Abo
  • Services:
Anzeige
Golem.de-Redakteur Peter Steinlechner sammelt schon fleißig Fitnessdaten.
Golem.de-Redakteur Peter Steinlechner sammelt schon fleißig Fitnessdaten. (Bild: Katja Höhne)

Connected Health: Daten sammeln, bis der Arzt kommt

Golem.de-Redakteur Peter Steinlechner sammelt schon fleißig Fitnessdaten.
Golem.de-Redakteur Peter Steinlechner sammelt schon fleißig Fitnessdaten. (Bild: Katja Höhne)

Nutzer von Consumer-Wearables sollen nicht mehr nur für sich selbst Schritte und ihre Herzrate messen, sondern mit den Daten auch der Forschung helfen. Dank Connected Health sollen Ärzte ihre Patienten gesund halten und nicht erst bei Krankheiten einschreiten. Kann das klappen?
Ein Bericht von Tobias Költzsch

Ein gesundes Leben ohne Anstrengung, ein besseres Verhältnis zum Arzt: Hersteller, Ärzte, Kliniken und Forschung haben große Pläne mit "Connected Health". Durch die Nutzung von per Wearables gesammelten Daten wollen sie das Gesundheitssystem grundlegend verändern. Auf der Technologie- und Startup-Messe Slush in Helsinki überlegen sie vor allem eins: wie Nutzer dazu gebracht werden können, langfristig Daten über sich selbst zu sammeln. Einige große Probleme sparen sie dagegen komplett aus.

Anzeige

Große Unternehmen haben den Markt längst für sich entdeckt. Sie gehen mit ihren Produkten weit über das einfache Aufzeichnen von Schritten hinaus - etwa Apple, dessen Health-App bereits in einigen Krankenhäusern in den USA zur Fernüberwachung von Patienten eingesetzt wird. So kann der Arzt etwa den Blutdruck seines Patienten per App im Blick behalten.

In Europa drängt unter anderem Nokia in den Bereich Connected Health vor, auch unterstützt durch den Kauf des Wearable-Herstellers Withings. Das über 150 Jahre alte finnische Traditionsunternehmen hat sich nach dem Wegfall der lange dominierenden Mobilsparte neu ausgerichtet und hält Connected Health für besonders vielversprechend, wie Aufsichtsratschef Risto Siilasmaa auf einem Diskussionspanel bekräftigte. Auch der von Nokia finanzierte Risikokapitalgeber NGP (Nokia Growth Partners), ebenfalls auf dem Panel vertreten, investiert in den Bereich.

Menschen sind leider nicht zuverlässig

Dabei steht die Industrie vor dem Problem, dass Menschen nicht unbedingt die zuverlässigsten Quellen für die Erfassung derartiger Gesundheitsdaten sind. Fitnessarmbänder landen häufig schnell in Schubladen, da Nutzer das Interesse verlieren. Die Connected-Health-Industrie, zu der neben den Herstellern Kliniken und Forschungseinrichtungen zählen, sucht daher nach Wegen, Nutzern das Datensammeln schmackhaft zu machen und nutzt dafür den Spieltrieb.

Über "Gamification" wird in den Diskussionsrunden auf der Konferenz immer wieder gesprochen. Das heißt: Datensammeln auf spielerische Weise. Zum Beispiel können Ziele gesetzt werden, deren Erreichen mit Punkten belohnt wird. Oder Nutzer vergleichen die Ergebnisse mit denen von Freunden. Solche Elemente sollen langfristig zum Datensammeln motivieren, damit Ärzte konsistente Daten erhalten, die möglichst wenig Lücken aufweisen.

Mit Hilfe solcher Daten soll sich die Rolle des Arztes ändern: Er soll weniger behandeln und mehr präventiv wirken. Anhand der gesammelten Daten sollen Ärzte etwa merken, wenn ihre Patienten mehr Bewegung brauchen oder weniger fettreich essen sollten. Im Idealfall soll ein Arzt vorwiegend als Berater für einen gesünderen Lebensstil fungieren.

Das Gesundheitssystem verändern

So stellt es sich zumindest der Panel-Teilnehmer Marcus Gners vor, der COO bei Lifesum ist. Die App soll Nutzern dabei helfen, persönliche Ziele zu erreichen. Dafür zeichnet sie unter anderem die Schritte und den Puls auf. Der Zugriff auf die Daten der Patienten kann Gners zufolge die Beziehung zwischen Arzt und Patient verändern - und darüber hinaus auch das gesamte Gesundheitssystem.

Krankenkassen könnten Kunden dafür entlohnen, dass sie einen gesunden Lebensstil pflegen. In Deutschland ist ein derartiger Vorstoß bereits erfolgt und seitens der Politik auf Kritik gestoßen.

Menschen machen Fehler - und Daten müssen geschützt werden 

eye home zur Startseite
IchBIN 01. Dez 2016

Spätestens wenn die Telematik-Infrastruktur der eGK in Betrieb geht, ist dieser...

IchBIN 01. Dez 2016

Wenn die Telematik-Infrastruktur der eGK in Betrieb geht, ist ein Zugriff auf die in der...

sodom1234 01. Dez 2016

in der Tat, ein solches System weckt unglaubliche Begehrlichkeiten. Vielleicht gibt es ja...

grslbr 01. Dez 2016

... sollten wir die Leute mit den richtig wichtigen Jobs lieber anständig bezahlen. Ganz...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dataport, Hamburg, Altenholz bei Kiel
  2. Deutsche Telekom AG, Darmstadt
  3. CG CAR-GARANTIE VERSICHERUNGS-AG, Freiburg im Breisgau
  4. Evangelischer Oberkirchenrat Stuttgart, Stuttgart


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. 49,00€ (zzgl. 4,99€ Versand oder versandkostenfrei bei Abholung im Markt)
  3. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       


  1. Hauptversammlung

    Rocket Internet will eine Bank sein

  2. Alphabet

    Google-Chef verdient 200 Millionen US-Dollar

  3. Analysepapier

    Facebook berichtet offiziell von staatlicher Desinformation

  4. Apple

    Qualcomm reduziert Prognose wegen zurückgehaltener Zahlungen

  5. Underground Actually Free

    Amazon beendet Programm mit komplett kostenlosen Apps

  6. Onlinelexikon

    Türkische Behörden sperren Zugang zu Wikipedia

  7. Straßenverkehr

    Elon Musk baut U-Bahn für Autos

  8. Die Woche im Video

    Mr. Robot und Ms MINT

  9. Spülbohrverfahren

    Deutsche Telekom "spült" ihre Glasfaserkabel in die Erde

  10. Privacy Phone

    John McAfee stellt fragwürdiges Smartphone vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. e.GO Life Elektroauto aus Deutschland für 15.900 Euro
  2. Elektroauto VW testet E-Trucks
  3. Elektroauto Opel Ampera-E kostet inklusive Prämie ab 34.950 Euro

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  2. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
  3. In eigener Sache Golem.de geht auf Jobmessen

Snap Spectacles im Test: Das Brillen-Spektakel für Snapchat-Fans
Snap Spectacles im Test
Das Brillen-Spektakel für Snapchat-Fans
  1. Kamera Facebook macht schicke Bilder und löscht sie dann wieder
  2. Snap Spectacles Snap verkauft Sonnenbrille mit Kamera für 130 US-Dollar
  3. Soziales Netzwerk Snapchat geht an die Börse - und Google profitiert

  1. Re: Beispiel?

    Shutdown | 03:27

  2. Re: Schöner Bericht

    SvD | 02:50

  3. Re: 40.000 EUR.

    Unix_Linux | 02:23

  4. Re: 1 Dollar Gehalt

    Sharra | 01:55

  5. Re: Mrs. ist verheiratet - korrekt wäre Ms oder Ms.

    PlonkPlonk | 01:54


  1. 13:08

  2. 12:21

  3. 15:07

  4. 14:32

  5. 13:35

  6. 12:56

  7. 12:15

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel