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Menschen machen Fehler - und Daten müssen geschützt werden

Die Vorstellung, dass Wearables uns bereits jetzt dazu verhelfen können, gesünder zu leben und sogar Krankheiten früher zu erkennen, indem wir die Daten einfach an unseren Arzt weiterleiten, ist verlockend. Ein Wundergerät ist ein Fitnesstracker aber nicht. Patienten, die keine Lust auf Bewegung haben, werden mit solchen Wearables durch Schritt- und Pulsmessen sicher nicht zu Fitnessjunkies gemacht.

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Die Liste von Problemen, die mit der Erfassung von Gesundheitsdaten durch Wearables und Connected Health verbunden sind, ist lang - und wurde während der Diskussionen bei der Slush-Konferenz vernachlässigt. Eines der dringendsten Probleme ist der Datenschutz: Der Patient muss sich darauf verlassen können, dass seine Daten unter allen Umständen sicher sind. Diesen Komplettschutz zu garantieren, ist eine Herausforderung. Ein weiteres Problem ist natürlich der Nutzer: Es gibt keine Garantie, dass auch mit spielerischen Elementen langfristig Daten gesammelt werden.

Wie nutzbar sind die Daten?

Und in vielen Fällen dürfte ein längerer Zeitraum für eine Diagnose elementar sein: Zeichnet jemand zwei Wochen lang seinen Puls auf, ist es fraglich, inwieweit Ärzte und Wissenschaftler etwas mit diesen Daten anfangen können. Die Versicherungsindustrie stellt ein weiteres Problem dar: Wer garantiert einem Versicherten, dass sein Versicherungsinstitut nicht bei weniger guten Daten die Einstufung der Patienten zu seinen Ungunsten verändert? Und welches Wearable sollten Ärzte überhaupt standardmäßig verwenden?

In einem früheren Beitrag hat sich Golem.de mit der Frage der Nutzbarkeit der Daten von Fitness-Wearables beschäftigt. Ein grundsätzliches Interesse seitens verschiedener Ärzte war im Jahr 2014 zwar zu erkennen, ebenso aber auch Vorbehalte aufgrund der Tiefe und Verlässlichkeit der Daten. Die Technik hat sich in den vergangenen zwei Jahren zwar weiterentwickelt - so sind beispielsweise Pulssensoren mittlerweile auch in günstigeren Wearables verbaut -, nicht unbedingt verringert hat sich hingegen die Fehleranfälligkeit.

Gut lässt sich das am Beispiel des Pulsmessers festmachen: Wird das Fitness-Wearable nicht korrekt getragen, also beispielsweise zu locker, sind die gemessenen Werte nicht genau. Damit dürfte der Arzt kaum eine verlässliche Aussage treffen können, noch weniger könnte damit ernsthafte Forschung betrieben werden. Auch Connected-Health-Geräte, die stärker medizinisch ausgerichtet sind, müssen korrekt bedient werden. Ein falsch gehaltenes Fieberthermometer oder ein nicht korrekt bedientes Atemanalysegerät können falsche Werte liefern, die dann als Basis für Behandlung und Forschung dienen würden.

Zudem ist immer noch fraglich, inwieweit Geräte für den Massenmarkt in Zukunft medizinisch relevante Zulassungen wie die der FDA erhalten werden. Nokia-Manager Siilasmaa beispielsweise merkt an, dass nur ein Teil der Nokia-Geräte FDA-zertifiziert ist. Krankenhäuser sollen ihm zufolge aber die gleichen Sensoren wie Consumer-Geräte nutzen, was die Entwicklung beschleunigen soll.

Ganz zusammenzupassen scheinen die klinische und die consumerorientierte Seite aber noch nicht. Solange der menschliche Faktor und noch fremde negative Einflüsse nicht komplett als Fehlerquelle auszuschließen sind, ist eine seriöse klinische Verwertbarkeit von mit handelsüblichen Wearables gemessenen Daten kaum möglich. Ändern könnten das Sensoren, die im Körper getragen werden - durch sie würden menschliche Fehler ausgeschlossen. Bis der Consumer-Bereich so weit ist, wird es aber noch etwas dauern.

 Connected Health: Daten sammeln, bis der Arzt kommt
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IchBIN 01. Dez 2016

Spätestens wenn die Telematik-Infrastruktur der eGK in Betrieb geht, ist dieser...

IchBIN 01. Dez 2016

Wenn die Telematik-Infrastruktur der eGK in Betrieb geht, ist ein Zugriff auf die in der...

sodom1234 01. Dez 2016

in der Tat, ein solches System weckt unglaubliche Begehrlichkeiten. Vielleicht gibt es ja...

grslbr 01. Dez 2016

... sollten wir die Leute mit den richtig wichtigen Jobs lieber anständig bezahlen. Ganz...


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