Control: Remedy Entertainment mit übersinnlichen Räumen

Der erste Tag im neuen Job läuft für Agentin Jesse richtig mies: Statt mit Kaffeemaschine und Passwörtern kämpft sie im Actionspiel Control von Remedy Entertainment (Max Payne, Quantum Break) mit einer mysteriösen Macht.

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Ihren ersten Arbeitstag hat sich Jesse vermutlich anders vorgestellt.
Ihren ersten Arbeitstag hat sich Jesse vermutlich anders vorgestellt. (Bild: Remedy Entertainment)

Ihren ersten Arbeitstag hat sich Jesse Faden vermutlich anders vorgestellt: Als neue Leiterin des Federal Bureau of Control hätte sie bestimmt erst mal gern ihre Mitarbeiter kennengelernt, die Kaffeemaschine ausprobiert und den Schreibtisch eingerichtet. Stattdessen kämpft sie vom ersten Moment an mit einer übersinnlichen Macht - nämlich in Control, dem nächsten Werk des finnischen Entwicklerstudios Remedy Entertainment (Max Payne, Quantum Break).

Zumindest auf der Präsentation im Rahmen der E3 2018 wirkte es so, als sei neben Jesse das Bürogebäude der eigentliche Star von Control. Nach Angaben der Entwickler sieht es von außen relativ klein und unauffällig aus, offenbart innen dann aber gewaltige Dimensionen und Räume, die sich ständig verwandeln.

Da verschieben sich Plattformen, Gänge verdrehen sich um sich selbst bis ins unendliche, Wände verschwinden und geben den Blick auf neue Ebenen frei. Bei einer Präsentation durch die Entwickler hinterließ das einen interessanten, grafisch ungewöhnlichen Eindruck - allerdings dürfte die meist abstrakte und düster gehaltene Optik nicht jedem gefallen. Stellenweise haben uns die verschachtelten Umgebungen an die logisch unmöglichen Welten des Grafikers M. C. Escher erinnert.

Auf ihren Erkundungen stößt Jesse, die der Spieler aus der Schulterperspektive steuert, immer wieder auf schwebende Menschen oder zumindest menschenähnliche Figuren. Sobald sich die Hauptfigur denen nähert, erwachen sie zumindest stellenweise zum Leben und greifen an. Jesse verteidigt sich zum einen mit einem mysteriösen Revolver, der offenbar über Spezialfähigkeiten verfügt - dazu will Remedy aber erst später mehr verraten.

Zum anderen beherrscht Jesse selbst Superkräfte. Sie kann sich mit einem Schild vor Angriffen schützen sowie Objekte - Schreibtische oder Türen - in Richtung ihrer Gegner schleudern. Im Spielverlauf lernt sie weitere Skills, dann kann sie etwa schweben und so eingestürzte Brücken überwinden.

Kampf und Kühlschrank

Bei ihren Erkundungen stößt Jesse nicht nur auf schwebende Figuren, sondern manchmal auch auf scheinbar ganz normale Menschen. Einmal haben wir einen Putzmann mit Besen und Eimer gesehen, der dann allerdings aus dem Nichts heraus ebenfalls einen Angriff eröffnete.

Und einmal haben wir einen Mann gesehen, der in einem Käfig vor vor einem orangenen Kühlschrank saß und weinte. Wenn wir ihn im fertigen Spiel ansprechen, sollen wir eine Nebenquest angeboten bekommen, um an weitere Fähigkeiten oder sonstige Extras zu gelangen.

Bei der längeren Präsentation ist uns noch nicht so richtig klar geworden, wie uns Control eine auch emotional interessante Geschichte erzählen möchte. Außerdem sehen wir die Gefahr, dass wir uns in dem riesigen und verschachtelten Bürokomplex ständig verlaufen. Allerdings hat Remedy auch noch Zeit, sich um solche Probleme zu kümmern - Control soll erst 2019 für Xbox One, Playstation 4 und Windows-PC auf den Markt kommen.

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