Content-Management-Systeme: Wordpress ist sicherer als die Konkurrenz

Kritische Sicherheitslücken werden heutzutage innerhalb von Stunden ausgenutzt. Dagegen helfen schnelle und automatische Updates.

Ein IMHO von Hanno Böck veröffentlicht am
Eine mit Malware verseuchte Webseite - eine Meldung, die kein Webmaster gerne sieht.
Eine mit Malware verseuchte Webseite - eine Meldung, die kein Webmaster gerne sieht. (Bild: Screenshot / Google Chrome)

Wie heute bekannt wurde, gab es im Content-Management-System Wordpress eine kritische Sicherheitslücke. Und wie jedesmal gibt es einige, die sich in ihrer Meinung bestätigt sehen, dass Wordpress sowieso besonders unsicher ist. Doch Wordpress ist mit Abstand das sicherste Content-Management-System, das zur Zeit verfügbar ist.

Jüngste Wordpress-Lücke war peinlich und vermutlich vermeidbar

Inhalt:
  1. Content-Management-Systeme: Wordpress ist sicherer als die Konkurrenz
  2. Automatische Updates sorgen für Sicherheit

Sicherheitslücken und Bugs sind immer ärgerlich. Und ja, bei der jetzt gefundenen Wordpress-Lücke kann man mit Recht argumentieren, dass sie in die eher peinliche Kategorie fällt und vermutlich durch eine defensivere Programmierweise oder durch bessere Review-Prozesse hätte verhindert werden können.

Aber bislang zumindest gibt es realistischerweise keine praktikable Möglichkeit, Software zu entwickeln, die frei von Bugs und Sicherheitslücken ist. In allen großen Webanwendungen werden regelmäßig Sicherheitslücken entdeckt - und immer wieder sind darunter auch sehr kritische. Wichtig ist deshalb vor allem, wie schnell die Sicherheitsupdates bei den Nutzern landen.

Übrigens: Wer glaubt, dass seine kleine Webseite nicht das Ziel von Angriffen wird, denkt falsch. Denn die meisten Angriffe finden nicht statt, um dem Betreiber der Seite zu schaden, sondern um sie als Infrastruktur für weitere Angriffe zu nutzen. Nicht selten finden Betreiber kleiner Webseiten heraus, dass ihre Seiten als Spamschleuder oder als Hostingplattform für Malware und Phishing mißbraucht werden - oft aber erst, wenn die Seite anschließend vom Webhoster gesperrt wird.

Angriffe innerhalb von Stunden

Stellenmarkt
  1. Teamleitung Business Intelligence (w/m/d)
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg (Home-Office möglich)
  2. IT Application Manager / Financial Data Manager (m/w/d)
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
Detailsuche

Es lohnt ein Rückblick auf eine Lücke in Drupal, die im Oktober 2014 unter dem Namen Drupalgeddon bekannt wurde. Drupalgeddon ermöglicht das Ausführen oder Hochladen von beliebigem Code. Eine Woche nach deren Veröffentlichung verschickten die Drupal-Entwickler eine weitere Warnung: Die Angriffe mithilfe dieser Lücke begannen bereits wenige Stunden, nachdem sie bekannt wurde. Jeder, der seine Drupal-Webseite nicht innerhalb von sechs Stunden aktualisiert hatte, sollte davon ausgehen, dass diese kompromittiert ist.

Man kann davon ausgehen, dass Ähnliches für alle gravierenden Sicherheitslücken in bekannten Content-Management-Systemen gilt. In den vergangenen Jahren gab es auch mehrfach ähnlich kritische Lücken in Joomla. Typo3 ist von den kritischen Lücken in jüngerer Zeit verschont geblieben, aber in Sicherheit wiegen sollte man sich wohl auch da nicht.

Hier zeigt sich ein ganz offensichtliches Dilemma: Wenn solche Sicherheitslücken innerhalb von Stunden ausgenutzt werden, kann man diese Systeme eigentlich nur verantwortungsbewusst betreiben, wenn jemand bereitsteht, der ein entsprechendes Update innerhalb kürzester Zeit installiert. Doch diese freien Content-Management-Systeme werden oft von kleinen Firmen, Vereinen oder Privatleuten eingesetzt - und nicht selten auch explizit für diese beworben. Doch die wenigsten kleinen Unternehmen oder Vereine dürften fulltime einen Administrator beschäftigen, der im Zweifel alles stehen und liegen lässt, um sich um ein Webseiten-Update zu kümmern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Automatische Updates sorgen für Sicherheit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Richtig Steller 06. Feb 2017

...denn damit Installationen via Klick und Auto-Updater funktionieren muss im Falle von...

crazypsycho 05. Feb 2017

Wie es unter der Haube aussieht, ist für eine Entscheidung aber nicht relevant. Denn...

crazypsycho 04. Feb 2017

Ja wer nie Wordpress genutzt hat, der kann sich gar nicht vorstellen, wie klasse das...

crazypsycho 04. Feb 2017

Wir haben zig mehrsprachige Wordpress-Websites am laufen. Bei keiner hat sich je die...

violator 03. Feb 2017

Eben. Und im Gegensatz zu Joomla usw. gibts bei WP wenigstens regelmäßige und schnelle...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bastelrechner
Mini-Linux-Handheld könnte nur 15 US-Dollar kosten

Ein kleines Display, Split-Tastatur und eine minimale Hardware-Ausstattung sollen das Gerät zum kleinstmöglichen Linux-Rechner machen.

Bastelrechner: Mini-Linux-Handheld könnte nur 15 US-Dollar kosten
Artikel
  1. Rauchgranate: Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y
    Rauchgranate
    Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y

    Mit einer Rauchgranate hat Tesla den Effekt des Biowaffen-Abwehrmodus im Model Y auf die Insassen veranschaulicht.

  2. Gesichtsbilder: Polizei-Behörden erhalten europaweit mehr Datenzugriff
    Gesichtsbilder
    Polizei-Behörden erhalten europaweit mehr Datenzugriff

    Über 60 Millionen biometrische Fotos sollen Polizei-Behörden im Schengen-Raum zugänglich gemacht werden. Auch ein zentraler Datenspeicher ist geplant - und mehr.
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  3. CHIPS Act: Das 21. Jahrhundert wird das amerikanische
    CHIPS Act
    "Das 21. Jahrhundert wird das amerikanische"

    52 Milliarden US-Dollar, um die lokale Halbleiterfertigung zu stärken: Senat und Repräsentantenhaus haben zugestimmt, Joe Biden soll folgen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /