Website Copernicus Data and Exploitation Platform - Deutschland (Code-DE) freischalten. Über diese Seite können Nutzer auf die meisten Daten sowie Dienste und Werkzeuge zugreifen.

 Die Gewässerqualität wird aus dem All gemessen
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chewie100 11. Mär 2017

... war das great barrier reef noch an der Ostküste!

alphaorb 10. Mär 2017

https://code-de.org/de


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