Cookie Theft: Google stoppt Krypto-Scam und Accountklau auf Youtube

Kriminelle haben zahlreiche bekannte Youtube-Accounts übernommen, um diese weiterzuverkaufen oder für Betrügereien zu nutzen.

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Youtube hat immer wieder mit Account-Übernahmen zu kämpfen.
Youtube hat immer wieder mit Account-Übernahmen zu kämpfen. (Bild: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images)

Die zur Untersuchung und Abwehr spezifischer Angriffe zuständige Threat Analysis Group (TAG) von Google berichtet in einem aktuellen Blogpost von einer großangelegten Kampagne zur Übernahme von Youtube-Accounts, gegen die das Team seit inzwischen rund zwei Jahren vorgeht.

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Kriminelle haben nach Angaben von Googles TAG-Team Accounts auch bekannter Youtuber übernommen, um die Zugänge dann in Livestreams wiederum weiterzuverkaufen oder um sie für Betrügereien im Zusammenhang mit sogenannter Kryptowährung zu nutzen (Krypto-Scam).

Dass bekannte Accounts für Krypto-Scams übernommen werden oder dies zumindest versucht wird, hat unter anderem der Promi-Hack bei Twitter im vergangenen Jahr gezeigt. Auch dabei verbreiteten die Angreifer über die Profile Werbung für dubiose Kryptowährungs-Deals.

Kriminelle nutzen Phishing-Methoden

Zu den Youtube-Account-Übernahmen heißt es bei Google: "Die Hintermänner dieser Kampagne, die wir einer Gruppe von Hackern zuschreiben, die in einem russischsprachigen Forum rekrutiert wurden, ködern ihre Zielpersonen mit gefälschten Angeboten zur Zusammenarbeit (typischerweise eine Demo für Antivirensoftware, VPN, Musikplayer, Fotobearbeitung oder Online-Spiele) und kapern ihren Kanal."

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Dabei handelt es sich also wohl um eine mehr oder weniger klassische Phishing-Kampagne. Die Account-Übernahme läuft dann über einen sogenannten Cookie-Theft-Angriff. Dabei wird die über das Phishing eingespielte Schadsoftware genutzt, um eben Cookies oder auch Passwörter aus einer Browser-Session auf die Systeme der Angreifer zu leiten.

Google hat eigenen Angaben zufolge mehr als 1.000 Domains ausgemacht, die speziell für die Kampagne genutzt wurden, etwa um fingierte Webseiten für das Phishing zu erstellen. Darüber hinaus seien etwa 15.000 E-Mail-Accounts identifiziert worden. Die meisten davon seien ebenfalls speziell für die Kampagne erstellt worden. Details zu konkreten Vorfällen und betroffenen Accounts nennt das Unternehmen jedoch nicht.

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