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Conrad Connect: Unitymedia spannt ein Lora-Netzwerk in drei Bundesländern

Unitymedia startet mit Conrad Connect sein erstes IoT-Projekt mit Lora. Der Kabelnetzbetreiber kann mit wenigen Sendern ein Dutzend Kilometer ausleuchten.

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Martin Czermin (l.), Senior Vice President B2B & Wohnungswirtschaft, Unitymedia Business, und Ale Drábek, Geschäftsführer von Conrad Connect
Martin Czermin (l.), Senior Vice President B2B & Wohnungswirtschaft, Unitymedia Business, und Ale Drábek, Geschäftsführer von Conrad Connect (Bild: Unitymedia)

Conrad Connect und Unitymedia arbeiten gemeinsam an einem öffentlichen IoT-Funknetz auf Basis des Lora-Protokolls (Long Range Wide Area Network). Das gab Unitymedia am 3. September 2018 bekannt. "Wir spannen ein Lora-Netzwerk über die gesamten Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen auf", sagte Martin Czermin, Senior Vice President B2B & Wohnungswirtschaft im Gespräch mit Golem.de. "Es gibt verschiedene Standards für die Heimvernetzung, wir gehen davon aus, dass Lora sich durchsetzen wird", erklärte Czermin.

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Für das Internet of Things sind klassische Mobilfunksysteme nur bedingt geeignet. Sensoren würden viel zu viel Energie benötigen, um lange Zeit von einer Stromversorgung unabhängig einsetzbar zu sein. Bei solchen Szenarien können auch stromsparende Funkprotokolle wie Bluetooth LE, Enocean, Zigbee, oder Z-Wave nicht helfen, die Reichweite ist begrenzt. In solchen Fällen kommen LPWAN-Systeme zum Einsatz, Low Power Wide Area Network. Eines davon ist Lora, das von der Lora Alliance kontrolliert wird und im lizenzfreien 900-MHz-ISM-Band arbeitet, also denselben Frequenzen, in denen unter anderem auch Z-Wave und Enocean arbeiten. Lora ist jedoch besser für den Außeneinsatz. Es ist ein äußerst stromsparendes IoT-Funksystem, das ohne weiteres ein Dutzend Kilometer überbrücken kann.

Unitymedia: Lora mit verschiedenen Partnern

Das Netzwerk von Unitymedia Business werde mit Unterstützung von kommunalen und regionalen Versorgern, Gemeinde- und Stadtverwaltungen sowie Partnern aus der Wirtschaft aufgebaut. Unitymedia liefert die Gateways, aus denen das Lora-Netzwerk besteht und betreibt das Netz, um Anwendungen aus den Bereichen Internet of Things und Industrie 4.0 damit anbieten zu können.

Conrad Electronics liefert dabei die Sensoren, die mit den Gateways von Unitymedia verbunden werden. Die IoT-Plattform Conrad Connect wird in das Angebot von Unitymedia Business integriert. Sie sei für Anwendungsgebiete wie Smart Home, Smart Business oder Smart City geeignet.



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LinuxMcBook 04. Sep 2018

Lora verursacht so wenig Bandbreite, da ist die rückwärtige Anbindung wirklich zu...

Cok3.Zer0 04. Sep 2018

Hier ein nettes Video von Marco Reps zu LoraWAN: https://www.youtube.com/watch?v=7n8t62anxIQ

/lib/modules 04. Sep 2018

Ja, das ist alles ziemlich scheiße dokumentiert. Hier findet man die empfohlene...

Agina 04. Sep 2018

Eine Übernahme besteht aus mehr als "Wir wollen euch übernehmen und zahlen x...

maribu 03. Sep 2018

In der EU wird von LoRa das 868 MHz Frequenzband genutzt, dass hier lizenzfrei ist. 900...


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