Cooper Lake (CPX4): Intel streicht 14-nm-Server-CPUs von Roadmap

Eigentlich wollte Intel seine neue 2-Sockel-Plattform mit Cooper Lake und Ice Lake bestücken, daraus wird aber nichts.

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Ein älterer Xeon W-3175X mit 6-Kanal-Interface
Ein älterer Xeon W-3175X mit 6-Kanal-Interface (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Intel hat die Cooper Lake (CPX4) genannten Xeon-Server-CPUs für 2-Sockel-Systeme eingestampft, das berichten Semi-Accurate und Serve The Home mit Verweis auf Industriequellen. Die Whitley-Plattform mit Sockel LGA 4189 sollte zuerst mit den im 14-nm-Verfahren gefertigten Cooper Lake bestückt und diese später von mit 10 nm produzierten Ice Lake SP beerbt werden.

Stattdessen wird die Plattform direkt mit Ice Lake starten, die Cooper Lake (CPX4) hingegen hat Intel von der Roadmap gestrichen. Der Sockel LGA 4189 unterstützt Xeon-Prozessoren mit acht Speicherkanälen für einen oder zwei Sockel, wobei Cooper Lake (CPX4) intern ein MCM-Design aus zwei vierkanaligen Chips darstellt. Die Ice Lake SP hingegen sind Modelle mit nativem 8-Channel-Interface und bis zu 38 CPU-Kernen.

Komplett aus dem Portfolio wird Cooper Lake jedoch nicht verschwinden: Noch im ersten Halbjahr 2020 will Intel die Cedar-Island-Plattform mit vier und acht Sockeln ausliefern, die Fassung LGA 4189 mit anderen Kerben ist für die Cooper Lake (CPX6) ausgelegt. Wie es der Name bereits impliziert, haben diese Prozessoren sechs Speicherkanäle. Technisch unterscheidet sich Cooper Lake von den aktuellen Cascade Lake AP/SP durch die Unterstützung des Bfloat16-Formats für künstliche Intelligenz.

Dass Intel nicht mehr mit Cooper Lake (CPX4) plant, zeigte erst kürzlich eine Folie zu Barlow Pass: Die zweite Generation des nichtflüchtigen Arbeitsspeichers, der Optane DC Persistent Memory v2, ist bei der Whitley-Plattform nur für Ice Lake SP ausgelegt und Cooper Lake wird einzig im Kontext der Cedar-Island-Plattform erwähnt. AMD plant derweil die Epyc 7003 (Milan) mit 7-nm-Technik und Zen-3-Architektur sowie 64 CPU-Kernen.

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CPUNodeKerneSockelRAM-KanälePCIeLaunch
Nehalem EPXeon W559045 nm4LGA 13663x DDR3-133336x Gen22009
Westmere EPXeon X569032 nm6LGA 13663x DDR3-133336x Gen22010
Sandy Bridge EPXeon E5-269032 nm8LGA 20114x DDR3-160040x Gen22012
Ivy Bridge EPXeon E5-2690 v222 nm10LGA 20114x DDR3-186640x Gen32013
Haswell EPXeon E5-2699 v322 nm18LGA 2011-34x DDR4-213340x Gen32014
Broadwell EPXeon E5-2699 v414 nm22LGA 2011-34x DDR4-240040x Gen32016
Skylake SPXeon 8180M14+ nm28LGA 36476x DDR4-266648x Gen32017
Cascade Lake SPXeon 8280M14++ nm28LGA 36476x DDR4-2933, Optane48x Gen32019
Ice Lake SPXeon 838010 nm40LGA 41898x DDR4-3200, Optane v264x Gen42021
Sapphire Rapids SP(?)Intel 756LGA 46778x DDR5, Optane v3Gen52022
Emerald Rapids SP(?)Intel 764LGA 46778x DDR5, Optane v3Gen52023
Granite Rapids SP(?)Intel 3(?)LGA 46778x DDR5, Optane v4Gen52024
Sierra Forest SP(?)Intel 3(?)(?)(?)(?)2025
Diamond Rapids SP(?)(?)(?)(?)(?)(?)2025
Xeon-Generationen (Dual Sockel) von Intel im Überblick


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