Connecteddrive: BMWs erstellen mit Bewegungsdaten Parkplatzprognosen für andere Autos

BMW entwickelt eine Prognosesoftware, mit der freie Parkplätze im Navi angezeigt werden sollen. Die Bewegungsdaten Tausender Fahrzeuge werden dazu genutzt, um freie Flächen vorherzusagen, die dann allen Teilnehmer des Systems zugutekommen. Eine Garantie auf freie Parkplätze gibt es nicht.

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Anzeige freier Parkplätze mit BMWs dynamischer Parkwahrscheinlichkeitsprognose
Anzeige freier Parkplätze mit BMWs dynamischer Parkwahrscheinlichkeitsprognose (Bild: BMW)

Die Parkplatzsuche in vollgeparkten Innenstädten kostet nicht nur Zeit und Nerven, sondern ist auch für die Umwelt schädlich und Anwohner freut der Parkverkehr ebenfalls nicht. BMW hat deshalb im Rahmen eines Forschungsprojekts zusammen mit seinem Partner Inrix ein System entwickelt, das sich "Dynamische Parkwahrscheinlichkeitsprognose" nennt.

  • Der BMW i3 - das erste elektrische Serienfahrzeug der Münchner (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto ist eine Neuentwicklung, kein umgerüstetes Verbrennungsfahrzeug. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto bietet Platz für vier Insassen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es ist horizontal geteilt: Unten ist der Antrieb untergebracht, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... darüber befindet sich die Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Gedacht ist das Auto in erster Linie für den Stadtverkehr. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • BMW arbeitet am Aufbau einer Schnelllade-Infrastruktur für Überlandfahrten mit. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der BMW i3 - das erste elektrische Serienfahrzeug der Münchner (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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Damit soll schneller ein freier Stellplatz für das Fahrzeug gefunden werden. Eine Garantie auf freie Parkplätze gibt es aber nicht - die Software versucht nur vorherzusagen, wo die Parkauslastung derzeit gering ist. Das System führen BMW und Inrix auf der Messe TU-Automotive Detroit mit einem BMW i3 vor.

Die erforderlichen Daten für die Parkplatzprognose stammen von den Bewegungsdaten anderer Autos. Dabei setzt BMW auf Fahrzeugflotten, wie beispielsweise ein Carsharing-System. Grundlage ist eine Karte mit den vorhandenen öffentlichen Stellflächen, in denen auch Parkgebühren verzeichnet sind. Die Testfahrzeuge liefern nun Bewegungsdaten in diesem Gebiet, die anonymisiert übermittelt werden. So soll erkannt werden, wo gerade geparkt wird und wo Autos ihre Stellplätze verlassen. Die Prognosesoftware rechnet diese Daten hoch und erstellt eine Karte, auf der farblich markiert wird, wo die Wahrscheinlichkeit hoch oder eher gering ist, selbst einen Parkplatz zu finden. Diese Daten können die Teilnehmer auf ihren Navigationssystemen einsehen. Die Anzahl der kurzzeitig freien Parkflächen und die Zahl der suchenden Fahrer wird in die Berechnung einbezogen.

BMW hat in einem Versuch festgestellt, dass selbst die Daten der Testflottenfahrzeuge ausreichen, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Natürlich steigt die Genauigkeit durch noch mehr teilnehmende Fahrzeuge. Wann das System in BMWs eingebaut wird und ob sich auch andere Fahrzeughersteller daran beteiligen werden, ist noch nicht bekannt.

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"Die Anzeige von Parkwahrscheinlichkeiten am Straßenrand ist ein klares Bedürfnis von Kunden in Megacitys. Die große Anzahl der bereits ab Werk vernetzten Fahrzeuge bietet dafür eine optimale Ausgangssituation", so Martin Hauschild, Leiter Verkehrstechnik & Verkehrsmanagement bei BMW.

Seit 2012 bietet BMW den Dienst Parknow an, der das Suchen und Reservieren von Parkplätzen in Städten erlaubt.

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