Container: Githubs Kubernetes-Cluster überlebt regelmäßige Kernel-Panic
Der Code-Hosting-Dienst Github nutzt zur Verwaltung seiner Webseite sowie der API-Zugriffe seit einigen Wochen einen selbst aufgesetzten Kubernetes-Cluster, der zur Orchestrierung der unterschiedlichen Dienste auf Githubs sogenannter Metal-Cloud dient. Damit habe das Entwickler-Team in nur wenigen Monaten den alten Aufbau völlig abgelöst, der seit acht Jahren im Grunde unverändert gewesen sei.
Wie das Github-Team in seinem Technikerblog(öffnet im neuen Fenster) schreibt, sind die mit Container-Technologie und der Orchestrierung Kubernetes üblicherweise verbundenen Vorteile so auch bei Github eingetreten. Einzelne Teams können ihre kleinen speziellen Anwendungen nun leichter und viel schneller als bisher auch einfach selbst ausrollen. Das Team für das Site Reliability Engineering (SRE) kann sich damit wieder verstärkt auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren: das Pflegen und Bereitstellen von Infrastruktur.
Darüber hinaus beschreibt das Team aber auch einige eher unerwartete Fehler bei ihrer Migration auf Kubernetes. So hätten etwa Tests ergeben, das der Ausfall eines einzelnen API-Knotens die gesamte verfügbare Arbeitslast im gesamten Cluster deutlich negativ beeinflusse. Da dies aber möglicherweise den gesamten Github-Dienst stören könnte, laufen die Anwendungen nun pro Rechenzentrum in mehreren Cluster. Sollte ein Cluster Probleme bereiten, werden Aufrufe dann automatisch auf andere laufende Cluster verteilt.
Das Team berichtet auch davon, dass sehr hohe Lasten teilweise zu einer Kernel-Panic in den Kubernetes-Nodes führt. Bei solch einem Systemabsturz helfen nur Neustarts des gesamten Systems. Obwohl dieses Problem weiterhin auftritt und die Entwickler noch nach einer Ursache suchen, läuft Kubernetes bereits produktiv im Einsatz. Immerhin sei Kubernetes in der Lage, diese Probleme automatisch zu umgehen, so dass die intern vorgegebenen Fehlerraten weiter eingehalten werden können.
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