Connect-Netztest: Welche Datenrate der deutsche Mobilfunk wirklich bietet

Beim 16. Connect-Netztest(öffnet im neuen Fenster) , der die Qualität der Mobilfunknetze prüft, hat die Deutsche Telekom erneut gewonnen. Beim Dateidownload erreicht der Netzbetreiber einen mittleren Durchsatz von 36 MBit/s. Bei Datendiensten ist Vodafone durch einen LTE-Anteil von 75 Prozent die Nummer zwei, die Telekom kommt auf über 80 Prozent. Mit einer Vodafone-SIM-Karte wird laut der Zeitschrift Connect ein mittlerer Durchsatz von knapp 20 MBit/s erreicht.
Mit 65 Prozent LTE-Ausbau entlang der Testrouten lag O2 deutlich hinter den beiden großen Netzbetreibern und erreicht einen mittleren Durchsatz von 15,5 MBit/s beim Download. Außerhalb der Städte falle O2 in der Zuverlässigkeit der Datendienste ab, so die Tester.
E-Plus hat den LTE-Ausbau für 2014 angekündigt. Zu dem Mobilfunkbetreiber nennt Connect den mittleren Durchsatz in MBit/s jedoch seltsamerweise nicht.
Der diesjährige Netztest sei komplett mit LTE-Smartphones und -Tablets durchgeführt worden, so Connect. "LTE (4G) bringt zwar hohe Maximalgeschwindigkeit beim Datentransfer, stellt bei der Sprachtelefonie aber eine Herausforderung dar. Weil weder Netze noch Endgeräte zurzeit die Telefonie über LTE erlauben, muss das Telefon vor Gesprächsbeginn mit Circuit Switched Fallback (CSFB) auf einen älteren Funkstandard heruntergeschaltet werden. Dazu muss natürlich erst ein 2G- oder 3G-Netz gefunden werden. Dadurch dauert es länger, bis ein Ruf aufgebaut ist, auch die Fehleranfälligkeit steigt" , berichtet das Tester-Team.
Dass der LTE-Ausbau den schnellen und zuverlässigen Verbindungsaufbau bei der Telefonie nicht leichter mache, zeige auch Vodafone. Eine Leitung zu schalten, dauere im Schnitt zwei bis drei Sekunden länger als bei der Telekom, und Fehler träten häufiger als beim Testsieger auf. O2 komme bei der Telefonie hinter der Telekom und E-Plus.
Die Datenmessungen seien mit acht in zwei getrennten Fahrzeugen montierten Smartphones erfolgt. Zusätzlich hätten beide Wagen in regelmäßigen Abständen die Versorgungslage an stark frequentierten Plätzen in den Städten erfasst. In den belebten Zentren sei zusätzlich ein Team zu Fuß unterwegs gewesen. Mit vier automatisiert messenden Tablets hätten die Netztester auf diese Weise unter anderem auch die Indoor-Versorgung geprüft.



