Abo
  • Services:

Connected Cycle: Fitnesstracker und Diebstahlschutz im vernetzten Radpedal

Ein französisches Startup zeigt in Las Vegas erstmals sein Smart-Pedal für Fahrräder. Es ist nicht per Bluetooth mit einem Smartphone vernetzt, sondern hat eigene Mobilfunktechnik und GPS. Geladen wird der Akku beim Fahren, ein Diebstahlsversuch kann beim Eigentümer Alarm auslösen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Smart-Pedal von Connected Cycle
Das Smart-Pedal von Connected Cycle (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Für die boomende Gattung der Urban Bikes will das französische Unternehmen Connected Cycle demnächst sein schlicht "Pedal" genanntes Produkt auf den Markt bringen - einen Preis und einen Termin dafür gibt es noch nicht. Die Konzentration auf Radeln in der Stadt ist nicht nur Marketing, denn für seinen vollen Funktionsumfang braucht das Pedal ein Mobilfunknetz - Bluetooth ist nicht eingebaut, dafür aber ein GPS-Modul und ein GPRS-Modem.

Stellenmarkt
  1. Hines Immobilien GmbH, Berlin
  2. DG Verlag, Wiesbaden

Darüber hält das Pedal Kontakt zum Smartphone des Besitzers, die Daten werden in der Cloud des Herstellers gespeichert. Das hat den Vorteil, dass der Bewegungsmelder des Pedals auf dem Smartphone des Besitzers Alarm schlagen kann, auch wenn der sich außerhalb der Blutooth-Reichweite befindet. Wenn ein Dieb versucht, das Rad zu klauen, kann so auch sein Standort recht genau ermittelt werden.

Das Mobilfunkmodem arbeitet mit einer Soft-SIM, wie Connected Cycle Golem.de im Vorfeld der CES sagte. Im Kaufpreis ist eine zweijährige Anbindung des Pedals an die Cloud nach Aktivierung des Geräts eingeschlossen - wie hoch die Kosten danach sind, wollte das Unternehmen noch nicht verraten. Ebenso zeigte es die Technik des Pedals nicht offen, versicherte aber, dass das GPS-Modul auch dann funktioniert, wenn der Fahrer das gesamte Gerät mit seinem Fuß abdeckt. An den Antennen für GPS und Mobilfunk hat Connected Cycle nach eigenen Angaben besonders lange gearbeitet.

  • Das Smart-Pedal als Prototyp, es soll auch in Schwarz erscheinen. (Foto: Nico Ernst)
  • Auch die Kreuzschlitz-Schrauben sollen beim finalen Produkt verschwinden. (Foto: Nico Ernst)
  • Die App zeigt Karte... (Foto: Nico Ernst)
  • ... den Höhenverlauf... (Foto: Nico Ernst)
  • ... und Tempo sowie Zeiten an. (Foto: Nico Ernst)
Das Smart-Pedal als Prototyp, es soll auch in Schwarz erscheinen. (Foto: Nico Ernst)

Das gilt auch für den Generator, der den Akku im Pedal beim Fahren auflädt. Schon eine halbe Stunde Fahrt soll für zwei Tage Kontakt zum Netz im Stillstand reichen. Aufladen über andere Wege ist nicht vorgesehen. Montiert wird das Pedal über den üblichen Schraubenschlüssel, es wird dann aber noch über ein kleines Schloss gesichert. Das ist bei den gezeigten Prototypen noch nicht vorhanden, soll aber ebenfalls fertig entwickelt sein. Nur mit einem Pedal-Schraubenschlüssel, den Gelegenheitsdiebe wohl ohnehin nicht bei sich haben, soll sich das Gerät nicht entfernen lassen - und selbst dann dürfte der Bewegungsmelder längst angeschlagen haben.

  • Das Smart-Pedal als Prototyp, es soll auch in Schwarz erscheinen. (Foto: Nico Ernst)
  • Auch die Kreuzschlitz-Schrauben sollen beim finalen Produkt verschwinden. (Foto: Nico Ernst)
  • Die App zeigt Karte... (Foto: Nico Ernst)
  • ... den Höhenverlauf... (Foto: Nico Ernst)
  • ... und Tempo sowie Zeiten an. (Foto: Nico Ernst)
Die App zeigt Karte... (Foto: Nico Ernst)

Die Betaversionen der App, die es bisher nur für iOS gibt - Android ist aber vorgesehen -, zeigen die üblichen Funktionen eines Fitnesstrackers. Sie orientieren sich dabei an der App "Meine Tracks" von Google, zeigen also unter anderem Maximal- und Durchschnittsgeschwindigkeit und die Route auf einer Karte an. Die überwundenen Höhenmeter bezieht das Pedal über geografische Daten aus der Cloud, ein eigenes Barometer besitzt es nicht.

Nach dem ersten Pedal will Connected Cycle auch eine sportlichere Version entwickeln, die beispielsweise Mountainbiker fernab von Mobilfunknetzen nutzen können. Um dort an die erfassten Daten zu kommen, ist dann auch Bluetooth vorgesehen. Von der Frage, ob dann auch die Funktionalität eines Klick-Pedals mit fester Verbindung zum Radschuh vorgesehen ist, zeigte sich Connected Cycle überrascht - das Unternehmen will das aber in weitere Planungen einbeziehen.

Nachtrag vom 4. Januar 2015, 11:27 Uhr

Der Artikel wurde um ein Video vom Pedal auf der CES Unveiled erweitert.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,99€
  2. 59,99€
  3. (-79%) 5,99€

_hejhej_ 11. Jan 2015

Jip. Das ist noch nicht ganz durchdacht. Sieht man auch im Video. Die Tretfläche zeigt...

Jannis 05. Jan 2015

Die Technologie von dem Pedal ist ja eigentlich ziemlich sinnvoll aber die erfassten...

kayozz 05. Jan 2015

Da hast du wohl Recht. Nur gehöre ich schon zu der Zielgruppe die so ein Gerät kaufen...

plutoniumsulfat 05. Jan 2015

Wenn die ganze Elektronik in der Achse liegt, ist das sehr wohl möglich. Lässt sich...

ohinrichs 05. Jan 2015

Okay, das macht Sinn. :-)


Folgen Sie uns
       


Google Lens ausprobiert

KI mit Sehschwäche: Google Lens ist noch im Betastadium.

Google Lens ausprobiert Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


    Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
    Wonder Workshop Cue im Test
    Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

    Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
    Ein Test von Alexander Merz


        •  /