Constellation auf Apple TV+: Science-Fiction zum Mitdenken
Die Macher von Constellation machen es dem Zuschauer nicht einfach. Mitdenken lohnt sich aber – zumindest in den bislang veröffentlichten drei Folgen.
Hinweis: Bei dieser Rezension gehen wir auf Handlungsstränge und Ereignisse der ersten drei Folgen ein.
- Constellation auf Apple TV+: Science-Fiction zum Mitdenken
- Schwarz und Weiß zugleich
Apple TV+ ist einer der interessantesten Streamingdienste, vor allem, weil er bei den Serien ein hohes Niveau hält. Das hat Apple TV+ bei den Sci-Fi-Formaten Foundation, Infiltration, For all Mankind und Silo gezeigt. Die neue Serie Constellation (Start am 21. Februar) ist ebenfalls sehr gut und erzählt eine ganz andere Geschichte: eine, die mehr an die Werke des russischen Filmemachers Andrei Arsenjewitsch Tarkowski oder an die von Christopher Nolan erinnert.
Erdacht wurde die Geschichte von Sean Jablonski (Project Blue Book) und entwickelt von Peter Harness, der unter anderem für Doctor Who schrieb. Die Story beginnt damit, dass Jo (Noomi Rapace) mit ihrer Tochter in schwerem Schneegestöber in eine abgelegene Hütte fährt. Die Tochter verschwindet, Jo sucht sie.
Dann springt die Geschichte zurück in die Vergangenheit. Fünf Wochen zuvor ist Jo Astronautin und Wissenschaftlerin an Bord der ISS, auf der ein bahnbrechendes Experiment durchgeführt wird, die aber genau in dem Moment von einem Objekt getroffen wird, so dass die Lebenserhaltung zerstört wird.
Ein Astronaut stirbt, drei andere evakuieren mit der Sojus 2. Jo bleibt zurück und repariert die Sojus 1, mit der sie dem sicheren Tod entkommen soll.
Auf der Station, aber auch danach, hat sie Halluzination – oder denkt das zumindest. Sie sieht Menschen, die nicht da sein dürften. Wieder auf der Erde, erkennt sie ihre Tochter nicht. Weil sie nicht mehr die richtige Tochter ist?
Starkes Mystery-Element
Bereits in der ersten Folge fragt man sich als Zuschauer, worauf Peter Harness mit der Serie hinaus will. Im Grunde bleibt bis zur dritten Episode unklar, mit welchen Ideen er arbeitet.
Zuvor stellt sich Verwirrung ein: Menschen reden miteinander, plötzlich verschwindet einer von ihnen. Mehr noch irritiert Jonathan Banks Figur Henry. Einerseits ist er ein ehemaliger Astronaut, Physiker und Wissenschaftler, der an einem Experiment arbeitet, das sich nur im All umsetzen lässt; andererseits sieht man ihn als Ex-Astronauten auf einem Kreuzfahrtschiff, auf dem eine Convention für Weltraumfans stattfindet.
Dem Magazin Streaming Serien Highlights sagte Banks: "Ohne zu viel zu verraten: Es ist mehr als eine Person! Henry ist böse, der andere ist böser." Die Bedeutung dieser kryptischen Aussage wird erst nach und nach klar, denn was Harness hier abliefert, ist Science-Fiction im Stil von Christopher Nolan. Wo dieser die String-Theorie in Interstellar nutzte, greift Harness auf die Quantenphysik zurück.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Schwarz und Weiß zugleich |
- 1
- 2










Bei mir läuft's problemlos auf der Xbox One mit Paypal ohne KK.
Stimme zu, die Serienauswahl ist außergewöhnlich gut in Sachen Unterhaltung und Spannung...
Halluzinationen, Menschen verschwinden einfach klingt jetzt eher danach das eh alles...
Nein, Apple kommt weltweit gleichzeitig. Die hapen die Presse Vorfuehrung gesehen.
Kommentieren