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Container: Docker wechselt Image-Basis von Ubuntu zu Alpine Linux

Docker stellt die Basis seiner Container von Ubuntu Core auf Alpine um. Dabei geht es sowohl um Platzersparnis als auch um erhöhte Sicherheit.
/ Ferdinand Thommes
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Docker wechselt Basis des Container-Images. (Bild: Flickr)
Docker wechselt Basis des Container-Images. Bild: Flickr / CC-By-SA 2.0

Das Container-Format Docker soll ein möglichst kleines Image erhalten. Dazu wird die Image-Basis von Ubuntu auf die Linux-Distribution Alpine Linux umgestellt, die besonders klein, schnell und sicher ist. Firmenchef Solomon Hykes teilte in einem Kommentar auf der Webseite Hacker News(öffnet im neuen Fenster) mit, Docker Incn habe Natanael Copa, den Gründer von Alpine Linux(öffnet im neuen Fenster) , für die Umstellung verpflichtet.

Der Cloud-Consultant Brian Christner hat in seinem Blog einen Größenvergleich verschiedener Basisdistributionen(öffnet im neuen Fenster) angestellt, der zeigt, wie viel Platz dadurch zu sparen ist. Das jetzige Ubuntu-Core-Image ist 188 MByte groß, ein Image von Alpine Linux dagegen nur 5 MByte. Er berichtet, dass das offizielle Image mit Ubuntu-Core als Basis auf Docker Hub derzeit mehr als 40 Millionen Downloads zu verzeichnen habe. Das rechnet er auf eine Datenmenge von über 7.500 TByte hoch. Mit einem Image von Alpine Linux würde sich die gleiche Menge an Downloads auf lediglich rund 200 TByte belaufen.

Der Anwender spart nicht nur erheblich an Speicherplatz und Datenverkehr, sondern auch Zeit beim Download, der Installation und dem Ausrollen auf dem Docker Host. Zudem erhöht ein System mit kleinerem Fußabdruck die Sicherheit, da die Angriffsfläche verringert wird.

Alpine Linux(öffnet im neuen Fenster) ist eine Distribution, die sich hauptsächlich an Entwickler wendet und auf Busybox(öffnet im neuen Fenster) und der C-Standard-Bibliothek Musl(öffnet im neuen Fenster) basiert. Im Kernel verwendet Alpine die PAX- und GRSecurity-Patches. Zudem werden alle Pakete zum besseren Schutz gegen Buffer Overflows mit Stack Smashing Protection(öffnet im neuen Fenster) kompiliert. Alpine bietet neben einem eigenen Paketmanagement alternativ zur Kommandozeile auch Desktop-Umgebungen wie Gnome, Xfce und Mate in seinen Archiven an.


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