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Vodafone: 5G sollte laut Experten unterhalb von 1 GHz starten

Der frühere CTO von Vodafone hat jahrzehntelang Netze gestaltet. Jetzt trägt er vor, was man bei 5G besser machen sollte als bei den Vorgängern.

Artikel veröffentlicht am ,
Hartmut Kremling spricht auf der ConnectEC
Hartmut Kremling spricht auf der ConnectEC (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Laut dem langjährigen Technikchef von Vodafone Deutschland, Hartmut Kremling, sollen beim 5G-Aufbau Fehler aus der Vergangenheit vermieden werden. "Wir werden von Beginn an einen Wettbewerb zwischen lokalen Anbietern und den etablierten Telcos erleben. Wer zuerst 5G-Coverage hat, gewinnt", sagte Kremling am 2. Mai 2019 auf der Telekommunikationsmesse ConnectEC in Dresden. "Beim 5G-Rollout sollten wir deshalb zuerst auf vorhandenes Spektrum unterhalb von 1 GHz setzen und erst im zweiten Schritt 2,6 und 3,5 GHz bauen, wo wir Kapazitätsbedarf sehen."

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In Deutschland werden seit Mitte März die ersten Frequenzen für 5G in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz versteigert. Damit ist bereits die Idee von Kremling gescheitert, das Spektrum mit Versorgungsauflagen möglichst kostengünstig zwischen den vier Bewerbern aufzuteilen. Bei der Frequenzauktion 2019 sind in der Runde 261 am Montag inzwischen 5,589 Milliarden Euro erreicht worden. Gegenwärtig befindet sich die Auktion wegen des 1.-Mai-Feiertags für diese Woche in der Pause.

S-RAN-Technologie und Glasfaser an 90 Prozent der Makro-BTS (Base Transceiver Station) seien eine zwingende Voraussetzung für 5G. Richtfunk reiche nur für den "letzten Link" aus.

IoT und vernetztes Fahren werde ohne End-to-End-Verschlüsselung nicht funktionieren.

"Standorte für neue Antennen sind in Deutschland eine extrem knappe Ressource", sagte Kremling. Hier sei neue Antennentechnologie und viel Überzeugungskraft nötig.

Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen, seit der Diplom-Ingenieur (Jahrgang 1957) nach eigenen Angaben bei Vodafone aus dem operativen Geschäft ausgeschieden ist.

Offenlegung: Golem.de nimmt auf Einladung von Huawei hin an der ConnectEC in Dresden teil, die Reisekosten wurden gänzlich von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.



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wire-less 04. Mai 2019

"Wir werden von Beginn an einen Wettbewerb zwischen lokalen Anbietern und den etablierten...

DooMMasteR 03. Mai 2019

Schlimmer nocht, ohne viel Funkbandbreite ist 5G einfach keinen Deut schneller als LTE...


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