Abo
  • Services:
Anzeige
Microsoft bringt Apps jetzt fast überall hin. Die mögliche Cloud-Anbindung soll Entwicklern helfen.
Microsoft bringt Apps jetzt fast überall hin. Die mögliche Cloud-Anbindung soll Entwicklern helfen. (Bild: Microsoft)

Connect 2016: Microsoft setzt alles auf die Cloud

Microsoft bringt Apps jetzt fast überall hin. Die mögliche Cloud-Anbindung soll Entwicklern helfen.
Microsoft bringt Apps jetzt fast überall hin. Die mögliche Cloud-Anbindung soll Entwicklern helfen. (Bild: Microsoft)

Zur Connect, Microsofts Entwicklermesse, wird endgültig klar, dass die Zukunft des Unternehmens im Cloud-Geschäft liegt. Das zeigt sich etwa an dem längst überfälligen Beitritt zur Linux Foundation oder dem neuen SQL Server. Bei der Mobile-Entwicklung sorgt Microsoft allein für Tools und das Cloud-Backend.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

Die an Entwickler gerichtete Connect-Konferenz von Microsoft nutzte das Unternehmen in den vergangenen Jahren für einige Überraschungen. Im Jahr 2014 erschien ein völlig überarbeitetes .Net-Framework, das zudem noch Open Source ist. Im vergangenen Jahr präsentierte das Unternehmen mit Visual Studio Code einen Editor für die Webentwicklung, der konsequenterweise auch Open Source ist. Und dieses Jahr tritt Microsoft als Platinum-Sponsor der Linux Foundation (LF) bei.

Anzeige

Beitritt zur Linux Foundation nur folgerichtig

Das kostet Microsoft 500.000 US-Dollar pro Jahr und bringt dem Unternehmen einen Platz ein im recht überschaubaren Kreis ähnlich finanzstarker Sponsoren wie zum Beispiel HPE, Intel, Samsung, Cicso, Huawei, IBM oder auch Fujitsu. Dass sich Microsoft nach Jahrzehnten der Ablehnung dem Linux-Okösystem so weit öffnet, mag manchen vielleicht immer noch überraschen. Dabei war der Schritt vorhersehbar und längst überfällig.

Und das liegt nicht an dem Linux-System selbst, sondern an dem, was sich rund um Linux entwickelt hat sowie an der Ausrichtung der Linux Foundation. So ist zum Beispiel nicht zu erwarten, dass sich Microsoft jetzt plötzlich abseits seiner Virtualisierungstechnologie Hyper-V aktiv in der Entwicklung des Linux-Kernels engagiert, wie eben HPE, IBM oder Intel.

Vielmehr nutzt Microsoft die Linux Foundation für die Vielzahl der von der Foundation betreuten Open-Source-Projekte, die zunächst auf Linux entwickelt wurden und nun auch auf Microsofts Windows oder in der Azure-Cloud laufen und von Microsoft unterstützt werden. Dazu gehört etwa Node.js, das mit der Javascript Engine des Edge-Browsers genutzt werden können soll, ebenso wie die Statistiksprache R, die Mircosoft in einer eigenen Distribution nutzt, Open Daylight für Software Defined Networking oder die Open-Container Initiative.

Letztere bemüht sich um die Standardisierung von Container-Laufzeitumgebungen sowie deren Verwaltungswerkzeugen. Microsoft unterstützt dieses Vorhaben, da es mittlerweile selbst Containertechnik in seinem Windows Server unterstützt. Dass der mit dem Sponsoring einhergehende Posten im Vorstand der LF von John Gossman aus dem Azure-Team besetzt wird, ist dabei nur konsequent.

SQL Server reif für die Cloud

Das zur Connect angekündigte Service Pack 1 von Microsofts SQL-Server 2016 zeigt zudem exemplarisch, wie Microsoft große und wichtige Teile seines Portfolios in die Cloud verschiebt. Immerhin ist MSSQL eines der wohl wichtigsten Enterprise-Produkte des Unternehmens und läuft wie im Frühjahr versprochen nun nicht mehr nur auf Windows, sondern auch auf Linux - auch wenn die Funktionsgleichheit auf beiden Plattformen noch nicht ganz erreicht ist.

Darüber hinaus soll das Datenbanksystem auch noch in einem Dockercontainer laufen können. Damit können Kunden diese vergleichsweise schnell aufsetzen, aber eben auch falls nötig relativ schnell umziehen oder Instanzen einfach beenden. Die Host-Umgebung wird damit weniger wichtig, der Fokus auf MSSQL als konkurrenzfähiges Produkt dafür umso größer.

Dieser Paradigmenwechsel zeigt sich auch an dem neuen Preismodell. Denn statt wie bisher verschieden teure Versionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang anzubieten, haben die vier Versionen von MSSQL (Standard, Web, Express, und LocalDB) bis auf nur sehr wenige Ausnahmen denselben Funktionsumfang.

In der Vergangenheit besonders kostspielige und damit wohl wenig genutzte Fähigkeiten wie die In-Memory-Technik stehen so einem breiteren Nutzerkreis zur Verfügung und profitieren langfristig von der größeren Nutzerbasis. Abgerechnet wird die Nutzung künftig wie in Cloud-Angeboten üblich nach der Anzahl der verwendeten CPUs sowie dem verfügbaren Arbeitsspeicher. Für Kunden sind die Kosten für MSSQL selbst sowie für das Hosting leichter überschaubar, besser kalkulierbar und vor allem skalierbar.

Hilfe für die Cloud und für Mobile 

eye home zur Startseite
yoyoyo 18. Nov 2016

Und schillernd ist i.d. R. kein Kompliment, wenn es um Inhalte geht.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  2. R & S Cybersecurity Sirrix GmbH, Darmstadt
  3. vwd GmbH, Kaiserslautern
  4. Mitscherlich PartmbB, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-8%) 45,99€
  2. 499,99€
  3. (-15%) 16,99€

Folgen Sie uns
       


  1. SX-10 Aurora Tsubasa

    NECs Beschleuniger nutzt sechs HBM2-Stacks

  2. Virtual Reality

    Huawei und TPCast wollen VR mit 5G streamen

  3. Wayland-Desktop

    Nvidia bittet um Mitarbeit an Linux-Speicher-API

  4. Kabelnetz

    Vodafone liefert Kabelradio-Receiver mit Analogabschaltung

  5. Einigung erzielt

    EU verbietet Geoblocking im Online-Handel

  6. Unitymedia

    Discounter Eazy kommt technisch nicht an das TV-Kabelnetz

  7. Rollenspielklassiker

    Enhanced Edition für Neverwinter Nights angekündigt

  8. Montagewerk in Tilburg

    Wo Tesla seine E-Autos für Europa produziert

  9. AUV

    US-Marine sucht mit Robotern nach verschollenem U-Boot

  10. Apple Watch

    WatchOS-1-App-Updates gibt es bis zum April 2018



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Smartphone im Test: Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
Gaming-Smartphone im Test
Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
  1. Razer Phone im Hands on Razers 120-Hertz-Smartphone für Gamer kostet 750 Euro
  2. Kiyo und Seiren X Razer bringt Ringlicht-Webcam für Streamer
  3. Razer-CEO Tan Gaming-Gerät für mobile Spiele soll noch dieses Jahr kommen

Firefox 57: Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
Firefox 57
Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
  1. Mozilla Wenn Experimente besser sind als Produkte
  2. Firefox 57 Firebug wird nicht mehr weiterentwickelt
  3. Mozilla Firefox 56 macht Hintergrund-Tabs stumm

Windows 10 Version 1709 im Kurztest: Ein bisschen Kontaktpflege
Windows 10 Version 1709 im Kurztest
Ein bisschen Kontaktpflege
  1. Windows 10 Microsoft stellt Sicherheitsrichtlinien für Windows-PCs auf
  2. Fall Creators Update Microsoft will neues Windows 10 schneller verteilen
  3. Windows 10 Microsoft verteilt Fall Creators Update

  1. Re: Zusatzfrage : Blitz 2.0

    blaub4r | 16:49

  2. Datenvolumen in Deutschland

    styler2go | 16:49

  3. Re: diesen "Lamborghini" werde ich mir kaufen

    jo-1 | 16:46

  4. Re: Klingt wie die glaeserne Fabrik in Dresden

    Palerider | 16:45

  5. Re: Das Spiel ist auch wirklich gut ...

    DieSchlange | 16:45


  1. 16:55

  2. 16:06

  3. 15:51

  4. 14:14

  5. 12:57

  6. 12:42

  7. 12:23

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel