Abo
  • Services:

Continuous Integration: Jenkins-Gründer will Software in Cloud-Ära überführen

Der Erfinder der CI/CD-Lösung Jenkins, Kohsuke Kawaguchi, stellt Pläne für die Software vor. Er will die Entwicklung von Jenkins 2 beschleunigen und zugleich eine Cloud-Native-Version veröffentlichen, die auf Kubernetes läuft.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Cloudbees kümmert sich als Hauptsponsor und Enterprise-Dienstleister um Jenkins.
Cloudbees kümmert sich als Hauptsponsor und Enterprise-Dienstleister um Jenkins. (Bild: Cloudbees)

In einem längeren Blogpost führt der Jenkins-Gründer und Cloudbee CTO Kohsuke Kawaguchi einige Probleme auf, die seiner Meinung nach die Software derzeit betreffen. So stecke die Open-Source-Software derzeit in einem "lokalen Optimum" fest. Die CI/CD-Landschaft (Continuous Integration und Continuous Delivery) habe sich demnach in den vergangenen Jahren komplett verändert und das Jenkins-Projekt müsse darauf reagieren. Einerseits soll deshalb eine Cloud-Native-Variante von Jenkins entstehen, andererseits soll das Projekt die Jenkins-2-Entwicklung beschleunigen.

Stellenmarkt
  1. LexCom Informationssysteme GmbH, München
  2. Bosch Gruppe, Reutlingen

Jenkins sei derzeit zwar Kernbestandteil in vielen Unternehmen, schreibt Kawaguchi, dafür aber zu schwierig zu verwenden und vor allem schwer zu skalieren. Zu den Problemen hinzu komme, dass die Entwickler und Admins auch Angst davor hätten, Jenkins und seine Plugins zu aktualisieren, aus Furcht, Dinge kaputt zu machen. Ebenso sei das ursprüngliche Lego-Prinzip von Jenkins heute nicht mehr angemessen. Entwickler bräuchten stattdessen schlüsselfertige Lösungen, was mit den Neuerungen erreicht werden soll.

Cloud Native Jenkins für Kubernetes geplant

Das geplante Cloud Native Jenkins (CNJ) soll unter anderem eine generalisierbare CI/CD-Engine mitbringen, die auf Kubernetes läuft. Es soll eine fundamental andere Architektur und einen neuen Erweiterungsmechanismus verwenden und dadurch zusammen mit Kubernetes beliebig skalieren. Es soll eine Serverless/FaaS-Build-Execution ermöglichen, bestimmte Funktionalitäten als Microservices und Container anbieten und die Dienste sollen über Custom Ressource Definitions (CRDs) mit Kubernetes kommunizieren. Jenkinsrunner sei hierfür ein Beispiel.

Laut Kawaguchis Vorschlag soll im ersten Schritt ein Minimum Viable Product (MVP) dafür entstehen. Dazu soll das Projekt bestehende Bemühungen von Jenkins Pipeline, Jenkins Evergreen, Jenkinsfile Runner sowie Jenkins Configuration as Code zusammenführen, um eine FaaS-artige Jenkins Build Engine zu bauen, auf die Jenkins X aufsetzen kann.

Eine grafische Oberfläche bringt das MVP zunächst einmal nicht mit, diese könne später ergänzt werden. Dann vermutlich aber als Cloud Native App, nicht als Plugin.

Schnellere Entwicklung von Jenkins 2

Neben der Cloud-Version soll das Projekt nach Vorstellung von Kawaguchi und weiteren Entwicklern Version 2 weiter voranbringen, dabei aber die Arbeiten deutlich beschleunigen. Man will sich notfalls auch von einigen Komponenten trennen, um künftig schneller zu entwickeln und eine höhere Stabilität zu erreichen.

Einige Kernentwickler denken über ein neues Release-Modell nach. Jenkins werde dann nicht mehr "für immer kompatibel" bleiben, sondern neue Major-Versionen einführen, die Upgrades erfordern. Zugleich will man helfen, existierende Jobdefinitionen und Freestyle-Jobs zu bewahren.

Weitere Vorschläge sehen vor, Configuration as Code stärker in den Vordergrund zu rücken und zu beschleunigen, die Entwicklererlebnisse durch automatisches Erkennen von Projekttypen zu verbessern und die Jenkins Pipeline weiter zu optimieren. Zugleich wolle das Entwicklerteam die angebotenen Funktionen sinnvoll und nach Absprache mit der Community reduzieren. Weitere Vorschläge und Details liefert der Blog-Eintrag von Kawaguchi.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Trockenobst 05. Sep 2018

Das Problem von allen Build Tools per Se ist zunehmend, dass die Komplexität der...

Sylvan1 04. Sep 2018

Gab es dafür echt keine bessere Übersetzung? Ist nicht mal kritisch gemeint - ich...


Folgen Sie uns
       


Cocktailmixer Hector 9000 ausprobiert

Wie funktioniert ein Cocktail-Mixer aus dem 3D-Drucker? Wir haben uns den Hector 9000 des Chaostreffs Recklinghausen mal vorführen lassen und ein bisschen nachgebaut.

Cocktailmixer Hector 9000 ausprobiert Video aufrufen
Metro Exodus im Technik-Test: Richtiges Raytracing rockt
Metro Exodus im Technik-Test
Richtiges Raytracing rockt

Die Implementierung von DirectX Raytracing in Metro Exodus überzeugt uns: Zwar ist der Fps-Verlust hoch, die globale Beleuchtung wirkt aber deutlich realistischer und stimmungsvoller als die Raster-Version.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Chip der Geforce GTX 1660 Ti ist überraschend groß
  2. Deep Learning Supersampling Nvidia will DLSS-Kantenglättung verbessern
  3. Geforce RTX Battlefield 5 hat schnelleres Raytracing und DLSS-Glättung

Digitaler Hausfriedensbruch: Bund warnt vor Verschärfung der Hackerparagrafen
Digitaler Hausfriedensbruch
Bund warnt vor Verschärfung der Hackerparagrafen

Ein Jahr Haft für das unbefugte Einschalten eines smarten Fernsehers? Unions-Politiker aus den Bundesländern überbieten sich gerade mit Forderungen, die Strafen für Hacker zu erhöhen und den Ermittlern mehr Befugnisse zu erteilen. Doch da will die Bundesregierung nicht mitmachen.
Von Friedhelm Greis

  1. Runc Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Container-Host
  2. Security Metasploit 5.0 verbessert Datenbank und Automatisierungs-API
  3. Datenbank Fehler in SQLite ermöglichte Codeausführung

Carsharing: Regierung will Mobilitätsdienste per Gesetz stärken
Carsharing
Regierung will Mobilitätsdienste per Gesetz stärken

Die digitalen Plattformen für Carsharing und Carpooling sollen Rechtssicherheit bekommen. BMW, Daimler und VW sowie Uber & Co. stehen in den Startlöchern.
Ein Bericht von Daniel Delhaes und Markus Fasse

  1. Lobbyregister EU-Parlament verordnet sich mehr Transparenz
  2. Contract for the web Bundesregierung unterstützt Rechtsanspruch auf Internet
  3. Initiative D21 E-Government-Nutzung in Deutschland ist rückläufig

    •  /