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Consumer Reports: Teslas Autopilot im Vergleich nur im Mittelfeld

Consumer Reports hat Fahrassistenzsysteme von Autos getestet. Anders als vor drei Jahren hat Tesla nur einen Platz im Mittelfeld erhalten.
/ Andreas Donath
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Fahrt im Model 3 (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Fahrt im Model 3 Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Die Non-Profit-Organisation Consumer Reports hat den Autopiloten von Tesla im Vergleich zu anderen aktiven Fahrerassistenzsystemen unter anderem von Ford und General Motors getestet(öffnet im neuen Fenster) . Teslas System fiel dabei ins Mittelfeld ab.

Consumer Reports führte Tests bei zwölf verschiedenen Fahrerassistenzsystemen vor, die eine adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC) mit einem Spurhalteassistenten (LCA) kombinieren.

Consumer Reports bewertete Bluecruise von Ford als das sicherste System, gefolgt von GMs Super Cruise und Driver Assistance von Mercedes-Benz. Teslas Autopilot fiel von Platz 2 im Jahr 2020 auf Platz 7.

Laut Jake Fisher von CR hat Tesla den Anschluss an die Konkurrenz verloren, weil andere Autohersteller ihre ACC- und LCA-Systeme weiterentwickelt haben. "Der Autopilot von Tesla bietet immer noch keine kooperative Steuerung und kein effektives Fahrerüberwachungssystem. Während andere Unternehmen ihre Technologie verbessert haben, ist Tesla einfach zurückgefallen" , sagt Fisher.

Consumer Reports bewertet Teslas Autopiloten als gut in seiner Gesamtleistung

Abgesehen von der Gesamtleistung, die von CR als sehr gut bewertet wurde, da der Autopilot "sanfte Lenkeingaben macht und das Auto sowohl auf geraden als auch auf kurvigen Straßen in oder nahe der Mitte der Fahrspur hält" , schnitt Tesla in anderen Bereichen nicht gut ab.

Ein wichtiger Faktor für die Abwertung von Tesla durch CR war das Fahrerüberwachungssystem von Tesla, das deutlich schlechter war als die am besten bewerteten Systeme der Konkurrenz. Das Bluecruise-System von Ford beispielsweise überwacht die Augen des Fahrers mit Infrarotkameras und gibt innerhalb von fünf Sekunden ein akustisches Warnsignal ab, wenn der Fahrer nicht auf die Straße schaut. Bei Tesla hingegen genügt ein leichter Druck auf das Lenkrad, um dem System vorzuspielen, dass sich der Autofahrer der Straße widmet. Dies führte dazu, dass die Testfahrer erst nach 30 Sekunden gewarnt wurden, was laut Kelly Funkhouser, CR-Managerin für Fahrzeugtechnologie, "eine riskante Situation" darstellt.

Ein weiteres Problem, das CR identifizierte, war die mangelnde Fähigkeit des Tesla-Autopiloten zu erkennen, wann es sicher ist, das System zu benutzen. Das gelang einigen Systemen deutlich besser, darunter Ford und General Motors.

Der Highway Driving Assist von Hyundai/Kia/Genesis und der Pilot Assist von Volvo/Polestar schnitten im Gesamtergebnis besonders schlecht ab.


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