Control angespielt: Volle Kontrolle im Mikrokosmos

Nach der ersten Präsentation vor einem Jahr waren wir skeptisch, beim Anspielen hat uns Control richtig viel Spaß gemacht - auch dank guter (Steuerungs-)Kontrolle. Das nächste Werk von Remedy Entertainment spielt in einem ungewöhnlichen Inhouse-Mikrokosmos.

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Artwork von Control
Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)

Warum schweben da Menschen in der großen Halle, und was ist das für eine merkwürdige durchsichtige Kugel? Egal - wir haben erst mal andere Probleme: Der Sicherheitsdienst des Federal Bureau of Control greift uns an, und wir müssen uns natürlich wehren. Das ist eigentlich unlogisch, weil wir als Direktorin der Behörde ja eigentlich alles andere als ein Eindringling sind. Noch dazu haben wir als Jesse Faden gerade unseren ersten Arbeitstag in dem Gebäude und uns den Empfang irgendwie freundlicher vorgestellt.

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In Control gibt es noch sehr viel mehr Merkwürdigkeiten. Das Programm entsteht derzeit beim finnischen Entwicklerstudio Remedy Entertainment. Am Rande der GDC 2019 konnten wir das Actionspiel auf der Playstation 4 ausprobieren und waren vom ersten Augenblick an positiv überrascht, denn neben der merkwürdigen Umgebung und der mysteriösen Handlung (Vorschau von der E3 2018) hat uns ganz praktisch die Action vom ersten Moment an Spaß gemacht.

Auf unsere Bemerkung, dass sich die Steuerung erstaunlich gut anfühle, erklärte uns einer der Entwickler: Remedy habe das System etwa gegenüber dem letzten Spiel Quantum Break von Grund auf neu programmiert. Bei Control führe das Programm unsere Eingaben sofort aus und sehe dann zu, dass es die Animationen irgendwie passend dazu hinbekomme. Bei Quantum Break sei das anders gewesen, da habe die Hauptfigur (stark vereinfacht) erst dann eine Bewegung gemacht, wenn das Animationssystem sich darauf eingestellt habe.

In Control können wir mit Jesse auf Knopfdruck in die Höhe springen und fliegen, mit dem rechten Trigger unter anderem Schutt und Steine aus der Umgebung ziehen und auf die Gegner schleudern oder mit der linken Schultertaste ebenfalls aus Steinbrocken eine Schutzwand um uns beschwören. Das macht spontan erstaunlich viel Spaß, zumal die Bildrate relativ hoch zu sein scheint. Wir tippen auf 60 fps, bestätigen wollten die Entwickler das aber nicht.

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Mit der Kombination aus Flügen und Sprüngen, flüssig von der Hand gehender Umgebungsmanipulation und einer ganz klassischen Waffe haben wir uns in der Demoversion durch ein Forschungslabor gekämpft, neben klassischen Soldaten mussten wir dabei auch gegen fliegende Wesen und andere Skurrilitäten kämpfen.

Dazu kommen weitere Besonderheiten: Die angesprochene durchsichtige Kugel etwa heilt die Feinde in ihrer Nähe. Wir können das Ding aber mit einer unserer Spezialkräfte auch so verändern, dass es uns heilt. Das Gleiche können wir auch mit feindlichen Soldaten tun, indem wir uns in ihre Nähe begeben und dann etwas länger die entsprechende Taste drücken. Das ist nicht ungefährlich, weil wir in der Zeit ungeschützt sind. Aber wenn es klappt, haben wir Verstärkung und können zusehen, wie sich Feinde und unsere temporäreren Verbündeten gegenseitig bekriegen. Beim Hands-on hat sich so ein toller Spielfluss ergeben, der uns viel Spaß gemacht hat.

Auch grafisch hat das auf der Northlight-Engine von Remedy basierende Programm innerhalb der letzten Monate sichtbar Fortschritte gemacht. Geblieben sind viele abstrakt anmutende Umgebungen aus Beton, dazu gekommen sind aber schöne Lichteffekte und sehr viel Abwechslung, etwa in Form einer holzgetäfelten Bibliothek.

  • Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)
  • Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)
  • Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)
  • Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)
  • Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)
  • Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)
  • Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)
Artwork von Control (Bild: Remedy Entertainment)

Noch nicht so richtig klar ist uns, wie viel Freiheit wir in Control haben werden. Das Programm erzählt offenbar eine recht klar vorgegebene Handlung, die sich um mysteriöse Eindringlinge im Federal Bureau of Control, aber auch um Machtkämpfe hinter den Kulissen dreht. Allerdings scheinen wir relativ viel Freiheit zu haben, in welcher Reihenfolge wir die Aufgaben erledigen und die unterschiedlichen Bereiche erkunden - und vor allem, wie groß die Behörde und damit die Spielumgebung ist. Das Spiel ist Missions-basiert, wir können die jeweils verfügbaren Aufgaben in einem Journal genauer anschauen und auswählen.

Control soll am 27. August 2019 für Xbox One und Playstation 4 auf den Markt kommen, die PC-Version erscheint exklusiv im Epic Games Store. Neben einer Standardversion sind mehrere Spezialausgaben mit Zusatzinhalten geplant.

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