Laptop ergänzt Linux-PC

Damit das funktioniere, sei eine größere Serverinfrastruktur notwendig, auf der die Applikationen laufen, sagt der Mitarbeiter des Landes. Das war kein Problem: Die gibt es schon. So kann die Polizei in Brandenburg schon seit 2004 Ordnungswidrigkeiten mobil erfassen. Anfangs bedurfte es dazu noch eines eigenen Clients. Inzwischen geht das eben direkt auf dem System der Bußgelderfassungsstelle.

Der Tegra-Prozessor hat Nachteile

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Allerdings sei der Bildschirm am Armaturenbrett kein Computerarbeitsplatz, sagt der Mitarbeiter des Landes. Das sei schon aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht möglich. Außerdem sei dafür der Tegra-Prozessor nicht leistungsfähig genug: Zwar reiche er für die gewünschten Anwendungen aus. Allerdings sei die Kartendarstellung etwas schwach. Zudem sei es nicht möglich, den Computer aus der Wache auf den Smart-PC im Auto spiegeln.

  • Einer von 28 vernetzten Streifenwagen der Polizei von Brandenburg auf der Cebit 2016 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bildschirm und Rechner wurden eigens für diesen Zweck entwickelt. Auf dem Armaturenbrett ist eine Kamera angebracht. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • In der Kartenanwendung ist der Standort aller Einsatzfahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu sehen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Einer von 28 vernetzten Streifenwagen der Polizei von Brandenburg auf der Cebit 2016 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Für komplexere Anwendungen gibt es im Streifenwagen aber einen Laptop. Darüber können die Beamten aufwendigere Vorgänge erfassen wie etwa Anfragen an das Kraftfahrtbundesamt oder beim Informationssystem der Polizei starten oder das Intranet der Polizei nutzen. Das Notebook wird dann per LAN mit dem Smart-PC verbunden und geht darüber online.

Der Streifenwagen bekommt eine Dashcam

Schließlich werden die neuen Streifenwagen mit einer Kamera zur Eigensicherung ausgestattet: Im Pkw sitzt sie auf dem Armaturenbrett, im Transporter kommt noch eine Heckkamera hinzu. Damit können die Beamten einen Einsatz dokumentieren. Erscheint ihnen eine Situation verdächtig, aktivieren sie die Kamera, die das Geschehen vor dem Auto aufzeichnet. Die Daten werden auf dem Smart-PC gespeichert und, falls nicht benötigt, nach 24 Stunden automatisch gelöscht.

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Die Leitstelle kann zwar die Daten nicht einsehen. Sie kann aber, wenn die Besatzung nicht auf einen Auftrag oder auf eine Funkanfrage reagiert, das Kamerabild einsehen. Das passiert aber nur Ausnahmefällen. Die Funktion sei nicht dazu gedacht, dass die Leitstelle kontrolliere, ob die Beamten gerade Mittagspause machten, sondern um festzustellen, ob etwa das Auto nach einem Unfall auf dem Dach liege oder die Beamten in einer Notsituation seien, betont der Landesmitarbeiter.

Die Polizei in Brandenburg stellt jetzt die ersten 28 so ausgestatteten Autos in Dienst. In einigen Jahren sollen Streifenwagen interaktiv sein. Auch die Behörden anderer Bundesländer interessieren sich dafür.

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 Connected Car: Die Polizei vernetzt den Streifenwagen
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mcr42 21. Mär 2016

Falls jemand am technischen Hintergrund interessiert ist: Tarent hat auf der FrosCon 2014...

matbhm 18. Mär 2016

In den USA ist das selbstverständlich. Das muss einfach alles flotter gehen bei der...

Kleba 17. Mär 2016

Das die Polizei nach EC-Karte fragt, hab ich schon erlebt. In Wuppertal bei einer...

quadronom 17. Mär 2016

... "Zu schnell gefahrener Hacker ändert den Betrag der Geldbuße in Minuswert" Das wäre...



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