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Content Authenticity Initiative: Adobe will Echtheitssiegel für Fotos entwickeln

Um gefälschte von echten Inhalten zu unterscheiden, könnte zukünftig ein Blick in die Metadaten eines Fotos genügen. Mit einem neuen System will Adobe Urheber und dokumentierte Veränderungen an Inhalten dauerhaft mit Dateien verknüpfen.

Artikel veröffentlicht am , Martin Wolf
Nicht alle Bildmanipulationen sind leicht zu erkennen.
Nicht alle Bildmanipulationen sind leicht zu erkennen. (Bild: Pixabay)

Adobe hat auf seiner Hausmesse Adobe Max in Los Angeles eine Initiative zur Verifizierung von Online-Inhalten angekündigt. Zusammen mit Twitter und der New York Times will das Softwareunternehmen in den kommenden Monaten die technische Basis für die lückenlose Dokumentation der Erstellung und Bearbeitung von Fotos erstellen. Dann könnte das System sowohl Fotografen und Künstlern als auch den Konsumenten nützen: Erstere haben einen dauerhaften Nachweis ihrer Urheberschaft, Zweitere eine Möglichkeit, den Umfang der Nachbearbeitung und eventuelle inhaltliche Veränderungen zu beurteilen.

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Das Werkzeug soll in Photoshop integriert werden und plattformunabhängig funktionieren. Wie die Lösung technisch aussieht, wird sicherlich darüber entscheiden, ob das System erfolgreich ist. So könnte ein komplexes proprietäres digitales Rechtemanagement auf Fotografen und Designer eher abschreckend wirken. Auch Sicherheitsaspekte spielen eine Rolle: Wenn sich das Siegel fälschen oder entfernen lässt, dürfte das Vertrauen schnell verspielt sein. Bisherige Versuche, Fotos beispielsweise über digitale Wasserzeichen zu schützen, lassen sich leicht aushebeln.

Ein Vertreter von Adobe sagte am Samstag auf der Hausmesse: "Wir wissen, dass wir den Veränderungsprozess in unseren Creative-Cloud-Programmen bis ins Detail dokumentieren und danach zur Verfügung stellen können." So sei es etwa möglich, solche Prozesse durch Schlagworte wie "kosmetische Veränderungen" oder "signifikante Bearbeitung" in den Metadaten kenntlich zu machen. Das freiwillige System solle nicht auf Adobe-Software beschränkt sein, sondern einen offenen Standard darstellen.

Adobe, Twitter und die New York Times wollen in den kommenden Wochen weitere Partner in der Industrie finden, um die Content Authenticity Initiative langfristig möglichst auf eine breite Basis zu stellen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Adobe an der Adobe Max in Los Angeles teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Adobe übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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kendon 07. Nov 2019

Ich nehm dann auch ein Stück.

kendon 07. Nov 2019

Wenn man nicht eine DRM-Kette wie HDCP etablieren will bekommt jeder Prozess dem ich es...

kendon 05. Nov 2019

Und spätestens wenn das Root-Zertifikat bei Adobe geklaut wird ist die komplette...

plutoniumsulfat 05. Nov 2019

:D Immer diese Rechtefragen :D


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