Container, DevOps, Agilität: Runter von der Insel!

Konzerne führen DevOps, agiles Arbeiten und Container gerne im Paket ein. Das soll helfen, auch den trägsten Konzern von innen heraus fit für die Zukunft zu machen. Was dabei jedoch alles schieflaufen kann und wie echte Erfolge erzielt werden, erzählt ein IT-Consultant aus eigenem Erleben.

Ein Erfahrungsbericht von Valentin Höbel veröffentlicht am
In Konzernen arbeiten die einzelnen Abteilungen oft viel für sich. Agiles Arbeiten funktioniert aber besser ohne solche Inseln.
In Konzernen arbeiten die einzelnen Abteilungen oft viel für sich. Agiles Arbeiten funktioniert aber besser ohne solche Inseln. (Bild: Arist Creathrive/Pexels)

Wer schon einmal für einen Konzern gearbeitet hat, weiß um die enormen Möglichkeiten solcher Organisationen: Tausende Menschen arbeiten unter einem Dach und verfügen über riesige Ressourcen nicht nur, aber vor allem, finanzieller Natur. Spezialisierte Fachkräfte werden in spezialisierten Abteilungen gebündelt, was für eine klassische Arbeitsverteilung sorgt: Wer ein neues Netz braucht, wendet sich an die Netzwerk-Gurus, wer neue Datenbank-Cluster braucht, fragt beim DB-Team an.

  • Klassische Ausgangslage: Dev und Ops als isolierte Teams (Bild: Matthew Skelton und Manuel Pais auf web.devopstopologies.com/Screenshot: Golem.de)
  • Eine DevOps-Abteilung einzurichten, schafft meist nur ein weiteres Silo. (Bild: Matthew Skelton und Manuel Pais auf web.devopstopologies.com/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Unterteam mit DevOps hat meist nur geringen Erfolg. (Bild: Matthew Skelton und Manuel Pais auf web.devopstopologies.com/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Etikettentausch löst die ursprünglichen Probleme nicht. (Bild: Matthew Skelton und Manuel Pais auf web.devopstopologies.com/Screenshot: Golem.de)
  • DevOps-Topologie, wenn Dev und Ops zusammenfinden. (Bild: Matthew Skelton und Manuel Pais auf web.devopstopologies.com/Screenshot: Golem.de)
Klassische Ausgangslage: Dev und Ops als isolierte Teams (Bild: Matthew Skelton und Manuel Pais auf web.devopstopologies.com/Screenshot: Golem.de)

Die klassischen Strukturen, die sich in Konzernen herausbilden, bringen aber auch Nachteile mit sich. Denn so eine Organisation kann unglaublich träge sein. Wenn ein neues Vorhaben begonnen wird, können Jahre bis zur Fertigstellung eines Produktes vergehen. Betriebsteams, Security, Compliance, Management, Marketing, Vertrieb - alle wollen und müssen involviert werden.

Durch die hohe Fragmentierung der Belegschaft auf zahlreiche Abteilungen entsteht ein gewaltiger Kommunikations-Overhead - und wer einmal an einer wichtigen und vielleicht auch mächtigen Position sitzt, hält gerne an seiner Rolle fest. Alte Gewohnheiten manifestieren sich nicht selten so stark, dass sie auch nach zehn Jahren noch Bestand haben, während anderswo mit moderneren oder effizienteren Methoden schneller Fortschritt möglich ist.

Wenn beispielsweise Software nach dem klassischen Modell entwickelt wird, werden andere Teams als das Entwicklerteam erst einbezogen, wenn sich das Produkt der Fertigstellung nähert. Kommen dann Probleme auf, verzögert sich die Auslieferung. Im schlimmsten Fall müssen sogar Änderungen vorgenommen werden, damit alle Vorgaben erfüllt werden. Abhängig von der Größe des Projekts kann es zu absurden Situationen kommen, in denen zum Release-Zeitpunkt beispielsweise der Bedarf oder die Nachfrage am Produkt gesunken sind, das Produkt aber durch nachträgliche Anpassungen teurer wird. Kein Wunder, dass sich motivierte Mitarbeiter oder Führungskräfte in Konzernen für DevOps und agile Methoden begeistern können, denn damit passiert so etwas nicht.

DevOps to the rescue!

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Das träge Konzerngebilde kann damit aufgebrochen werden. Wo immer ich als IT-Consultant bei einer Einführung von DevOps dabei war, lag ein Hauch von Neustart in der Luft. In den meisten Fällen kam Schwung in das Unternehmen, wo zuvor über Jahre hinweg organisatorischer Stillstand geherrscht hatte.

Endlich gab es auch für die Führungskräfte wieder einen Anlass, Mitarbeiter zu motivieren, ihr Wissen und ihre Verantwortung besser zu streuen und die Kommunikation zu verbessern. Die durch Agilität und DevOps gewonnene Flexibilität wird oft auch dazu genutzt, Nutzer oder Kunden früh um Feedback zu bitten, so dass das fertige Produkt bei Veröffentlichung genau den Bedarf trifft und vielleicht sogar schon neue Aspekte berücksichtigt, die dem Team während der Entwicklungszeit bekanntgeworden sind.

Doch was ist eigentlich DevOps? Und wie kann das mit Agilität und Containern zusammenhängen?

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DevOps: ein Erklärungsversuch 
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eechauch 09. Mär 2020

Was für ein Blödsinn. Ich kann dir garantieren, dass wir im Sicherheitsbereich seit...

konsolent 06. Mär 2020

Der (durchaus lesenswerte) Beitrag beginnt mit diesem erstaunlichen Satz: "Konzerne...

dermamuschka 06. Mär 2020

Jo, verstehe auch nicht, für mich ist das offensichtliche Akquise. Euer Großkonzern ist...

VigarLunaris 05. Mär 2020

Aber auch wenn Abteilungen auch schon ohne DevOps und dem ganzen Agile gerede zusammen...

demonkoryu 05. Mär 2020

Hat mir sehr geholfen mein Verständnis zu erweitern und präzisieren. Danke!


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